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Jörg Davidovic rast in der Eifel zum neuen NSU Streckenrekord, Frank Genbrock sensationell stark...

Am Pfingstwochenende stand traditionell das Wolsfelder Bergrennen in der Eifel Nähe Bitburg auf dem Programm. Hier gab es die 56. Ausgabe dieses Rennklassikers. Mit 180 Nennungen gab es einiges an Rennfahrzeugen zu sehen. Der Berg Cup erstürmte das Kurvenlabyrinth genau wie die Fahrzeuge aus der Luxemburger Bergmeisterschaft. Mit dem KW Berg Cup ist natürlich auch der NSU Bergpokal mit von der Partie hier in der Eifel.

Durchbruch in der Eifel, Frank Genbrock stürmt im Höber NSU auf Super Zeiten

Der dritte Wertungslauf der NSU Fahrzeuge stand auf dem Programm. Der kurvenreiche Parcours war wie geschaffen für diese Heckmotor Fahrzeuge, die ihre Traktion dank Heckmotors hier optimal einsetzen können!

Los ging es am Pfingstsonntag mit zwei Trainingsläufen. 

Am Nachmittag überraschte uns ab 16 Uhr andauernder Starkregen, dieses Zwang den Veranstalter zu einem Trainingsabbruch. Eine gute  Entscheidung wie ich fand, denn der Tag war schon sehr weit fortgeschritten und es war mittlerweile schon recht spät geworden!

Nun schauen wir zu den neun NSU Fahrzeugen herüber und dazu wie sie sich im Training geschlagen haben! Unterstützt wird der NSU Bergpokal von der NSU Prinz IG als Sponsor, eine sehr schöne Kombination wie wir alle finden!

Nun geht es los mit Michael Carell,  der seinen Davidovic TT dem Gipfel entgegen treibt. Das bildschöne aber aktuell noch mit Seriengetriebe ausgestattete Fahrzeug rast mit Michael Carell auf zwei 1.32 er Zeiten, wobei die bessere schon in Lauf 1 mit 1.32.311 endete, das bedeutet Rang 9 für den Ostwestfalen.

Weiter geht es mit Roman Szott, der hier durch seine Familie verstärkt heftiger Gas gibt. Roman steuert mit seinem neu renovierten NSU TT auf 1.24.616 im zweiten Trainingslauf. Damit war für Roman die achte Position sicher am Trainingstage.

Ganze vier Sekunden konnte Mike Vogel diese Zeit unterbieten. Der Odenwälder treibt seinen Renner wie immer sehr gekonnt den Berg hinauf. Der viel zu schwere Davidovic Renner mit Strassenzulassung endet mit 1.20.593 in Training 2 auf der siebten Position!

Eine Sekunde davor platziert sich Christoph Schwarz im ersten der drei KWR NSU. Christoph, der erst kurz vor dem Rennen hier in Wolsfeld mit seinem Motor( undichter Ansaugtrakt) mit der Reparatur fertig geworden war schlug sich auf die sechste Position durch. Christoph mobilisierte in diesem Traum TT 1.19.343 im zweiten Trainingslauf!

Knapp eine weitere Sekunde davor der nächste NSU TT KWR mit Uwe Schindler am Steuer. Uwe absolvierte das enge Labyrinth hier schnell und sicher in den beiden Trainingsläufen. Für den Mann aus der Nähe von Hof dürfte hier am Rennmontag noch wesentlich mehr gehen, denn Uwe mag diese engen Slalom ähnlichen Strecken und er ist stets für Überraschungen gut. Mit 1.18.543 stellte Uwe seinen Renner auf die 5 Position. 

Auf Position vier unser mit Spannung erwarteter Neuzugang. Nach Eschdorf sitzt Frank Genbrock hier das zweite mal in dem Höber NSU am Lenkrad und versucht möglichst viele Punkte für das Team einzufahren. Am Höber/Grewe TT wurde eine nicht optimal eingreifende Stiftsperre diagnostiziert, die wohl nach diesem Bergrennen in die Überholung gehen sollte. Frank Genbrock mobilisiert 1.17.038 und ist damit in den selben Zeitregionen wie Thomas Krystofiak und Andreas Reich, die ein paar Zehntel schneller waren. Nicht ganz zufrieden aber hoch motiviert für den Renntag stellt Frank Genbrock dieses Fahrzeug auf Position 4 ab.

Thomas Krystofiak im letzten Rennlauf am Pfingstmontag mit 1.15 zeigt er hier seine Wochenendbestzeit

Thomas Krystofiak steuert seinen NSU 1200c auf die dritte Position. Der Niedersachse bewältigt den Parcours schnell und sauber, überzogene Fahrmanöver gehören der Vergangenheit an, das Fahrwerk scheint sehr guten Grip aufzubauen und lässt eine runde Fahrt zu. Thomas mobilisiert 1.16.966 und platziert sich damit ein paar Tausendstel Sekunden vor Frank Genbrock.

 

Weitere zwei Zehntel davor Andreas Reich, der daheim immer noch nach der verlorenen Leistung seines Triebwerks sucht. Nach Eschdorf hat er das Aggregat komplett zerlegt, neu gelagert und die Köpfe neu abgedichtet. Nach dieser Tortour war mit ach und Krach nur noch ein Prüfstandslauf möglich, der aber bei weitem noch nicht die Top Leistungsdaten dieses Motors zigte. So zog Andreas  nach Wolsfeld und ließ es hier wie für ihn üblich heftig krachen. Im Training zwei zeigte Andreas mit 1.16.701 das er auch mit den nicht ganz optimalen Gegebenheiten der Technik sehr gut klar kommt , Position 2 war angesagt für den Schwarzwälder!

Auf der eins ganz klar Jörg Davidovic in seinem bekannt schnellen Davidovic NSU TT, ,den er sich in 2018 ebenfalls mit dem Burgebracher Steffen Hofmann teilt! Dieses Team ist das was es aktuell zu schlagen gilt. Jörg mobilisiert 1.14.241 und trainiert damit etwa 0.7 Sekunden über dem aktuell bestehenden NSU Streckenrekord, der hier ebenfalls von diesem Team aufgestellt wurde. Jörg hält damit recht deutlich die Trainingspole. Die Fahrt war wie für Jörg üblich sehr schnell und rund, aber nie überzogen, sehr schön!

Am Trainigsabend regnete es sich heftig aus, so das recht früh die Quartiere bezogen werden konnten. Erst gegen vier Uhr in früh endete der Regen und nun die gute Nachricht, die Strecke hatte damit genug Zeit für den Rennsonntag abzutrocknen! Als um 10

Neuer Streckenrekord für NSU Fahrzeuge, Jörg Davidovic schiebt die Rekordzeit von 1.13.500 aus dem Jahr 2009 auf 1.12.676 in 2018

 

Uhr erstmalig die NSUs zu ihren ersten der drei Wertungsläufe antraten war der Parcours komplett abgetrocknet!

Hochmotiviert ging Michael Carell ans Werk in seinem NSU TT. Mir viel sofort auf das er deutlich schneller zu Werke ging wie am Trainingstage. Michael mobilisierte immer noch ohne Renngetriebe ausgestattet eine Steigerung von etwa 5 Sekunden. Michaels schnellste Zeit endete mit 1.27.611 in der dritten Auffahrt. Damit war er schon wesentlich näher an Roman Stott herangerückt, der sich aber seinerseits auf 1.23.360 steigern konnte und sich natürlich dem Michael erwehrte! Für Roman blieb die achte Position mit einer Gesamtzeit von 4.12.161, auf der neun ein nun zufriedener Michael Carell mit 4.24.485!

Auf der siebten Position tobte sich Mike Vogel aus, er hatte nach vorn und hinten Platz und sicherte sich mit Zeiten um 1.20 ganz klar diese Position! Die Autos vor ihm waren deutlich leichter und leistungsstärker, da gab es kein herankommen, auch wenn Mike immer das optimale herausholt! Mike sichert 4.02.691  im Gesamt diese Position.

Christoph Schwarz geht dieses Geschehen hier am Wolsfelder Berg am Rennmontag ebenfalls energischer an. Christoph treibt seinen KWR Renner zu 1.18.176 eigener Bestzeit. Er bewegt seinen TT ebenfalls rund und sehr knackig, immer schön anzuschauen. In der Gesamtzeit waren 3.57.424 drin, Rang sechs für den sympathischen Familienvater aus der Nähe von Kaiserslautern!

Nun kommen wir zu Thomas Krystofiak der im dritten Rennlauf klar seinen Durchbruch findet. Thomas startet in der Früh mit 1.18, mobilisiert in Heat 2 1.17 und zieht im dritten Wertungslauf alle Register in seinem NSU 1200c. Mit 1.15.877 zeigt Thomas dort seine klare Wochenendbestzeit, die dann am Abend für Zufriedenheit sorgt! Mit 3.51.376 stellt Thomas Krystofiak den großen NSU auf der fünften Position ab.

Andreas Reich versucht natürlich sein Leistungsmanko von etwa 15 PS zu überbrücken und schnelle Zeiten zu fahren. Doch wenn man weiß das man unter optimaleren Umständen wesentlich stärker und schneller unterwegs sein könnte kann man natürlich nicht ganz zufrieden sein. Trotz alle dem fährt Andreas natürlich Maximale Attacke im Reich Racer und sichert sich mit 1.15 er Zeiten, die schnellste 1.15.539 in Lauf 3 die vierte Position. Mit einer Gesamtzeit von 3.49.766 endet der Auftritt von Andreas Reich. Ich hoffe das er auf bevorstehenden Prüfstandsläufen seine optimale Leistung wiederfindet und somit wieder ganz vorn in das Geschehen eingreifen kann! Ein starker Neueinsteiger, so beschreibt Uli Kohl unser Streckensprecher wohl sehr richtig diese Situation!

Uwe Schindler sein Renntag begann mit einem Paukenschlag. Er rast schon in der Früh im ersten Lauf zu einer Zeit von 1.14.942. Damit befindet er sich in der selben Sekunde wie Jörg Davidovic und Frank Genbrock. Na wenn das kein optimaler Start in den Tag ist. Dieser Lauf blieb der stärkste, mit 1.15 und 1.16 folgten Zeiten für Lauf 2 und 3, in der Gesamtwertung endete dieser starke Auftritt von Uwe Schindler verdient auf dem Podium. Die Gesamtzeit von 3.46.421 reichte locker für den dritten Gesamtrang, absolut verdient!

Michael Carell in der Zweitletzten Spitzkehre, er macht am Renntag ganze 5 Sekunden zum Training gut

Nun kommen wir zu Frank Genbrock, der am Renntag im Grewe NSU mal so richtig krachen lässt. Im ersten Heat in der Früh rast Frank Genbrock mit 1.14.003 zur NSU Wochenendbestzeit! Im zweiten Aufstieg macht der Mann aus dem Ruhrgebiet im Leihwagen von Jörg Höber für sich 1.13.956 klar. Damit rast er in eine Sekunde, die hier nur ganz wenige NSU Racer jemals erzielt haben. Eine Sensation wie ich finde nach etwa 10 Rennkilometern in diesem Fahrzeug! Aber damit nicht genug, Frank Genbrock hat ja noch einen weiteren dritten Lauf. Frank wirft den optimal austracktierten NSU TT regelrecht in die Ecken hinein und beschleunigt sagenhaft heraus, wie in einem Fluss so schaut das aus! Der Lohn kommt dann auch im Ziel, die Rennuhr blieb bei 1.13.794 stehen, absolut stark! Das ist der Durchbruch, Frank hat sich auf diesen NSU eingeschossen und zeigt mit 3.51.753 in der Gesamtzeit das er auch dieses Auto optimal bewegen kann!

 

Da bleibt uns ja noch der Jörg Davidovic den es freut wenn die Konkurrenz seine Zeiten mitgehen kann. Er scheut nicht die Konkurrenz ,nein ganz im Gegenteil ,er freut sich wenn es vorn an der Spitze dramatisch eng zu geht! Im ersten Lauf überraschte Frank Genbrock alle mit der Laufbestzeit von 1.14.003, Jörg Davidovic folgte mit 1.14.458 und wir erinnern uns Uwe Schindler mit 1.14.942 im KWR Renner. Dadurch absolut hochmotiviert ging Jörg Davidovic das Geschehen in Lauf 2 an. Der Mann aus dem Odenwald zog fahrerisch alle Register und er setzte die Power seines NSU optimal in Vortrieb um. Der zweite Aufstieg endete mit neuem absolutem NSU Streckenrekord und 1.13.185. Dieser Lauf muss wohl optimal gewesen sein so erklärte ich mir dieses Geschehen! Nein war er nicht, es ging noch optimaler, mit 1.12.676 zeigte Jörg eine weitere Sensationszeit im dritten Aufstieg und ich prognostiziere, die hat erstmal über Jahre Bestand! Absoluter NSU Rekord! Mit dieser optimalen Umsetzung des zur Verfügung stehenden Paketes endet das Wochenende für Jörg ganz oben auf dem Podium! Herzlichen Glückwunsch natürlich auch an Frank Genbrock und Uwe Schindler, die Jörg regelrecht zu diesen Zeiten getrieben haben, ein klasse Wochenende!

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