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Jörg Davidovic heizt in Homburg zum verdienten Klassensieg, Thomas Krystofiak und Alex Follmann kompletieren das Podest....

Der fünfte Lauf zum NSU Bergpokal 2016 zieht uns in das Saarland. Das Homburger Bergrennen stand auf dem Programm und 10 schnelle NSU fanden den Weg hier her, um die 2,6 km lange Fahrerstrecke in Angriff zu nehmen!

Erster Einsatz von Manfred Steinwand 2016, er steuert seinen Bilderbuch-TT dem Ziel entgegen....

Das spektakuläre Kurvenlabyrinth zwischen Homburg und Käshofen gelegen verspricht jedes Jahr viel Spektakel und spektakuläre Aufnahmen. Diese Strecke hat es 

in sich, das kennen wir aus der Vergangenheit. Das Wetter war optimal für Fahrer und Veranstalter sowie Zuschauer. Bei Temperaturen knapp über 20 Grad und Sonnenschein bevölkerten gerade am Sonntag zahlreiche Fans dieses 43. Homburger ADAC Bergrennen. 

 

Am Trainingstag starteten gegen 8:30 die Motoren, ich hatte mich schon um sieben aufgemacht um das vom Fahrerlager etwa 4.5 km Ziel entfernte Ziel zu Fuß zu erklimmen. Mit schönen Aufnahmen in Lauf 1 wurde ich dann in der Zielkurve auch sofort dafür belohnt. 

Manfred Steinwand, einer der Gründer und somit eine regelrechte Legende im NSU Cup später NSU Bergpokal hatte es fertig gebracht seinen bildschön restaurierten Rennwagen mit nach Homburg zu bringen und die Startlinie zu säumen! Zur Freude aller lief das Fahrzeug sauber und Manfred konnte alle Trainingsläufe drei an der Zahl, sauber in das Ziel bringen! Wer sich dieses Auto einmal im Detail angesehen hat, der weiß sofort das man so ein Fahrzeug heile in das Ziel bringen muss und man nicht auf der allerletzte Rille unterwegs sein sollte. Dieser TT der in hunderten von Stunden ganz aufwendig restauriert worden war erstürmte mit Manfred den Gipfel hier in Homburg mit einer Zeit von 1.50.100 im dritten Heat, das sollte Rang 10 bedeuten. Dieser TT wird auch in Hauenstein und in Unterfranken zu bewundern sein, also nichts wie hin. Manfred hat wieder Rennluft geschnuppert und war sehr zufrieden, das alles so gut lief!
Roman Szott hatte an diesem Wochenende leider das Pech auf seiner Seite, der Anschluss für die Ölsteigleitung am Zylinderkopf seines Aggregates war abgerissen. An eine Weiterfahrt oder eine Reparatur war am Rennwochenende leider nicht zu denken. So brachte Roman nur einen Lauf in das Ziel. Die Zeit war mit 1.47.463 sehr ansehnlich, schade das Roman dieses Wochenende nicht zu Ende fahren konnte, so blieb Trainingsrang 9 für den Frankfurter!
 
Nun geht es weiter mit Christoph Schwarz dem Neuling und Mike Vogel, dem Odenwälder Spezi, der hier nach bösem Abflug in 2015 erneut die Startlinie säumt und sich nicht davor scheut ordentlich Gas zu geben. Diese beiden Strategen hatten sich hier gefunden, um sich mit ähnlichen Trainingszeiten zu befeuern. Christoph, der hier seinen Heim Grand Prix bestreitet rückt mit seinem NSU KWR TT immer weiter in das Mittelfeld hinein und hat sich  schon Gegner wie Mike Vogel oder Wolfgang Schwalbe ausgesucht. Christoph trainiert schon in Training 1 mit sehr guter 1.40.359, na wenn sich das nicht sehen lassen kann, beim zweiten Rennen im TT überhaupt, klasse Rang 8. Mike Vogel schafft es über die drei Läufe zu kontern und bringt seinen Davidovic Renner mit 1.40.100 knapp vor die Zeit von Christoph, das sollte Rang 7 bedeuten! Mike der hier schon mit 1.35 trainierte hält sich aber noch etwas zurück und das ist auch gut so. Nach Möglichkeit sollen alle NSU heil bleiben, da das Blech dieses Raritäten mittlerweile sehr sehr schwer zu finden ist!
Weiter nach vorn geht es mit Wolfgang Schwalbe der hier sehr ordentlich trainiert und eine weitere Sekunde zu Christoph und Mike findet. Für den Renntag dürfte das zwischen diesen drei Mannen spannend werden. Wolfgang haut 1.39.018 in Lauf 3 raus und und bildet die sechste Position. Wer noch einen echten NSU TTS zu kaufen sucht, der kann sich an Wolfgang wenden, sein blauer steht gerade zum Verkauf, so häufig finden sich diese Fahrzeuge ja auch nicht mehr!
Auf Rang 5 trainiert Georg Heiss, mit 1.38.439 .In Lauf 1 lässt er den Einfalt-TT schon heftig fliegen. Wer hier in Homburg mit einem NSU unter 1.40 fährt, der ist schon verdammt schnell unterwegs. Georg händelt das in seinem
allerersten Heat, den er überhaupt jemals in Homburg gefahren ist, das ist schon eine gewaltige Ansage! In Lauf 2 geht es dann noch deutlich schneller, doch leider geht Georg ausgerechnet in der schwierigen nach außen abfallenden Zielkurve der Asphalt aus. Mächtig schade, denn der bildschön hergerichtete TT findet sich danach in der Wiese wieder, an eine Reparatur im Fahrerlager war nicht mehr zu denken, leider. So bleibt ein starker Eindruck zurück, Georg bildet Rang 5 im Starterfeld mit nur einem Lauf. Auto und Fahrer haben wohl ordentlich Potenzial. 
Auf der vierten Trainingsposition ging es dann von den Zeiten her ganz deutlich nach vorn! Uwe Schindler fuhr mit 1.34.755 mit nur zwei Läufen in das Vorderfeld! Uwe der mit dem NSU TT KWR zur Halbzeit der Saison als NSU Bergpokal Führender hier nach Homburg kommt versucht natürlich mit allen Mitteln die Spitzenposition gegen die starke Konkurrenz zu verteidigen. Die bisherige Saison lief für den Selbitzer sehr gut! Man darf auf den Renntag gespannt sein!
 
Ganz eng ging es im schnellen Verfolgerfeld weiter! Alex Follmann prügelt den doch technisch unterlegenen NSU zu Fabelzeiten hier auf dem Homburger Asphalt. Dagegen hält aber Thomas Krystofiak mit seinem bärenstarken NSU 1200 KWR, der sich einen vorderen Platz auf dem Stockerl nicht nehmen lassen will! Thomas jagt den NSU 1200 c im dritten Heat zu 1.33.132 und festigt damit seine Anwärterschaft auf das Podest. Der Eifelaner Alex Follmann hält brutal dagegen und holt alles aus dem
schwarzen Eifelblitz das was das Material hergibt. Bei 1.32.972 endet seinen fabelhafte Vorstellung, Platz 2 für den Newcomer!
Nun kommen wir zum absoluten Sieganwärter an diesem Rennwochenende. Die Rede ist von Jörg Davidovic . Der Odenwälder Hans Dampf in allen Gassen brachte es in nur zwei Wochen nach Feierabend fertig sein altes Rennteiebwerk zu überholen und auf einen gewissen EVO 2 Stand zu bringen und in den Davidovic Renner zu implantieren. Ein Prüfstandslauf zwei Tage vor dem Rennen  verlief sehr vielversprechend. So konnte Homburg in Angriff genommen. Nach vorsichtigem Start in Trainigslauf 1 bei dem der Odenwälder noch etwa 1500 Umdrehungen des Triebwerkes zurückhielt durfte dann in zwei und drei zum Halleluja geblasen werden. Mit voller Drehzahl und infernalischem Sound im Heck treibt Jörg seinen TT zu sagenhaften 1.29.762. mit dieser Vorstellung stand er ganz klar auf der Pole Position mit besten Karten für den Renntag.Besonderer Dank gilt aber auch Jörg seinem Kollegen Volkmar Frank, der frästechnisch diese Zylinderköpfe knapp vor dem Rennen realisieren konnte!
 
Schön war es, an einer gemeinsamen Tafel wurde am Samstag Abend komuniziert.......
 
Am Abend dann Gemeinschaftliches Essen an einem langen Tisch und Meinungsaustausch zum Trainingstag. Uwe Schindler und Thomas Krystofiak ließen es sich später sogar nicht nehmen die Stecke noch einmal zu Fuß unter die Solen zu nehmen. Vielleicht können ja noch spätere Bremspunkte oder schnellere Kurvenradien gefunden werden? Um halb eins fielen dann diese beiden Jungs ebenfalls in ihre Wohnmobile nach einem anständigem Fußmarsch!
 
Am Renntag wieder bestes Wetter und brillante Umstände für die schnellen NSU Heizer! Manfred Steinwand setzte das Rennen erfolgreich fort. Er trieb seinen traumhaft hergerichteten NSU sauber und recht gelassen dem Ziel entgegen! Manfred geht es nicht darum
hier zu gewinnen, nein er präsentiert im NSU Bergpokal ein fantastisches Fahrzeug. Das Publikum dankte es ihm mit viel Jubel nach Lauf 3 am Brückchen! Bestzeit von Manfred 1.50.062 im
Gesamt ergab das nach dem Ausfall von Roman und Georg im Training Position 8 mit 5.34.136 Minuten!
Auf den Rängen 5,6 und 7 ging es dann heftigst zur Sache! Auf der einen Seite Christoph Schwarz, der auf seiner Heimstrecke nicht locker lassen wollte mit 1.39.468 Laufbestzeit! Auf der zweiten Seite Michael Vogel, der immer schmerzfreier wurde und an sein Limit heranging! Mit Fahrwerksoptimierung in Lauf 3 und mehr Federweg schoss Mike auf die Bestzeit dieser drei Streithähne mit 1.38.978! Dritter Im Bunde war Wolfgang Schwalbe, der am Morgen in der Früh gleich richtig zuschlug und seinen NSU zur besten Zeit dieser drei Trieb! Mit 1.40.139 fuhr er seine Bestzeit schon in der Früh! Jeder von diesen drei Fahrern hätte Position 5 im Gesamt belegen können, jeder war sehr gut unterwegs, die Bestzeiten pro Lauf wechselten ständig! Am Ende sah es dann so aus ,das Christoph mit 5.02.584 einen bärenstarken Eindruck beim Heim Grand Prix hinterließ und die Konkurrenten mächtig aufmischte mit Position 7. Wolfgang Schwalbe, der in der Früh sehr schnell war sicherte sich mit 5.01.679 die sechste Position. Mike Vogel hatte seinen inneren Schweinehund deutlich überwunden, mit 5.00.601  war er schnellster dieser drei, sehr zufrieden und mit Platz 5 in der Tasche konnte so die Heimreise angetreten werden! Diese drei Fahrer lagen in der Gesamtzeit nur zwei Sekunden auseinander, wer meint das wäre alles gewesen sollte sich gleich die drei weiter Vorn-Platzierten ansehen. Dort ging es genauso weiter! 
 
 
Fahrerlagereindrücke aus Homburg, dicht gedrängt aber gemütlich verlief das Wochenende
 
Uwe Schindler, Thomas Krystofiak und Alex Follmann sorgten ebenfalls für reichlich Spannung. Den Pokal und rauf auf das Siegerpodest, na das wollte schließlich jeder und so ging es auch ab! Alex Follmann, der nach einem Steigleitungsbruch zu Lauf 1 und der schnellen Reparatur durch Jürgen Pötzl am Vorstart nachstarten durfte präsentierte wie schon am Vortag drei Rennläufe am absoluten Limit! Uwe und Thomas hielten mit runder aber sehr schneller Fahrt mit ihren Powerpaketen dagegen! Die absolute Bestzeit sicherte sich ganz klar Thomas Krystofiak, der mit 1.32.348  seine schnellste Auffahrt am Wochenende in Heat 2 fand. So schnell konnten Uwe 1.33.019 und Alex 1.33.112 doch nicht folgen. Mit 1.33.112 war Alex aber schnellster im dritten Heat und machte wieder Zeit gut. Nach dem schnellen hin und her dieser drei Racer behielt Thomas Krystofiak am Ende doch die Oberhand und stellte mit 4.38.438 die zweite Position, klasse gefahren. Alex und Uwe, die mit 4.39.701 und 4.40.140 Gesamtzeit folgten waren nicht minder flott unterwegs und hängten sich nah hinter den schnellen NSU 1200c mit den Rängen drei und vier. Für alle drei gilt schöne Leistungen, für Alex gilt mehr geht nicht, klasse Jungs!
Klarer Dominator an diesem Rennwochenende Jörg Davidovic. Mit drei nie am Limit gefahrenen Aufstiegen von 1.30 Minuten, der beste in 1.30.015 sichert er sich deutlich den fünften sehr anspruchsvollen Lauf zum NSU Bergpokal der Saison 2016 hier in Homburg. Mit einer Gesamtzeit 4.31.286 übernimmt Jörg ebenfalls die Spitze in der Saisongesamtwertung. Teampartner Steffen Hofmann ebnete schon zu Saisonbeginn mit zwei Klassensiegen dieses gut gefüllte Punktekonto! 
Zur Fahrweise von Jörg kann ich nur sagen sehr schnell, rund und beherzt, aber nie überzogen, dazu sein neue entwickeltes Aggregat, eine sehr starke Kombi, hier in Homburg an diesem Wochenende unschlagbar.Wir werden schon in zwei Wochen beim
Glasbacher Bergrennen Nähe Bad Liebenstein sehen ob diese Story fortgesetzt werden kann. Die sehr starke Konkurrenz kann, wie es die bisher abgelaufeneSaison zeigt gut für Überraschungen sein. Das Glasbach Bergrennen ist ein Lauf zur Europäischen Bergmeisterschaft. Einen Großteil dieser Fahrzeuge wird man nur in Bad Liebenstein oder eine Woche später beim Osnabrücker ADAC Bergrennen sehen können. 
 
Also an alle Fans schneller Renner nichts wie hin!
 
Weitere Bilder von der Strecke folgen.........

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