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Hitze und hohe Geschwindigkeit beim Hauenstein Bergrennen in der Rhön...

Am vergangenen Wochenende zog es uns in die bayrische Rhön. Der siebte Lauf zum NSU Bergpokal stand auf dem Programm. Bei hitzigen Temperaturen leicht über 30 Grad sollte die über 4 Kilometer lange Power Rennstrecke in Angriff genommen werden.

Thomas Krystofiak geht die erste Jopp Kurve voll an....

11 NSU hatten sich eingefunden um diese ordentliche Herausforderung anzunehmen. Mit über 170 Startern hatte der MSC Rhön ein eindrucksvolles Starterfeld zu bieten um das 49. Hauenstein Bergrennen zu bestreiten. Der KW Berg Cup stellte mit dem NSU Bergpokal den Großteil dieses Feldes, spannende Kämpfe um die Führung in den verschiedenen Klassen waren so vorprogrammiert.

Erstes Rollout am Berg 2018 sehr erfolgreich Leo Rabus in der oberen Schikane

Los ging es am Samstag mit dem Training. 
Nachdem Manfred Steinwand in Homburg vor drei Wochen einen angehenden Lagerschaden zu verzeichnen hatte nutzte der Winnender die drei Wochen bis Hauenstein um seinen Motor in Eigenarbeit komplett neu aufzubauen. Dieses gelang ihm. Die erfolgreiche Prüfstandsabstimmung bei RPM zwei Tage vor dem Bergrennen hier in Hausen gab ihm dann grünes Licht, dem Start stand nichts mehr im Wege! Mit Roman Szott hatte Manfred vorerst einen würdigen Trainingspartner gefunden. Roman trainierte mit 2.42.466 im zweiten Trainingslauf während Manfred mit 2.41.789 im dritten Aufstieg die schnellere Antwort fand. So waren die Räng 10 und 11 gefunden.
Auf der neunten Position fand sich Leo Rabus wieder, der in 2018 erstmalig seinen Einfalt-TT präsentierte. Das hielt ihn aber nicht davon ab ordentlich Gas zu geben. Mit 2.40 begann Leo in der früh. Mit einer Steigerung auf 2.36.734 im dritten Aufstieg sicherte sich der Schwanstetter diese Platzierung. 
Auf den Positionen 6,7 und 8 tobte ein heißer Kampf um die Bestzeiten. Christoph Schwarz, Mike Vogel und Wolfgang Schwalbe schenkten sich nichts und jeder dieser drei Aspiranten wollte die schnellste Trainingszeit für sich beanspruchen. Dieses gelang im dritten Trainingslauf Christoph Schwarz, der im KWR NSU die beste Zeit dieser drei Kandidaten hinlegte. Mit 2.29.309 raste er auf Position 6. Mike Vogel machte es ihm aber nicht leicht und zog ebenfalls alle Register. Mike konterte mit 2.29.877 auf der siebten Position ganz knapp hinter Christoph. Wolfgang Schwalbe sollte man aber ebenfalls auf der Rechnung haben, er ließ mit 2.30.284 ebenfalls nicht locker und blieb in Schlagdistanz auf der 8. Position am Trainingstage . Hier dürfte für den Renntag einiges zu erwarten sein!
Nicht weniger spannend ging es auf den Positionen 3,4 und 5 umher. Frank Kleineberg, Thomas Krystofiak und Uwe Schindler fuhren allesamt in einer Sekunde! Frank markierte, wie für ihn üblich mit sauberer und runder schneller Fahrt mit 2.23.259 die Bestzeit dieser drei Strategen. Damit war Position 3 bezogen echt stark, weiter ging es mit Thomas Krystofiak der mit 2.23.827 Anschluss hielt und es sich nicht nehmen ließ seinem Freund Frank Kleineberg eng auf die Pelle zu rücken! Noch enger blieb Uwe Schindler an Thomas dran, der mit 2.23.930 im dritten KWR NSU auf Augenhöhe hinter Thomas folgte. In wie weit die drei Cracks ihr Potenzial aufgedeckt haben kann ich nicht sagen, einzig Frank Kleineberg zog meines Erachtens voll durch. Frank landete somit auf der 3, Thomas 4 Uwe Schindler 5 vorerst. Auch hier war Spannung vorprogrammiert.
Uwe Schindler pusht ordentlich am Renntag
 
Vorn tobte ein schnelles Duell zwischen Jörg Höber und Steffen Hofmann in ihren extrem schnellen NSU TT Fahrzeugen. Da der Hauensteiner Berg immer eine Domäne von Steffen Hofmann war dürfte es ganz schwer sein ihn hier zu gefährden. Jörg Höber ist aber ebenfalls kein Unbekannter und hoch motiviert , er versucht im Grewe TT das Marschtempo von Steffen Hofmann im infernalisch hochdrehenden Davidovic TT mitzugehen. In Jörg seiner letzten Auffahrt sieht er auf einmal Streckenposten wegrennen, erst danach realisiert er das der Grewe TT in einer langezogenen Linkskurve auf zwei Räder aufsteigt. Als Jörg vom Gas geht kommt der Renner wieder runter doch das Heck bricht aus. Nach guter Reaktion und Eingriff der neu revidierten Sperre bleibt der NSU auf der Strecke und das Ziel kann mit etwas flauem Gefühl im Magen erreicht werden. Erst daran sieht man wie schnell man hier in den NSU Fahrzeugen unterwegs ist! Steffen von allem unbeeindruckt dreht an der Spitze seine Runden. Im dritten Aufstieg geht er seine Trainingsbestzeit an. Mit 2.16.388 geht er die Pace, doch ausruhen ist nicht angesagt, Jörg Höber folgt mit 2.17.566 auf Rang 2 gelegen mit etwas über einer Sekunde Rückstand auf Position 2!
 
Nachdem man im Fahrerlager bei den schönen Temperaturen den Abend doch recht lange genossen werden konnte ging man Sonntag früh um 8:30 das Renngeschehen in gewohnter Manier an!
 
Mike Vogel rast durch die schnelle Zuschauerkurve danke für die Bilder an Harald Jordan....www.rennfotos.de
 
Nachdem Roman Szott nach Rennlauf 1 ein Problem am Motor festgestellt hatte zwang ihn dieses nach einer Zeit von 2.42.397 zur Aufgabe. Damit verlor Manfred Steinwand seinen ärgsten Widersacher und der Weg war frei Rang 10 einzufahren. Mit 2.39 er Zeiten war Manfred deutlich schneller als im Training unterwegs. In der Gesamtzeit nach drei Rennläufen war 8.01.896 Gesamt für den NSU Spezialisten drin.
Weiter ging es mit Leo Rabus, der sich im Einfalt-TT hervorragend steigerte. Angefangen von 2.33 und damit ganze drei Sekunden schneller als im Training endete die Fahrt mit schnellen 2.29.901 im dritten Rennlauf. Der Schwanstetter, der ebenfalls sehr sauber unterwegs war belegt mit 7.33.937 die neunte Position im Ranking.
Die drei Konkurrenten Christoph Schwarz, Mike Vogel und nicht zuletzt Wolfgang Schwalbe lieferten sich am Renntage ebenfalls spannende Duelle. Nachdem Mike in Heat 1 mit 2.29.349 die schnellste Zeit dieser drei markieren konnte, konterten Wolfgang und Christoph mit sehr schnellen tiefen 2.26 er Zeiten im zweiten Aufstieg! Der dritte Lauf musste nun die endgültige Entscheidung bringen. Christoph und Wolfgang konnten 2.27 er Zeiten fahren, während Mike mit 2.28 dagegenhielt. Im Gesamtklassement wurde somit Position 6 von Wolfgang bekleidet, der mit 7.22.942 das beste Ende für sich hatte. Es folgte Christoph mit 7.24.268 auf Position 7 vor Mike Vogel der mit 7.25.437 wohl das beste aus seinem "Straßen Davidovic TT" herausholte. Eine sehenswerte Show dieser drei Männer!
Genauso weiter ging es mit Thomas Krystofiak und Frank Kleineberg die nichts anbrennen ließen und die NSUs heftig fliegen ließen. Mit 2.23.503 begann Thomas im ersten Aufstieg. Frank konterte gleich mit 2.22.278. Das ließ der routinierte Racer Thomas aber nicht auf sich sitzen. Er kurbelte seinen NSU 1200KWR mit 2.20.886 zur Wochenendbestzeit und ließ damit Frank 2.21.963 mit seiner schnellsten Zeit in Lauf 2 ebenfalls hinter sich! Nachdem Thomas mit Zweiradeinlage in Heat 3 ebenfalls hauchdünn schneller war standen die Platzierungen der beiden Racer fest! Frank landete im TT mit 7.07.541 auf der fünften Position, während Thomas mit 7.07.083 auf der vier einlief, ein klasse Duell!
 
Christoph Schwarz meistert die künstliche Schikane im oberen Streckenteil mit Bravour....
 
Uwe Schindler konnte sich zum Trainingstage wie für ihn üblich deutlich steigern. Uwe knackte die magische 2.20 er Grenze zweimal hier in Hauenstein und gehört damit wohl zu den ganz wenigen NSU Racern die das nach der Verlängerung der Strecke im Jahre 2013 überhaupt geschafft haben. Uwe mobilisiert 2.19.153 im zweiten Aufstieg und sichert sich damit im aktuell schnellsten Renner aus dem KWR Team die dritte Podiumsplatzierung. In der Gesamtzeit zeigt Uwe mit 5.59.956 das man ihn immer auf der Rechnung haben muß, herzlichen Glückwunsch nach Bayern. 
 
Jörg Höber geht ebenfalls volle Pace, er treibt seinen NSU TT mit maximaler Attacke um die Ecken. Auf den Geraden muss er sich leicht hinter Steffen Hofmann anstellen, der im höher drehenden Davidovic NSU gerade hier Vorteile verbuchen kann und an allen Messpunkten die schon deutlich höheren Geschwindigkeiten für sich verbucht. Das hält Jörg natürlich nicht davon ab alles zu geben, mit 2.16.227 Laufbestzeit treibt er seinen NSU im Gesamt zu 6.51.460 und belegt die zweite Position. Mit Andreas Reich fehlt hier natürlich ein Starter der ebenfalls ganz vorne hereinfahren kann, er wird am kommenden Wochenende in Osnabrück beim Bergrennen in der Borgloher Schweiz sein Unwesen in der NSU Klasse treiben! 
 
Sieg für Steffen Hofmann im Savidovic NSU TT hier bei Rennlauf 3 Zufahrt Jopp Kurve
 
Bleibt einzig und allein Steffen Hofmann über, der hier am Hauensteiner Bergrennen doch recht deutlich die Pace gehen kann. Mit 2.13.255 fährt er bis auf ein paar Zehntel an den bestehenden NSU Streckenrekord heran, den er im Jahr 2016 mit 2.12.899 selber markiert hat. Der hochdrehende Davidovic TT ist schon eine Macht und scheint in diesem Jahr unbezwingbar zu sein! Während Jörg Davidovic im wohlverdienten Urlaub verweilte trieb Steffen sein Auto hier mit allem Einsatz zum Sieg. Mit 6.42.348 in der Gesamtzeit steigt Steffen Hofmann ganz oben auf das Podium, die Glückwünsche gehen damit natürlich auch an den Burgebracher, dessen ganze Familie hier versammelt war und ordentlich mitfeiern konnte.
 
Schon am nächsten Wochenende geht es mit 13 NSU Fahrzeugen zum Bergrennen nach Osnabrück und somit zum vorletzten Lauf zum NSU Bergpokal der Saison 2018!

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