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Bergrennen Unterfranken 2014

              

Der vorletzte Lauf zum NSU Bergpokal stand im unterfränkischen Eichenbühl auf dem Programm. Neun NSU hatten genannt und acht säumten die Startlinie um den 3050
Meter langen Kurs unter die Räder zu nehmen. Einige Tage Regen in der Woche vor dem Rennen ließen auf ein durchwachsenes Wochenende schließen, doch die Starter hatten Glück, das Wochenende blieb trocken bei idealen Temperaturen um die 20 Grad. Super Bedingungen für das 215 Starter große Fahrerfeld!

                            

Schönes Lichtspiel am Abend mit Silvia Ebenhöhs Polo 1

Am Trainingssamstag gab es zwei Trainingsläufe, am Rennsonntag drei Rennläufe. Das große Feld der Wagen wurde gekonnt vom Würzburger German-American Motorsportclub mit der Crew rund um Peter Thumbeck durch das spannende Wochenende gebracht!

Los ging es dann mit den NSUs erstmals um 10 Uhr am Samstagmorgen zum Training.

Bernhard Neuner, der leider mit Migräne zu kämpfen hatte nahm nur einen Trainingslauf unter die breiten Slicks seines NSU TT, dieser sollte reichen um am Renntag zu der Veranstaltung zugelassen zu werden. Bernhard schonte sich so für den Renntag ,an dem er es dann richtig krachen lassen wollte, dazu später mehr. Bernhard trainierte mit 2.01.565 bei sehr glatten Verhältnissen am morgen zu Rang 8 im NSU Feld.

      Roman Szott geht ab Training 1 voll zum Angriff über

Roman Szott fuhr wie entfesselt im ersten Trainingslauf. Axel Weichert und ich schauten uns an, wir waren begeistert von diesem starken Auftritt bei diesen nicht ganz einfachen Verhältnissen. Roman Szott brachte den Einspritzer in Trainingslauf 1 auf einen für mich sensationellen vierten Trainingsrang. Roman war im unteren Geschlängel wahnsinnig schnell unterwegs. Nach den zwei gefahrenen Läufen fand sich Roman auf Position sieben wieder in diesem Feld. Die Bestzeit zeigte sich mit 1.50.340 im zweiten Lauf, bei dem die Strecke Grip aufgebaut hatte und sehr gute Voraussetzungen bot.
Damit trainierte Roman auf dem selben Level wie Wolfgang Schwalbe, der seinen Renner vernünftig dem Gipfel entgegenbrachte. Nach dem Ausritt vom Hauenstein in den Graben mussten Spur und Sturz neu justiert werden. Dieses war der erste Testlauf, den Wolfgang und der TT zur vollsten Zufriedenheit bestehen konnten. 1.49.786 lautete die Bestzeit von Wolfgang Schwalbe, Rang 6. 

Bildschönes neues Auto, Andreas Kokor im Escort MK1 16 V

Deutlich weiter nach vorn in der Zeit stürmte Walter Voigt im bildschönen Spiess NSU TT. Das liebevoll aufgebaute Auto wurde ordentlich und mit sehr gutem Speed dem Ziel entgegen gescheucht. Da Walter nur einen Trainingslauf absolvieren konnte war diese Einzelzeit von 1.45.108 sehr gut. Damit stellte er den Renner auf der fünften Position ab, für den Renntag sollte noch etwas mehr drin sein, dazu kenne ich den Konzer NSU Haudegen zu gut. Ein Wochenende zuvor nahm Walter beim Hamburger Stadtpark Revival teil und präsentierte mit Pit Schabacker den 30000 versammelten Zuschauern die schnellen NSU Fahrzeuge und somit den NSU Bergpokal. Eine schöne Geschichte!

    Hat wohl die meisten Rennkilometer im TT bestritten 

    Karl Heinz Meurer


Nun weiter zum heutigen Trainingsgeschehen in Eichenbühl. Nach Urlaub ist Karl Heinz Meurer wieder mit am Start und lässt es wie immer deutlich krachen mit seinem NSU TT. Der sehr NSU erfahrene Mann, der seit Jahrzehnten etliche Rennen auf NSU und Simca bestreitet rast mit gekonntem Fahrstil und ordentlichem Speed zu einer 1.43.129, damit bringt er sein Auto auf einen sicheren und verdienten vierten Trainingsplatz am
Samstag. Ein vierter Rang würden wichtige Punkte in der Meisterschaft bedeuten, na warten wir mal den Rennsonntag a

   Starkes Wochenende für Bernhard Neuner, hier kurz vor der

   Zielgeraden

Auf den vorderen drei Plätzen tummeln sich die üblichen verdächtigen!

Der dritte dieses schnellen Trios ist Jörg Davidovic, der im zweiten Trainingslauf aber gewaltig auf die Tube seines schön ausgetüftelten Davidovic Renners drückt! Jörg brennt in gewohnter bekannter sauberer Manier auf eine Zeit unter 1.40, welches in Unterfranken Eichenbühl auf ganz schnelle NSU TT Fahrzeuge hinweist! Die Bestzeit von 1.39.510 spiegelt diese Super Leistung wieder. Am Renntag sollte noch etwas mehr gehen, so die Äußerung des sympathischen Mannes, der hier in Unterfranken seinen Heim Grand Prix unter die Slicks nimmt! Der Odenwald, der viele schnelle Rennfahrer beheimatet liegt in unmittelbarer Nähe zu dieser Strecke!

      1200 C schnell unterwegs, dann beobachtet Thomas Krystofiak

Der Norden Deutschlands birgt aber auch viele schnelle NSU Fahrer, die es verstehen gerade die großen Limousinen in Form des NSU 1200c an die Spitze des Feldes zu treiben! Thomas Krystofiak, der es sichtlich genießt sein Rennauto am absoluten Limit zu bewegen und dabei ganz locker und lässig bleibt händelt dieses so gut wie kein anderer mit so einem Fahrzeug. Mal eben mit 100 km/h unter glatten Streckenverhältnissen im Drift durch die berüchtigte Klinge, das ist doch für Herrn Krystofiak kein Problem. So steuert man einen NSU 1200c, die Zeit im zweiten Lauf weißt auf diese starke Fahrzeugbeherrschung hin. Mit 1.38.874 stellt Thomas seinen Renner auf Position 2 hier in Eichenbühl!

        Sympathischer Mann Alex Follmann im 1000er NSU 

Rang 1 geht an den Bamberger NSU Freund Steffen Hofmann, der so wie es mir scheint mit dem TT verwachsen ist und eine Einheit bildet! Fehlerfrei und sauschnell unterwegs zeigt er der Konkurrenz oft wie hoch die Messlatte im NSU Fahrzeug gelegt werden kann. Dabei fällt mir auf das er locker die Zeiten aktuellerer Fahrzeuge mitgehen kann aus dem Feld anderer Klassen und diese mit weniger Motorleistung meist um Sekunden überragt! Steffen Hofmann stellt hier den Renner mit 1.37.631 auf die Pole Position und setzt somit für den Renntag auf Sieg!

Die Abende waren recht kühl aber im warmen "NSU Festzelt" von Walter Voigt sehr angenehm in schöner Atmosphäre zu verbringen. Mit Livemusik von Lea Davidovic, Jörgs Tochter wurde das ganze sehr schön begleitet, bis es die NSU Crew dann in die Betten trug, denn am Renntag sollte um Punkte und Pokale im NSU Bergpokal gekämpft werden, der bei allen Läufen zur deutschen Bergmeisterschaft ausgetragen wird!

 Bei Walter Voigt heißt es Frohsinn und Gemütlichkeit, danke für das warme Zelt! Es war sehr schön!

Nun wechseln wir zum Renntag und beginnen mit Roman Szott der heftig Gas gab um die erstarkte Konkurrenz in Schach zu halten. Das gestaltete sich hier in Eichenbühl recht schwierig, denn diese gab auch ordentlich Gas! Roman hielt aber dagegen und fand seine Bestzeit bei 1.49.321 über den ganzen Tag fuhr er identisch schnelle Zeiten. Die Gesamtzeit bildete sich mit 5.30.730. 

 Heim Grand Prix für Wolfgang Schwalbe, er hat 30 KM bis zur Rennpiste hier in Unterfranken

Als regelrechte Kämpfer stellten sich Wolfgang Schwalbe und Bernhard Neuner in das Rampenlicht um die Positionen sechs und sieben. Am morgen legte sich Wolfgang herbe ins Zeug und fuhr klare Bestzeit. Über den Tag steigerte sich Bernhard Neuner aber mit den Läufen. In Lauf 2 saß er Wolfgang mit 1/100 Sekunde Differenz im Nacken, Wahnsinn über 3050 Meter! Im dritten Lauf konnte Bernhard sogar die Bestzeit beider präsentieren mit 1.47.929 ,das war Spitze würde Hans Rosenthal in Dalli Dalli sagen wenn er noch könnte.

Wolfgang Schwalbe der beherzt hingelangt hatte in der früh behielt  so die Oberhand! Mit 1.48.449 fand er seine Schnellste Einzelzeit. Im Gesamt Bernhard 5.28.617 und Wolfgang 5.26.414! Rang 7 und 6.

Walter Voigt prescht den TT durch die Honda Kurve, dem Ziel entgegen.......

Ein genauso schönes Duell zeigte sich in den nächsten Positionen. Auf Rang 4 und 5 stritten Walter Voigt und Karl Heinz Meurer um Zeiten und Punkte! Walter Voigt nahm die Manieren eines Steffen Hofmann an und präsentierte sich am Morgen extrem stark in Lauf 1, dort behielt er die Oberhand über einen ebenfalls  furios fahrendenden Karl Heinz Meurer, der Lauf 2 und 3 in der Zeitenwertung an sich riss! Beide waren mehr als sehenswert unterwegs auf dieser doch sehr anspruchsvollen schnellen Piste! Walter fuhr Bestzeit mit 1.42.580 im NSU Spiess in Rennlauf 1, Karl Heinz stattdessen in Rennlauf 3 mit 1.42.332. Ein schönes Duell ging so etwa um 16 Uhr zuende. Walter Voigt fuhr Rang 5 ein mit 5.08.879 und Karl Heinz Meurer Rang 4 mit 5.07.571 Gesamtzeit! Über die ganze Saison erfreuen uns diese beiden Kämpfer  mit spannenden und knappen Rennresultaten!

  Immer im knappen Windschatten zu Steffen Hofmann, Jörg Davidovic fährt meist in die gleiche Sekunde, klasse!!

Nun kommen wir zum Dreigestirn welches sich hier an der Spitze des NSU Bergpokals in Eichenbühl bildete! Alle drei waren ganz klar auf vollem Level unterwegs und zeigen jeder für sich wie man mit NSU Autos durch Kurvenlabyrinthe fährt. Jeder der drei fuhr nach meiner Erinnerung eigene NSU Bestzeiten auf diesem Parcours, das zeigt wie sehr in die Pedale getreten wurde! Den Anfang machte mit Laufbestzeit in 2 Thomas Krystofiak, der den 1200c auf 1.37.718 herunterfuhr. Die Gesamtzeit des Mannes im fliegenden 1200c zeigte mit 4.55.385 eine enorme Performance, Thomas fuhr sich in die Herzen der NSU Fans , die an der Piste zu genüge versammelt waren, Rang drei geht nach Norddeutschland!

Jemand auf dem Podest sollte natürlich aus dem Odenwald stammen und dem heimischen Publikum Stärke präsentieren! Jörg Davidovic tat genau dieses und raste zum eigenen Streckenrekord mit Wahnsinnszeit 1.36.651 in Rennlauf 3. Diese Zeit hätte über Jahre locker zum Sieg gereicht, eine fantastische Vorstellung von Jörg Davidovic! Im Gesamt derer drei Läufe wurde 4.52.644 eingefahren. Mehrere Odenwälder Fans waren bei dieser schönen Vorstellung dabei und konnten Jörg gratulieren, starker zweiter Rang!

   Starker Auftritt Steffen Hofmann Full Action!!!

Auf Rang 1 fand sich der Michael Schumacher des NSU Bergpokals wieder, so äußerte sich der Streckensprecher beim Auftritt des Bambergers Steffen Hofmann. Dieser hat sein Auto über die Jahre mit kleinen aber feinen Dingen so verfeinert, das diese urgewaltige Zeiten im TT gefahren werden konnten! Steffen Hofmann bricht schon in Lauf 1 am Morgen bei kühlster Luft alle Rekorde und lässt seine Granate auf 1.35.192 fliegen. NSU Streckenrekord!!! Das ist eine Zeit, die auch zu frühen Zeiten niemals eingefahren wurde! Steffen Hofmann schreibt ein weiteres Mal NSU Zeitgeschichte. Eine grandiose Leistung des Freundes aus Burgebrach. 4.47.714 lautet die Gesamtzeit dieses Talents. Sieg in Unterfranken, damit ist ihm der Titel NSU Bergpokalmeister 2014 nicht mehr zu nehmen, herzlichen Glückwunsch!



In knapp drei Wochen treffen wir uns zum großen Rennfinale in Mickhausen, wo viele ausländische Teilnehmer aus allen Kategorien ein Wahnsinns Starterfeld erwarten lassen. Wir freuen uns auf den letzten Auftritt Nähe Augsburg 2014 und fiebern dem entgegen!

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