Ein Rückblick, NSU Supercup beim Bergslalomfinale in Bollenbachtal 2008

 Jürgen Lätsch schaffte es nach 2007 wieder hier in Bollenbach beim Edelsteinbergslalom 25 Rennfahrzeuge mit Heckmotor an die Startlinie zu bringen. Der NSU Supercup sollte ausgetragen hier werden.

                   

Jürgen Lätsch driftet durch die Kurven in seinem mitlerweile schon legendären NSU 1300 TT         

 

                                    Fahrerlagerimpressionen am frühen morgen

 

Der Motorsportclub Bollenbachtal lud auch im Jahr 2008 wieder zum Finale des Heck-Mo Cup ein, gleichzeitig wurde auch hier ein NSU Sonderlauf ausgetragen, bei dem es vorrangig darum ging so viele NSU TT wie möglich an die Startlinie zu bringen um Gemeinschaftlich ein Starterfeld zu schaffen, wie in den siebziger Jahren!

                         

                      Marc Angelberger auf Anhieb auf das Podest, klasse

Bei herrlichem goldenen Herbstwetter standen am Rennsamstag 15 NSU TT und TTS, sowie 3 Fiat Abarth und 2 Renngoggomobile an der Startlinie, der Rennsonntag schickte 19NSUs, 4 Fiat Abarth und die 2 Goggos auf die Piste, ganz besonders freute ich mich über den Rennwankelspider a la Siegfried Spiess!! Nun sollte hier zum zweiten mal nach 2007 der NSU Supercup ausgetragen werden!

                        

                    Auch der 600D wurde gern von Abarth getunt!!

In der 1150er Klasse der heckmotorisierten Fahrzeuge rollte auch Bodo Kositzke im ebenerwähnten Spider an die Startlinie. Bodo ließ den Wankel wehement um die Ecken fliegen und kitzelte aus diesem Auto wirklich das letzte heraus, Ergebnis, Rang 7 mit einer schnellsten Einzelzeit von 1.08.71!

                        

                    Der Abarth 695 ss geht super gut, Franz Schirra machts mglich

Dieses Fahrzeug war mit dem Renngoggo aus der 850er Klasse von Paul Deisenroth eine wahr Bereicherung in diesem wundervollen Starterfeld!

                        

                     Harte Konkurenz in der 1150 er Klasse Jochen Stengl im 1000 TC Corsa

Gerhard Koresch, ebenfalls in der 1150er Klasse unterwegs konnte am Rennsamstag durch den Crash von Jochen Stengl im Abarth sogar Rang 3 belegen, am Sonntag blieb für Gerhard in der mit 7 Startern gut besetzten Klasse Rang 5 mit seiner schnellsten Zeit von 1.05.35 im 1150er TT.

                        

                      Bernhard Henrich ein Slalom Ass lässt sich den Bergslalom auch gefallen

Helmut Schleh, ebenfalls im 1150er TTS unterwegs konnte am Samstag sogar Rang 2 belegen, hervorragend, am Sonntag blieb Ihm mit 1.05.73 Rang 6 in dieser Klasse!

                          

                     Paul Deisenroth mit etwa 40 Ps im getunten 300RS

Marc Angelberger scheuchte am Sonntag den TT seines Vaters Volker auf sehr gute 1.04.00, das reichte für Rang 3 in der Klasse und einen sicheren Pokalrang auf dem Podest. Mit wilden Drifts scheuchte er den TT um die 180 Grad Kurven, da blieb kaum ein Auge trocken!

                        

         Gerhard Koresch hab ich das erste mal 1992 in Bebra gesehen, lang ists her                       

Vater Volker Angelberger , die NSU fahrende Rennlegende aus den siebziger Jahren konnte die Meisterschaft im Heck-Mo Cup bis 1150ccm 2008 für sich entscheiden, er konnte seinen stärksten Wiedersacher Jochen Stengl im Abarth 1000 Radiale hinter sich lassen. Volker ging diesen 1500 Meter langen Parcour voll an und stempelte konstante 1.01er Zeiten in den Bollenbacher Asphalt, so hatte er zum Meistertitel 2008 noch den doppelten Klassensieg hier in der Tasche, herzlichen Glückwunsch!

In der 1300er Klasse ging es so richtig zur Sache, Karl Heinz Dittloff scheuchte seinen Abt-verbreiterten TT mit 1.07.91 auf Rang 14 in diesem riesigen Feld!                    

              

                  Der bildschöne NSU Von Andreas Becker mußte leider am Sonntag mit gerissenem

                                          Gaszug nach dem Training stehen bleiben, schade!

  

Andreas Becker im piekfein und pfeilschnellen NSU TT hatte den ganzen Rennsamstag mit Aussetzern zu kämpfen im oberen Drehzahlbereich, schade auf dieses Fahrzeug war ich besonders gespannt! Am Rennsonntag wollte der Gaszug nicht mehr und so mußte Andreas leider einen Ausfall in Kauf nehmen, schade denn fahrerisch und auch Autotechnisch wäre Andreas bestimmt sehr gut mit von der Partie gewesen!

               

                           Karl Heinz Dittloff quer vor den Zuschauern

Carsten Daube brachte einen bildschönen in Gulf Farben lackierten und straßenzugelassenen 1200 TT an den Start, was Carsten mit diesem Auto zeigte war aller Ehren wert. Er trieb dieses Auto am Sonntag mit 1.07.69 auf Rang 13 in dieser Superklasse!

             

                    Mehr ging nicht Carsten Daube!!

       

Arno Zylen, der einen Goggo mit NSU 1300TT Motor einsetzt hatte am Samstag mit einem nicht korrekt arbeitenden Verteiler zu kämpfen, mit dreiviertel Leistung blieb die Uhr so bei 1.07.92 stehen, am Sonntag verhinderte eine angerissene Ölleitung den Start das war sehr schade!

                

                 Der NSU Goggo 1300 TT von Arno Zylen mit 6 Gängen, 5 brauchte er hier nur!

Wolfgang Schwalbe ließ sehr gut krachen, er feuerte seinen TTS mit 1.3 Liter Triebwerk bestückt auf konstante 1.04er-1.05er Zeiten, das war am Samstag Rang 10 und am Sonntag Rang 12.

                

                 Helmut Schleh gab alles Lohn Rang 3 bis 1150ccm am Samstag

Noch etwas mehr Potenzial konnte Pit Schabacker an den Tag legen, der hier unbedingt einmal mit dem sympatischen Hessen Jörg Davidovic und Mike Vogel an der Startlinie rollen wollte. Mit einer Bestzeit von 1.04.17 konnte Pit am Sonntag Platz 11 belegen, am Samstag war mit 1.05.06 Rang 9 drin, schön das Pit die Gemeinschaft fördert und mit am Start steht!

             

                   Pit Schabacker ein immer gern gesehener NSU Stratege

Mike Vogel kitzelte auch hier wieder alles aus seinem TT heraus, mit 1.03.30 am Sonntag ließ Mike aufhorchen und belegte Rang 10, der Samstag war mit der schnellsten Fahrzeit von 1.03.61 auf Rang 8 abgeschlossen und das mit weit unterlegenem Fahrzeug, super!

             

                   Mike Vogel wie immer Limit!!

Extrem gekonnt und Ehrgeizig ließ Christian Schülke seinen TT krachen. Er raste im TT mit extremer Beanspruchung der Kupplung um die 180 Grad Kehren, was mit einer Bestzeit von 1.02.64 am Samstag und 1.03.08 am Sonntag Rang 7 und 9 bedeuteten, eine super Vorstellung des Mannes aus der NSU IG Odenwald!

           

               Christian Schülke lag der Parcour hier extrem gut!!

Walter Fassbender brachte hier zum zweiten mal nach dem Crash in Trier seinen neu aufgebauten Renn-TT an den Start. Er wollte es wirklich wissen und hatte in seinem schnellsten Lauf am Sonntag wieder leichten Leitplankenkontakt, der Ihm natürlich die Zeit vermasselt hat, trotzdem blieb mit 1.02.22 Rang 8, was wäre wohl gewesen wenn er glimpflich hoch gekommen wäre, na ich kann es nur vermuten!

               

            Walter Fassbender am Limit ich denke ohne Planke wäre die Minute drin gewesen

                

                 Na geht mehr ich denke nicht Theo Grewe

Jan Davidovic, der jüngere Bruder von Jörg, ebenfalls Motorsporterfahren konnte dieses noch besser, sonst im verbesserten Polo unterwegs konnte er diese Zeit überaschenderweise deutlich toppen, mit 1.00.70 ließ er im optimal vorbereiteten TT von Jörg nicht anbrennen und belegte Rang 6 am Sonntag, starke Vorstellung!

            

                    Jörg Davidovic!!! Pfeilschnell

Karsten Steinert, der leider nur am Samstag antreten konnte und am Rennsonntag verhindert war ließ das Auto der Kürtener Tüftlerfamilie richtig fliegen und fuhr sich mit 1.00.43 auf Rang 6 am Samstag und das bei seinem ersten Start auf dieser Piste, da wäre ich sehr gespannt gewesen was er am Sonntag noch aus dem Hut hätte zaubern können!

                     

                  Volker Angelberger auf dem Weg zum Titel 2008

Jürgen Krämer gab wieder alles im targaorangen TT, vor den 180 Grad Kehren bremste er so stark so spät an, das drei Autos später noch die Konkurenten  in den Rauchschwaden nach der Strecke suchen mussten. Der Mann aus dem Odenwald sicherte sich aber so verdient den stark umkämpften Titel im Heck-Mo Cup 2008 bis 1300 Kubik, herzlichen Glückwunsch Jürgen! Mit 1.00.30 war das am Rennsamstag Rang 7, am Sonntag mit 1.00.25 ebenfalls dieser Platz drin!

              

                              Rauchmaske für die nachfolgenden Autos Jürgen Krämer

Jörg Davidovic war dann der erste der die Minutenschallmauer durchbrechen konnte, mit 59.00 wurde er am Samstag hervorragender dritter auf dem Stockerl, am Rennsonntag war mit 59.62 Rang 5 machbar, das war die Viezemeisterschaft und das mit langem Seriengetriebe, tolle Leistung!

                     

                                             Jörg Davidovic volles Rohr im bildschönen 1300 TT

Jürgen Lätsch ging mit sattem Ehrgeiz an den Start. Er driftete durch die Kurven wie kein anderer, es sah gewaltig aus, die Uhr blieb bei sagenhaften 58.70 und 59.14 stehen, das war am Samstag und am Sonntag ein klasse vierter Platz in diesem Feld!

Nun zu den drei Strategen die im NSU Rennsport wirklich jeder für sich extrem gut unterwegs sind!! Als erster Helmut Kunz, was dieser Mann mit dem NSU so anstellt erzeugt immer wieder eine Gänsehaut, am Samstag macht er den Sack zu und treibt den orangen Renner auf sensationelle 56.54, das war der verdiente Klassensieg, am Sonntag bleibt der Wecker bei 56.95 stehen, das war Rang 3, Glückwunsch jeder Lauf hatte Gänsehautfeeling!  

          

                 

                                        Extremste Kurvengeschwindigkeiten bei Helmut Kunz!!

Ich dachte mehr geht ja nun wirklich nicht, aber da war ja noch Achim Thomas aus Wiesbaden, der NSU Profi brachte hier den optimal vorbereiteten Einspritzer an die Startlinie! Er fegte extrem über den Parcours und bremste das Geschoss mit vier Scheibenbremsen extrem spät zusammen, ich dachte nur das geht nicht gut doch es ging, Achim blieb auf der Piste und feuerte den infernalischen TT am Sonntag mit 56.17 durch die wohl wackelnde Lichtschranke, das war Rang 2, am Samstag war mit 57.38 ebenfalls der zweite Platz möglich und das mit neu aufgebautem Auto im dritten Rennen, extrem stark, was der Mann hier aufführte, keinen deut schlechter als in den neunziger Jahren, als er gegen Hans Jürgen Zingel antrat, der hier mit 55.mitte den NSU Streckenrekord hält!

                   

                            Bildschönes Auto am Limit Achim Thomas, einfach spitze!

Dann war da ja noch Theo Grewe, der NSU Supercup Gewinner aus dem Jahr 2007, er wollte diesen Titel mit aller Macht verteidigen und ließ extrem fliegen! Was kommt da dachte ich, ein 16 Ventil Polo, nein ein NSU staunte ich mit Motorenpower den ich selten, na eigentlich noch nie erlebt habe, dazu Fahrwerk und Fahrkünste vom feinsten, das ganze endete mit Tränen in den Augen bei sagenhaften 56.15, das waren 2 hundertstel vor Achim Thomas, unglaublich was hier NSU Rennmäßig geboten wurde!

            

      Da geht es mächtig vorwärts, da möcht ich keine Achswelle sein Kraft satt! Theo Grewe

     

Für mich hatte diese Veranstaltung drei Sieger, Helmut Kunz mit unheimlichen Kurvengeschwindigkeiten, Achim Thomas mit extrem später Bremse und pikobello Auto und Theo Grewe mit Motorenpower bis zum geht nicht mehr, die Kombination aus allem hätte wohl auch dem stärksten 16 Ventil Polo gefährlich werden können, die hier gerade mal 1.5 Sekunden schneller waren und das Anno 2008, Wahnsinn!!

Danke für die schönen Bilder an Stefan Chytrek oder: www.kurvensteher.de