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Das 24 Stunden Rennen Classic 2017 gewinnt Klaus Backes bei den NSU, dazu noch eine schöne Geschichte

Das drei Stunden Rennen für die Youngtimer lief für das NSU Fahrerfeld durchwachsen. Der Pole Kandidat Maximilian Koch ging von der dritten Startgruppe aus von Gesamtrang 50 in das Rennen. 1,5 Runden mischte der Gulf NSU TT die Porsche und BMW auf, bis am Bergwerk das Einlassventil des ersten Zylinders abriss.

Klaus Backes ging die Pace nach dem Ausfall von Maxi Koch, selbst 2 Liter Tourenwagen konnten seinen Vorwärdsdrang nicht stoppen(Fotos Rudy Lambrechts und Klaus Backes)

Ich konnte im Live Stream noch beobachten wie der Gulf NSU aus der Strecke gezogen wurde am Abschleppseil, schade. Nach der super Vorstellung wäre bestimmt einiges möglich gewesen. Ein paar Autos hinter Maximilian gingen Klaus Backes und Roland Müller das Rennen ebenfalls sehr forsch an.

 Mit etwas Respektabstand folgten die Benra Brüder, die seit der ersten Youngtimer Veranstaltung 1993 am Nürburgring mit diesem NSU TT an der Startlinie stehen. Im Live Stream ging der Moderator immer wieder mit vielen Informationen auf die NSU Fahrzeuge ein. Sie sind immer noch einer der Lieblingsfahrzeuge für die Fans in diesem großen Youngtimer Feld, in dem aktuell Fahrzeuge bis Baujahr 1988 an den Start gehen dürfen!

Als nächstes sah man Roland Müller, der in mitten der Nordschleife einen Reifenschaden zu verzeichnen hatte! Er schleppte sich mit einem sich auflösenden Slick hinten links qualmend um die halbe Nordschleife. Die Karosserie nahm ebenfalls Schaden, doch es konnte nach einem längeren Boxenstopp natürlich mit ordentlich Zeitverlust weitergefahren werden! Unbeirrt von den ganzen Geschichten drehte Klaus Backes extrem schnell seine Runden. Mit der Kugelfischer Einspritzung auf dem kurz gebogenen Ansaugrohr konnte ich selbst über den Live Stream von Vodafone diese Ansauggeräusche wahrnehmen! Bis 8000 Umdrehungen sind drin, so äußerte sich Klaus nach dem Training in der grünen Hölle! 

Die Benras mit einem ihrer drei NSU TT, von der ersten Stunde an in der Youngtimer Trophy immer mit am Start

Ebenfalls sauber konstant doch etwas langsamer waren die Benra Brüder Michael und Friedrich unterwegs, die mit 11.28.845 ihre schnellste Rennrunde drehten. Zum Vergleich waren Klaus und Roland mit 11.08.935 und 11.27.484 unterwegs!

Auf einmal sah ich im Live Stream 25 Minuten vor Rennende Qualm aus dem Heck von Klaus Backes seinem NSU aufsteigen. Sofort kommunizierte ich mit Jörg Davidovic, der in Waging beim NSU Treffen weilte und ebenfalls so gut es möglich war den Live Stream verfolgte. Klaus konnte später Entwarnung geben, es war etwa 1 Liter zu viel Öl beim Boxenstopp aufgefüllt worden, welches seinen Weg nach draußen zu suchen wusste und teilweise auf dem hitzigen Fächerkrümmer verqualmte! Ein Glück!

Dann war nach drei Stunden das Rennende erreicht. Der infernalische BMW M 1 mit Michael Schrey kreuzte als erster die Ziellinie. Dahinter eine ganze Armada von 3 Liter Porsche RSR und BMW Fahrzeugen! Bis auf der 24!!!!!zigsten Gesamtposition der erste NSU TT mit Klaus Backes einkehrte! Wie schon im Training mit dem infernalisch auftretenden Maxi Koch die zweite NSU TT Sensation an diesem Renn-Wochenende vor über 200000 Zuschauern. Klaus Backes ging in seinem TT Einspitzer, welcher in den Farben des Wolfgang Wolf Spiess NSU lackiert war und selbst die Aufkleber trug(dazu gleich noch mehr)auf dieser fantastischen Position in das Ziel. Der Motor, den er selber tunt hielt perfekt durch und das mit Schaltdrehzahlen um die 8000 Umdrehungen, klasse. 

Ähnlich ging es bei Roland Müller zu ,der auf gleiche Technik nur mit Vergasern vertraut. Roland der, wie erinnern uns durch einen Reifenschaden reichlich Zeit verlor kämpfte sich zurück und an den Benras vorbei. Rang 2 in der Klasse ging an Roland Müller aus Simmern. Gesamtrang 62 war so drin. Die Benra Brüder komplettierten das Podest mit Rang 3 in der Klasse und Position 76 im Gesamt.

Einzig der frühe Ausfall von Maximilian Koch konnte die Freude der NSU Fans etwas trüben, welche aber dennoch ordentlich auf ihre Kosten gekommen sein dürften! Rang 24 ist ein unglaubliches Ergebnis, wenn man bedenkt das hier schon Fahrzeuge bis Baujahr 1988 gefahren werden dürfen. Aber Leistung ist eben nicht alles, das Gewicht und das Handling der NSU TT Fahrzeuge dürfte in diesem großen Tourenwagen Feld wohl einmalig sein, was die Platzierung belegen dürfte, natürlich nur wenn der Fahrer sein Handwerk versteht!

Zu der Geschichte zum Klaus Backes NSU, der an den Spiess Renner von Wolfgang Wolf farblich und mit den Schriftzügen erinnert gibt es noch eine schöne Geschichte! 

Die schöne Geschichte endet mit diesem Schriftzug, aber lest weiter......

Vor dem ersten Training nährte sich im Fahrerlager ein Mann dem Backes NSU. Er fragte Klaus wie er auf die Farb und Aufkleberkombination an seinem Auto kommen würde. Klaus äußerte sich ihm gegenüber das das Fahrzeug an einen Renner aus den frühen Siebziger Jahren angelehnt sei. Nur die BS Autotechnik Aufkleber seien an der Stelle platziert wo früher die Sikuraglas Kleber gesessen hätten! Ein gewisser Wolfgang Wolf hätte damals dieses schnelle Spiess Fahrzeug gesteuert. Der ältere Herr lachte und sagte ich bin Wolfgang Wolf! Eine wirklich sehr schöne Geschichte, so schließt sich wieder ein Kreis aus Vergangenheit und aktueller Zeit. Sofort wurde der dicke Schwarzstift geholt und Wolfgang Wolf unterschrieb auf dem NSU TT, der an ihn in den wilden Siebziger Jahren erinnert!

 

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