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Zu Gast beim MSC Sophienthal, Autoslalom par Excellence 17 NSU am Start

MSC Sophienthal das bedeutet nicht einfach Autoslalom, nein das ist ein Motorsportverein der größtenteils aus NSU Fahrern entstanden ist, die zur damaligen Zeit nach dem Auslauf der Homologation des NSU TT diese Fahrzeuge in Rennslaloms bewegt und weiterentwickelt haben.

Die NSU Meute, beim MSC Sophienthal wird das Fabrikat NSU gelebt

Hier das Video zum Bericht, es zeigt die NSU Klassen mit der Konkurrenz viel Spaß !!!

 

Etliche Gesamtsiege beim Slalom und Klassensiege am Berg gehen an diesen Verein. Namen wie Heinz Sprotte, Helmut Kunz, Uwe Schindler, Richard Bäumler, Clemes König und Anton König um nur einige zu nennen zeugen aus dieser Epoche. Dieser Bericht ist aber einem ganz bestimmten Mann gewidmet und das ist Friso Wesely, der in der NSU Welt genauso mit Leib und Seele dabei ist wie ich. Wir begleiten Friso auf seinem Flugplatzslalom des MSC Sophienthal ,er hat diesen Slalom zu dem gemacht was er heute ist!

Schauen wir uns erst die schönste  Klasse an diesem Tage an, mit 23 Startern war die Hubraumklasse bis 1.3 Liter der verbesserten Tourenwagen am besten besetzt und dementsprechend spannend sollte es auch zu Werke gehen! 14 NSU traten gegen 8 VW Polo/Audi 50 und einen Kadett C an.

Auf Platz 22 tummelte sich einer der bestens vorbereiteten NSU TT überhaupt.die Rede ist von Dieter Gerber, der extra aus dem Schwarzwald angereist war, um diesem NSU Event beizuwohnen. Nach sehr gutem Trainingslauf und einer Zeit die für die top 5 gereicht hätte fielen im ersten Wertungslauf 4 Pylonen, die mit 20 Strafsekunden behaftet waren. Damit war nach schneller Fahrt die Zeit dahin. Ich setzte alles auf Dieter und den zweiten Rennlauf. Nach starkem Beginn brach im unteren Streckenteil ein Teil am Gasgestänge für die Kugelfischer Einsprizung und somit blieb nur die Laufzeit 1 und die 22 Position. Wie das am Ende in dieser Klasse ausgegangen wenn es heile geblieben wäre blieb leider offen schade!
Auf Rang 20 finden wir Bernhard Neuner, der nach spektakulärem ersten Lauf mit langen Drifts eine Zeitstrafe von 20 Sekunden kassierte und Pylonen abräumte. Um sauber in Wertung zu kommen fuhr er einen akkuraten zweiten Lauf mit einer Zeit von 95.76 Sekunden. Da hier der schnellste Einzellauf zählt erhielt Bernhard die Wertung für diesen zweiten Lauf.

Christian Zollner zählt zu den ganz schnellen, der SFK Hansenried stellt einige schnelle NSU TT


Sauber und rund war Jutta Neuner unterwegs, im Familienduell konnte sie Bernhard haarscharf auf Abstand halten. Mit 95.30 fuhr sie auf die 19. Sie brachte es fertig auf diesem sehr anspruchsvollen Kurs Pylonenfrei zu bleiben.
Weiter nach vorn geht es mit Rainer Lottes im bildschönen targaorangen NSU TT. Er bleibt nach sauberer Fahrt ebenfalls ohne Strafsekunden und rast nach 92.69 in Lauf 1 im zweiten Lauf mit 90.64 auf seine Bestzeit. Position 18 war in dieser großen Klasse für ihn drin!
Jetzt wird es richtig schnell und wir springen in das Mittelfeld mit Andreas Reich, der die weite Anreise von 400 Kilometern ebenfalls nicht scheute um sich hier unter seinesgleichen zu präsentieren. Andreas, der seinen NSU TT Reich erst vor ein paar Tagen mit elektronischer Einspritzung versehen hatte nahm diesen Autoslalom für reine Testzwecke. Der Test konnte sich durchaus sehen lassen, auf diesem für ihn unbekannten Terrain raste er mit 82.44 In Lauf 2 auf die 13. Position!
Auf die Elf trieb es Jörg Davidovic, der es sich ebenfalls nicht nehmen ließ mit seinem Bergrenn-TT diesem großen NSU Fahrerfeld beizuwohnen und mächtig Gas zu geben. Jörg trieb den infernalischen Renner zu 81.83 in Lauf 1. Rennlauf 2 wäre schneller gewesen doch 5 Strafsekunden beendeten eine noch schnellere Zeit.
Auf der 10 ging es weiter mit Thomas Krystofiak der die weiteste Anreise nicht scheute, um ein anständiges NSU Starterfeld zu fördern. Einmalig schön war es, da er die große Limousine, den NSU 1200c sehr schnell über den kniffeligen Parcours zirkelte. Einen großen NSU so schnell, das kannte man hier in Bayern noch nicht. Die zahlreichen Fans und Vereinsmitglieder des MSC Sophienthal ,die fast alle samt NSU TT bewegen oder bewegten zeigten sich begeistert. Thomas Schloss die Klasse ohne Strafsekunden ab und zeigte mit 81.67 seine schnellste Zeit knapp vor Jörg Davididovic.
Vom Marian Elfinger war ich sehr begeistert, er zirkelte seinen knallgrünen TT sehr schnell und gekonnt sehenswert durch das schwierige nicht unbedingt flüssig aber sehr anspruchsvoll gesteckte Kurvenlabyrinth. Das ganze Geschehen blieb Pylonenfrei und somit ohne Zeitstrafe! Der Mann vom SFG Rauhe Alb stempelt 77.49 in den Asphalt, eine Zeit die bis auf 2 Sekunden an die schnellsten NAVC NSU Slalomcracks heranreicht. Für mich ein Klasse Erfolg Rang neun für diesen Mann mit 77.49.

Till Fischer im Neuner NSU, der Grenzbereich wird ausgelotet......weitere Bilder folgen, diese sind nur Snapshots aus dem Film...


In dieser schnellen Slalomszene mittlerweile bekannt ist Jörg Höber, der wenn er neben seiner Familie und dem Job mal Zeit findet dieses Geschehen gern in Angriff nimmt, um sich mit den schnellsten Cracks dieser Szene zu messen. Hier treibt er seinen bekannten Renner zu 77.16 in Lauf 1, sauber, rund wie für Jörg üblich dazu natürlich sehr schnell. In Lauf 2 packt er noch ordentlich Speed drauf und fährt eine 76ziger Zeit. 2 Pylonen sorgen aber für eine Zeitstrafe und so bleibt Postion 8 für Jörg Höber in diesem sehr sehenswerten Feld!
Auf der sieben tummelte sich Steffen Hofmann, der im Davidovic NSU unterwegs war. Ursprünglich sollte sein NSU 16V eingesetzt werden, doch dieser blieb in der heimischen Garage und sollte für das große Bergrennfinale am 1/2 Oktober in Mickhausen geschont werden, durchaus verständlich. Steffen der Jörgs Auto natürlich kennt und ebenfalls bestens beherrscht stürmt auf eine 76.46. Damit ist er fünft schnellster NSU und findet Anschluss an die schnellsten Starter in dieser Motorsportart, knapp über eine Sekunde fehlten auf die schnellsten NSU Zeiten, das war doch super oder?!
Nun kommen wir zu den schnellsten NSU Tretern in der deutschen Autoslalom Szene überhaupt! Knackige bestens abgestimmte Getriebe und Fahrwerke sorgen mit den schnellen Chauffeuren oft für Tourenwagen Gesamtsiege in dieser Szenerie. Mit etwa 120 bis 125 haltbaren Ps treiben diese Starter den NSU D-Zug mächtig voran!
Los geht es mit Herbert Rötzer, der in 2016 ebenfalls schon mit Klassensiegen geglänzt hat in dieser spannenden Nordbayrischen Slalommeisterschaft. Das an diese Mannen, die optimal in dieser Sportart beheimatet sind kaum ein NSU vorbeizieht war schon fast klar, Herbert macht 76.21 klar und erobert Position 6.

Kein Auge trocken bleibt beim nächsten Starter. Helmut Kunz lässt es mal so richtig krachen und treibt seinen mit Miller/Kunz Technik optimal befeuerten Renner auf zwei 75iger Zeiten! Diese hätten bis auf eine hunderterstel Sekunde mit 75.28 für das Podest gereicht für Lauf 2, doch die Pylonen verhinderten dieses. So blieb für Helmut der blitzsauber gefahrene erste Lauf und der fünfte Rang in diesem Feld. Helmut äußerte sich sehr zufrieden und das konnte er sein! Er bildete die fünfte Position in diesem Feld!
Christian Zollner, der mittlerweile auf dem gleichen Niveau wie die Rötzer Brüder unterwegs ist stürmt hier in die Spitze der schnellsten Fahrzeuge überhaupt. Mit zwei sehr sehenswerten und vor allem sauberen fehlerfreien Läufen fährt Christian mit 75.61 auf Rang vier knapp hinter das Podest, es war schön für mich diese Cracks mal zu sehen, dazu musste allerdings eine Anreise von 400 Kilometern in Angriff genommen werden, welche es aber absolut Wert war! Zurück zum Renngeschehen Rang 4 für Christian!
Nun bleiben drei Starter für das Podest über, zwei schnelle VW Polo und ein NSU TT sollten hier auf die Top 3 rasen. Da der Flugplatz ordentlich Power benötigt waren die Polo hier ganz klar mit von der Musik vorne. Das spannende an dieser Rennserie ist ,das beide Fabrikate sich je nach Streckenbeschaffenheit und Tagesform mit dem gewinnen abwechseln! Den schnellstem NSU wie schon so oft stellt der mehrfache bayrische Meister Richard Rötzer an den Start. Er treibt seine gelbe Rakete zu den besten NSU Zeiten an diesem Tage und brennt blitzsauber wie für ihn üblich 75.27 in den Asphalt dieses Rollfeldes. Damit ist ihm das Podest und die schnellste NSU Zeit an diesem Tage sicher, stark!
Auf den Positionen 1 und 2 verbleiben an diesem Wochenende die Frontgetriebenen VW Modelle. Mit Christian Link im infernalisch befeuerten Weißdorn-Polo 16 v die zwei mit 75.16 und einem überragend fahrenden Josef Turban auf der eins in einem weiteren VW Polo.
Summasumarum zeigt sich wie schon so oft das der Asphalt in dieser bayrischen Gegend das am liebsten angenommenste NSU Pflaster überhaupt ist. Hinzu kommt das der jahrelange erfolgreiche Rennleiter Friso Wesely das Amt des Rennleiters dieses wohl am besten angenommen Slaloms an einen weiteren Sportleiter abgibt, da er zeitlich dieses Amt nicht mehr ausüben kann. Die aus weiter Ferne angereisten NSU Fahrer und auch ich wollten ihm diese Veranstaltung zu einem unvergesslichen Event machen und wir glauben das ist absolut gelungen!

In der Klasse der Heck-Mo Fahrzeuge standen drei weitere NSU TT am Start! Til Fischer, der Neffe von Jutta Neuner testete hier das Fahrzeug von Jutta aus und ich muss sagen der junge Mann ging gut an das Limit heran. Mit einer Zweiradeinlage beim Richtungswechsel testete er gleich Auto und Fahrwerk voll aus, Angst war nicht zu verspüren bei Til, natürlich blieb er nicht Pylonenfrei, Bestzeit 98.71 in Lauf 2.
Weiter  ging es mit Franz Lanzl der zwei 82iger Zeiten aus seinem NSU und dem kniffeligen Parcours herausholen konnte, die zweite blieb Pylonen und somit Strafzeitfrei, der Weg zu Rang zwei war damit geebnet!

Auf der eins ein alter Bekannter, der in der NSU Rennszene schon alles abgeräumt hat was man so abräumen kann! Der ehemalige Slalommeister Wieland Koch brachte seinen bekannt schnellen weißen TT an den Start und ging das Geschehen hier ordentlich an. Mit 80.29 im zweiten Lauf hätte er auch in der Klasse der verbesserten Tourenwagen sehr gut ausgesehen, in der Heck-Mo blieb ihm aber der Sieg und so konnte Wieland einen weiteren Pokal mit nach Haus in seine ansehnliche Sammlung nehmen!

Mit Dieter Gerber überlegten wir schon für 2017 ein NSU Sonderlauf genau in der Mitte Deutschlands nähe Frankfurt aufzuziehen. In einer reinen NSU Klasse eventuell aufgeteilt in Straßen und Rennautos könnte man ein regelrechtes NSU Festival aufziehen, wo Fans und Rennfahrer ein Sehens und Hörenswertes Wochenende miteinander verbringen könnten. Wichtig für so ein Wochenende, möglichst keine Meisterschaftsläufe in den jeweiligen Kategorien Slalom, Berg oder Rundstrecke! Ob so etwas gelingt und sich ein geeignetes Terrain finden lässt wird sich über den Winter zeigen, schön wäre es allemal!

 

 

 

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