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KWR Team rast beim Finale in Unterfranken zum Doppelsieg....

Das 51. Unterfrankener Bergrennen bildet im Jahr 2018 das Finale zur Deutschen Bergmeisterschaft und zum NSU Berg Pokal im KW Berg Cup. Mit knapp 200 Startern sollte es an diesem Wochenende noch einmal richtig spannend hergehen! Mit der neuen Veranstaltergemeinschaft des MSC Erftal rund um Steffen Hofer stand uns ein schönes Rennwochenende ins Haus. Neue Zuschauerplätze als Beispiel und eine sehr zügige Abwicklung sowie angenehmes Rennwetter taten ein Übriges dazu, das Finale spannend und schön werden zu lassen! Im NSU Bergpokal standen 13 Renn NSUs am Start. Steffen Hofmann brachte den 16 Ventil NSU erneut in der Tourenwagenklasse bis 1150 Kubik an den Start, um sich dort noch einmal ordentlich auszutoben, bevor die Winterpause alle Rennfahrer in eine ruhigere Jahreszeit zwingt.

Uwe Schindler treibt seinen blauen Renner zu Klassensieg hier in Unterfranken.....

Das Training zum NSU Bergpokal begann wie immer Samstag früh nach den GLP Klassen. In  drei Trainingsläufen fuhr Michael Carell seinen Davidovic NSU auf eine Zeit von 2:01.563, nun mit Renngetriebe ausgestattet ging dieser TT schon viel schneller vorwärts. Die knackigen Gangabstufungen trieben Michael ein Grinsen in das Gesicht. Für den Renntag hatte Michael sich mittlere 1.50er Zeiten vorgenommen, im Training blieb so Rang 13.
Weiter ging es mit Manfred Steinwand, der knapp 10 Sekunden schneller war. Manfred stellt seinen zugelassenen Traum NSU, der mittlerweile auch von den NSU Treffen her sehr bekannt sein dürfte mit 1.52.458 auf die zwölfte Position.
Schneller konnte das Roman Szott, der es sich nicht nehmen ließ sich ordentlich mit Uwe Schäf zu duellieren! Uwe, der nach Homburg sein zweites Rennen im NSU Bergpokal 2018 bestritt war knapp schneller. Er stellte den bekannten grünen Kultrenner, der auch schon in den Gründerzeiten des NSU Cups Ende der Achtziger Jahre dabei war mit 1.48.264 auf die Zehnte Position. Roman folgte mit 1.48.828 knapp dahinter gelegen auf der 11. Spannung gab es somit im kompletten Feld auf allen Positionen!
Genauso ging es weiter mit Wolfgang Schwalbe und Mike Vogel, die beide 1.43 er Zeiten im
Training mobilisieren konnten. Wolfgang war der knapp schnellere der beiden und raste mit 1.43.379 auf die achte Position. Mike folgte im Davidovic Renner mit 1.43.867 auf der 9. Beide wollten vor heimischem Publikum trumpfen und dieses große Finale sehr gut abschneiden!
Eine Sekunde vor diesen beiden Streithähnen tobte sich Christoph Schwarz aus, der mit 1.42.128 Position 7 bekleidete. Sein zweijähriger Sohn Emil ließ es sich ebenfalls nicht nehmen im Fahrerlager in fast allen NSU Cockpits Platz zu nehmen und schon für später zu üben, der Nachwuchs steckt wohl in den Startlöchern.
Auf einem ungewöhnlichen sechsten Rang fand sich Jörg Davidovic wieder, der nach einer Generalüberholung seines Triebwerks nach Osnabrück keine Zeit mehr fand sein Dauersieger Auto auf dem Prüfstand optimal abzustimmen. Nachdem sowieso fest stand das Steffen Hofmann und er Meister in 2018 nach 9 von 10 gewonnenen Rennen in der laufenden Saison sind sagte Jörg für den Renntag kurzfristig ab, man will ja nicht mutwillig diese edle Technik kaputt machen. Trotzdem wurde in zwei Trainingsläufen noch eine 1.40.233 mobilisiert, obwohl der Renner bei weitem nicht optimal lief.
Die fünfte Position bildete Frank Kleineberg, der fahrerisch wie immer alle Register zog und sehenswert rund am sauberen Limit fahrend unterwegs war! Frank raste in seinem NSU TT auf 1.40.126. Bei Frank wird nicht gepokert oder gelupft im Training, hier wird absolut voll durch gefahren, viel mehr dürfte also nicht drin sein für den Renntag.
 
Uwe Schäf startet in 2018 zum zweiten mal, nach Homburg wird Unterfranken in Angriff genommen....
 
An der Spitze wird es sehr spannend. Einer dieser vier Podestkandidaten nach dem ausscheiden von Jörg Davidovic könnte Andreas Reich sein, der mit seinem Reich Racer im dritten Trainingslauf 1.38.780 mobilisiert. Wie immer ist Andreas hart am Gas unterwegs und setzt genau wie Frank Kleineberg das um was ihm aktuell technisch zur Verfügung steht. Nach diesem wie immer starken Eindruck bekleidet Andreas die vierte Position in diesem doch sehr sehenswertem Feld!
 
Eine weitere Sekunde schneller ging das Geschehen hier in Unterfranken Thomas Krystofiak an, der am ganzen Wochenende voll auf Angriff ging. Sein KWR Renn NSU 1200 war technisch auf einem Top Stand und das wurde  ganz klar in schnelle Zeiten umgesetzt! Thomas feuerte den großen NSU auf seine Trainingsbestzeit von 1.37.900, knapp eine Sekunde hinter dem starken Duo welches aus Uwe Schindler und Karsten Steinert bestand.
 
Uwe Schindler, der es ebenfalls richtig wissen wollte, man kommt hier ja schließlich nicht nur zum Spaß hin und nach Osnabrück wieder zu den Sternen greifen will raste mit dem zweiten KWR NSU TT sogar in eine 1.36er Zeit. Das Auto hing auf den langen Powergeraden heftig am Gas und so war schnell klar diese Zeit muss sehr gut sein, da Uwe im unteren Kurvengeschlängel ebenfalls absolut in seinem Element war! Nach dem schwenken der Zielflagge zu Training 3 zeigte sich 1.36.985 auf der Rennuhr, das war Trainingsrang 2, starker Auftritt der beiden KWR Renner, der Renntag dürfte sehr spannend werden!
Aus dem Ruhrgebiet war allerdings noch ein harter Wiedersacher angereist, der ab und zu in der laufenden Saison einfach auftaucht und grundsätzlich für Furore sorgt. Die Rede ist von Karsten Steinert, der den hochdrehenden Steinert TT immer optimal einsetzt. Mit sehr ausgeklügelter Technik bestückt, als Beispiel Flachschieber Einspritzanlage feuert Karsten einfach drauflos! In nur zwei Trainingsläufen stellt er diese Waffe mit 1.36.728 im Zielbereich ab. Damit liegt er etwa auf gleicher Augenhöhe mit Uwe Schindler, die im zwei Zehntelbereich quasi beide auf der Pole Position stehen. Für den Renntag dürfte es sehr spannend werden und die Saison 2018 muss nach Absage von Jörg Davidovic einen neuen Rennsieger finden!
 
In der Tourenwagenklasse bis 1150 Kubik rast Steffen Hofmann im sequentiell geschalteten NSU 16 V auf eine fünfte Trainings Position in dieser Hubraumklasse! Mit etwa 140 Ps aus 1150 Kubik fährt Steffen ebenfalls maximale Attacke. Seine Zeiten purzeln bis auf 1.37.515 herunter. Damit kann er zwar nicht die schnellsten VW 16v auf dieser Powerstrecke ärgern, die etwa 170 Pferdestärken mobilisieren, doch einen heftigen Eindruck hinterlässt Steffen allemal, eine neuere Ausbaustufe dieses interessanten Triebwerks ist in der Planung ,man darf weiterhin sehr gespannt sein was dieses Projekt angeht!
 
Wolfgang Schwalbe zieht auf seiner Heimstrecke alle Register Rang 5 klasse.....
 
 
Der Renntag begann unschön, Karsten Steinert war auf seinem wohl schnellsten Heat an diesem Wochenende unterwegs, als in der Zielkurve sein NSU TT plötzlich ausbrach und das Heck zu schleudern anfing. Seitlich baute der NSU dann wieder Grip auf und eine Rolle über das Dach ließ sich nicht vermeiden. Ein wohl schleichender Plattfuß könnte die Ursache für diesen unschönen Ausritt gewesen sein. Damit war ein heißer Favorit auf den Gesamtsieg in der Klasse vorzeitig aus dem Rennen gerissen. Karsten war wohl auf und konnte das Rennen unbeschadet verlassen. Das Auto verlangt im Winter nach einem starken Karosseriebauer, es wird aber zu richten sein!
 
Ein wilder Drift zwang Karsten Steinert in diese unschöne Situation in der Zielkurve
 
Michael Carell begann vorsichtig konnte sich aber in Heat2 und  3 seinen Wunsch erfüllen und unter seine magische zwei Minuten Grenze hier am Eichenbühler Berg fahren! Mit 1.58.408 im schnellsten Einzellauf raste Michael auf eine Gesamtzeit von 5.58.573 damit belegte er Rang 11 im NSU Klassenent.
Besser konnte das Manfred Steinwand, der seine Zeit bis auf 1.53.446 in Aufstieg zwei herunterkurbeln konnte. Ein Getriebeschaden Eingangs der Zielkurve verhinderte in Lauf 1 noch schnellere Zeiten und einen besseren Platz im Ranking. Mit 5.44.312 fuhr Manfred auf die zehnte Position.
Hoch motiviert und mit Frontspoiler versehen ging Roman Szott das Renngeschehen auf der 3 Kilometer langen Piste an! Roman leistete sich einen erbitterten Kampf mit Uwe Schäf, dem er die bessere Platzierung nicht freiwillig überlassen wollte. Roman donnerte auf 1.47.681 Laufbestzeit wobei Uwe mit 1.47.193 ordentlich zu kontern wusste und nach seiner langen Rennpause schon wieder heftig im Geschehen mitmischte! In der Gesamtzeit trennten beide Kandidaten dann doch 4 Sekunden, da Uwe konstant in allen Läufen etwas schneller war. Roman bildete mit 5.27.134 die neun, während Uwe mit 5.23.072 die acht für sich  reservieren konnte!
Mit verschlissenen Slicks startete Mike Vogel in den zweiten Lauf dieses Renngeschehens. Mit daraus resultierend verwegenen Driftwinkeln knallte er trotzdem noch eine 1.50 hin, wobei im ersten Aufstieg mit 1.44 die Welt noch in Ordnung war! Nach einem Wechsel auf die Semi Slicks war immerhin im dritten Aufstieg noch eine 1.45.936 drin. Mit einer Gesamtzeit von 5.21.299 und den verschlissenen Reifen konnte Mike dem Duo von Wolfgang Schwalbe und Christoph Schwarz nicht mehr folgen, so blieb an diesem Tag Rang acht über für den sympathischen Odenwälder Jung.
Wolfgang Schwalbe und Christoph Schwarz gingen sehr entschlossen und stark zu Werke, keiner wollte dem anderen einen vorderen Platz überlassen. Im Klartext: Heat 1:43.7 zu 1.44.0 Heat 2: 1.42.4 zu 1.42.7 Heat 3: 1.42.6 zu 1.42.3 bedeutete für Wolfgang nach diesem spannenden Kampf Rang 5 mit 5.08.523 gegenüber Christoph mit 5.09.095 auf der sechsten Position. Das ist Spannung pur, beide Strategen super unterwegs, klasse Duell!
 
Vorstart am Trainingstage die NSU Meute geht gleich auf die schnelle Reise.....
 
Weiter ging es mit Frank Kleineberg auf einer ungefährdeten vierten Position! Das Nordlicht haute drei lupenreine Läufe raus. Alle endeten in der 1.39er Zeit wobei die schnellste mit 1.39.016 erfasst werden konnte. So war doch noch eine 1 Sekunden Steigerung für Frank gegenüber dem Training drin, Gesamtzeit des hitzigen Nordlichtes 4.57.397 starker Auftritt, wie immer, schade das man etwas mehr Leistung beim NSU nicht einfach so kaufen kann, hier würde sie gebraucht zum siegen!
Weiter geht es mit Andreas Reich, der sauber aber wie immer verdammt schnell zu Werke ging! Andreas konnte ganz knapp vor die Zeiten von Frank Kleineberg fahren und diesen so etwa auf 1 Sekunden Abstand im Klassenent halten. Bei Andreas ist das letzte Wort in Sachen Motorenpower auch noch nicht gesprochen, doch der Schwarzwälder setzt vehement das um was ihm an Technik aktuell zur Verfügung steht. Andi rast im zweiten Aufstieg mit 1.38.493 zu seiner Bestzeit. Im Gesamt schlug er mit 4.56.544 auf dem dritten Rang des Podiums ein, herzlichen Glückwunsch!
 
Uwe Schindler gewinnt Mitte vor Thomas Krystofiak Links und Andreas Reich Rechts....
 
Nach dem Abmelden von Jörg Davidovic und dem Ausfall von Karsten Steinert war der Weg zum Sieg für die beiden KWR Piloten Thomas Krystofiak und Uwe Schindler frei! Die beiden hatten einen Top Technikstand zur Verfügung und zogen damit alle Register bei diesem Unterfrankener Bergrennen 2018. Thomas haute drei 1.37 er Zeiten raus und gab Uwe Schindler damit zu verstehen, Du darfst keinen Fehler machen und Du musst mit mir rechnen. Die beiden Freunde gaben sich saures sauber faires auf der Strecke, es war schön den beiden beim Kampf zu zusehen! Beide agierten sauber und nie überzogen aber stets knapp unter dem Limit fahrend! Thomas zog als beste Zeit 1.37.116 aus dem Ärmel während Uwe etwas schneller mit 1.36.550 zu kontern wusste. Während Uwe in Lauf drei etwas auf Sicherheit fuhr schlug Thomas mit der 1.37.116 nochmal richtig nach. Denkbar knapp sollte das Ergebnis dokumentiert werden, Uwe Schindler blieb der Sieg mit 4.50.984 gegenüber Thomas der mit 4.52.417 nie lockerließ und ihm mächtig einheizte. So waren am Saisonende zwei KWR Piloten ganz oben auf dem Podium welches Andreas Reich mit Rang drei ergänzte!
 
Nun werfen wir natürlich noch einen Blick in die 1.15 Liter Hubraumklasse der Spezialtourenwagen in der Steffen Hofmann dem 16 V NSU die Sporen gab! Steffen schaffte es seine Top Zeit vom Vortag noch etwas zu verbessern. In der Früh waren 1.37.087 für den immer gut aufgelegten Burgebracher drin. Damit war er auf Augenhöhe mit einem Polo 16 V und mehreren Polo 8 V unterwegs, nachdem ein Ölleck im Kopfbereich ihn nach dem zweiten Aufstieg sicherheitshalber zum aufgeben zwang! 
Schade ich hätte Steffen gerne im dritten Lauf noch fahren sehen, doch wir werden ihn im Videozusammenschnitt später mit den anderen NSUs im Vergleich noch einmal erleben können. Das war es erstmal von der Rennberichterstattung am Berg, die Saison hat mit dem schönen Bergrennen hier in Unterfranken sein Ende gefunden. Die Meister ,allen vorweg Steffen Hofmann und Jörg Davidovic werden bald auf der Siegerehrung des KW Berg Cups zusehen sein, von der wir natürlich ebenfalls berichten werden..
 
 

 

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