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Lauf 3 NSU Bergpokal in der Eifel Steffen Hofmann gewinnt erneut Thomas Krystofiak im klaren Aufwärtstrend

Die Saison des NSU Bergpokal und somit des KW-Berg Cup ist schon voll im Gange, das vergangene Pfingstwochenende führte uns in die kalte Eifel, welche vom Tiefdruckgebiet Yekatarina und den Eisheiligen nicht verschont blieb! Tagestemperaturen von 10 Grad mit kaltem Wind und Nächte nah an der Frostgrenze hielten die sechs angereisten NSU Fahrer nicht davon ab mächtig Gas zu geben und die luftgekühlten Aggregate ordentlich aufheulen zu lassen!

Schönes Heck, Roman Szott rast durch das Kurvenlabyrith der Bit Kurve entgegen foto Jan Oliver Scharf.....weitere Bilder folgen morgen!

Der Wolsfelder Renntermin lag nur eine Woche hinter dem Eschdorfer Bergrennen, diesen konnten und wollten nicht alle NSU Piloten wahrnehmen, so blieb es bei diesen sechs Fahrzeugen. Anders die Engländer, die konnte gleich im Lande bleiben und ihr Autos von Eschdorf nach Wolsfeld bringen und eine Woche Eifelurlaub genießen!

Nun wollen wir uns dem Trainingsgeschehen widmen, welches traditionell am Pfingstsonntag zum 54. Wolsfelder EMSC Bergrennen abgehalten wurde!
Roman Szott, der hier als ehemaliger Autoslalom Pilot sehr gerne anreist und diese winkelige enge mit einigen Spitzkehren versehene Strecke sehr gerne unter die 8 Zoll breiten Slicks nimmt hatte mit Mike Vogel einen ebenbürtigen Gegner gefunden.  Mike der an seinem TT ein merkwürdiges Fahrgefühl feststellte trainierte recht vorsichtig und ließ sich in den Kurven noch etwas Luft ,um das Fahrzeug sauber nach oben zu bringen. Roman fegte im Einspritzer TT auf eine Zeit von 1.24.80 während Mike mit 1.23.88 kontern konnte, die Trainingsränge 6 und 5 waren so hergestellt.

Full Action bei Thomas Krystofiak, sehr gut eingefangen von Axel Weichert

Weiter nach vorn sollte es nicht minder spannend zugehen! Mit Thomas Krystofiak, Alexander Follmann und Uwe Schindler hatten sich an diesem kalten Tage weitere drei Fahrer gefunden die sich in der Zeitenjagd am Trainingstage nichts schenken wollten. Uwe Schindler testete andere Federn an der Hinterachse, die er am Samstag noch extra für Wolsfeld implantierte. Thomas Krystofiak im zweiten kernigen KWR NSU 1200c ging das Trainingsgeschehen ganz locker an und trainierte mit 3 schönen 1.18er Zeiten, wobei die letzte in Trainingslauf 3 mit 1.18.09 die schnellste war. Das sollte für Thomas Trainingsrang 4 bedeuten mit vermutlich einiger Luft nach vorn.
Ganz fantastisch lief es hingegen bei Alexander Follmann. Als relativ frischer NSU Bergpokal Pilot prügelt er den Follmann-TT wie schon in Eschdorf vehement über das 1850 Meter lange Kurvenlabyrinth hier in Wolsfeld. Fahrwerk ist bei ihm kein Thema, der schwarze Blitz war zu jeder Zeit immer und überall optimal unterwegs. Alex, der am Abend zu Recht zufrieden sein konnte bildete Rang 3 mit dem schnellsten dritten Trainingslauf und einer 1.17.05 er Zeit, ganz fantastisch unterwegs!
Weiter nach vorn geht es mit Uwe Schindler, der sich hier die zweite Position sicherte! Mit 1.16.68 zeigte er seine schnellste Einzelzeit ebenfalls in Training 3 und ließ mit dem TT auf der Strecke nichts anbrennen. Ich war auf den Renntag gespannt und gerade darauf ob die beiden KWR Piloten noch etwas im Köcher hatten, während Alex Follmann seinen NSU TT definitiv voll auslotete. Das sollte noch spannend werden, da war ich mir sicher!

Sehr schnell wie immer Uwe Schindler, am Renntag bremste ihn leider eine zerbröselte Kupplungsscheibe...
Trainingsrang 1, wie schon in Eschdorf fuhr Steffen Hofmann ein. Bei ihm passte fasst alles, das über den Winter neuentwickelte RPM Aggregat tat genauso seinen optimalen Dienst wie das ausgeklügelte Davidovic Fahrwerk in dem weißen NSU von Jörg, welchen Steffen hier in Wolsfeld steuerte. Einzig die drei Jahren alten Slicks hätten noch zu einer weiteren Verbesserung beigetragen. Driftwinkel im mittleren Geschlängel und Ausgangs der Kehren kündigten die nachlassende Haftgrenze an! Unter diesen Voraussetzungen stürmte Steffen trotzdem zu einer 1.14.43! Alles richtig gemacht würde ich sagen. Damit ist Steffen an den schnellsten NSU Zeiten dran die hier je gefahren wurden. Da braucht man nicht mehr diskutieren ,das war ein Super Auftritt des neunfachen NSU Champions!
Abends ging es zum Wärmen in einen nahegelegenen Gasthof, draußen konnte man es bei den tiefen Einstelligen Temperaturen nicht lange aushalten!
Am Renn Montag überraschte uns in der früh wieder wie schon am Trainingstag ein heftiger Graupel/Regenschauer. Die NSU Racer die recht früh morgens dran waren gingen Lauf 1 mit Regenreifen an während Lauf 2 und drei bei Trockenheit absolviert werden konnten!

Alex Follmann heizte vorne mächtig ein, er brachte den Follmann-TT erneut auf das begehrte Podest nach Schotten!


Das Duell des Vortages Roman Szott gegen Mike Vogel konnte erfolgreich weiter fortgesetzt werden. Während Mike dank Spurkorrektur auf der grünen Wiese im Fahrerlager mit Hilfe von Thomas und Uwe sein altes NSU Fahrgefühl zu Rennlauf 2 und 3 wieder fand sollte das Duell mit Roman noch spannender werden! Genau so kam es dann auch Mike fand seine schnellste Trainingszeit in Lauf 2 mit 1.22.77 während Roman in 3 mit 1.22.87 erfolgreich kontern konnte. Roman der in der früh im Regen deutlich schneller war behielt so über den Tag die Oberhand und sicherte sich einen hervorragenden 5 Rang mit 4.22.80 Gesamtfahrzeit! An ein Aha Erlebniss erinnere ich mich noch mit Roman, eine mächtige Ölwolke nach der Zielkurve kündigte einen Motorschaden an, so dachten wir alle, diese entstand aber zum Glück durch eine lose Ölsteigleitung und nicht durch das starke TNT Aggregat, welches seit einigen Jahren erfolgreich seinen Dienst im Szott TT tut!
Kommen wir noch einmal zu Mike Vogel und seiner Gesamtfahrzeit von 4.22.80. Das sollte Rang sechs im Feld bedeuten, Mike blieb die schnellste Einzellaufzeit über Roman und war ebenfalls erfreut über das schöne Fahrgefühl welches sich wieder eingestellt hatte dank Uwe und Thomas! Das dürfte sich noch deutlicher einstellen wenn der TT bei Jörg Davidovic auf dem Achs-Messstand für Heiligenstadt nochmal optimiert wird.

Eindrücke im Video von Wolsfeld, es zeigt einen Querschnitt durch alle Klassen!

Mit grober Sturz und Spurvermessung auf der Wiese fand Mike Vogel einige Sekunden auf der Strecke

Nun kommen wir zu Klassenrang 4, dieser ging an Uwe Schindler, der in Lauf 1 etwas und in Lauf 2 deutlich mit einer sich auflösenden Kupplungsscheibe zu kämpfen hatte! Gerade in Lauf 2 ließ sich kaum noch ein Gang einlegen und das Schleifen der Kupplungsscheibe war ebenfalls deutlich zu hören. Nach Tausch derer zu Lauf 3 fand Uwe zu alter Stärke zurück und hämmerte wie zu besten Zeiten eine 1.15.75 in den trockenen Asphalt. Das war er wieder, der Uwe wie ich ihn kenne Klasse, mit Nachteilen in Lauf 1 und gerade in Lauf 2 brachte er den NSU TT KWR noch zu einer Gesamtzeit  zu 4.00.43. Ein herber Drift in Lauf 3 beim anbremsen zu Spitzkehre 1 verhinderte eine noch schnellere Einzelzeit, welches deutlich hier in dem Video im Bericht zu sehen ist!
Nun kommen wir zum Stockerl, welches Alex Follmann nach Schotten wieder sehr erfolgreich besetzten konnte. Die Art des Fahrens habe ich im Training schon beschrieben und dazu hat sich natürlich zum Renntag nichts geändert. Der ehemalige Autocrossfahrer kennt keine Ängste, wer aus dieser Sportart kommt ist mit allen Wassern gewaschen das steht fest und da gibt es nur eines Feuer frei und Jagd auf die Bestzeit! Nach Rang 2 bei Nässe in der früh zu Lauf 1 folgten wieder zwei 1.17 er Zeiten, welche auch ganz klar das Ende für dieses Fahrzeug ankündigen! Mehr geht nicht! Die beste der zwei Zeiten äußert sich mit 1.17.38 in Lauf 2 welches im Gesamt 3.59.70 bedeutete. Damit konnte Uwe geschlagen werden, der aber ohne Probleme garantiert nicht zu halten gewesen wäre! Alex optimaler Auftritt, Klasse!
Nun kommen wir zu Platz 2 und zu einem mit Sicherheit zufriedenen Thomas Krystofiak! Thomas findet über den ganzen Renntag zu alter Stärke zurück und ich hoffe das er seine gesunde Basis für eine Fahrwerksabstimmung gefunden hat! Wenn er erfolgreich war dürften sich alle erschrecken wie schnell man einen NSU 1200 auf Bergrennstrecken bewegen kann! Thomas fängt im Regen mit 1.25 an, steigert sich im Trockenlauf zu 1.17.27 und prügelt den NSU KWR in Lauf 3 zu sagenhaften 1.15.44. Damit war er dann im Sekundenabstand zu Mister NSU Bergpokal Steffen Hofmann und ich denke das kann sich sehen lassen, Gesamtzeit des Nordlichts 3.58.59 Klasse Leistung und Silber für diesen Auftritt!

Ihn galt es zu schlagen an diesem Wochenende, Steffen Hofmann fuhr in jedem Lauf perfekt!
Steffen seinerseits macht alles richtig, Bestzeiten in allen Trainings und Wertungsläufen. Soll man dazu was sagen, na klar muss man! Auf heruntergerobbten Slicks, welche ich selber gesehen habe solche Zeiten zu fahren ,grenzt für mich an ein Wunder. Das ausbrechende Heck welches überall, so auch hier im Video zu sehen ist bestätigt diesen stürmischen Auftritt des Bamberger NSU Haudegens, der wie immer nicht zu bremsen war. Als ich oberhalb der Bitkurve Stand nahm ich den infernalischen Sound eines Motorrades wahr und was kam um die Kurve gedroschen ,ein weißer NSU der am Limit bewegt wurde wirklich unglaublich! Die NSU Tages-Bestzeit von Steffen Hofmann findet sich mit 1.14.69 in Rennlauf 3. Damit raste er nicht ganz auf seine Trainingsbestzeit vom Vortag, musste er auch garnicht ,da Steffen etwa 5 Sekunden Vorsprung aus den beiden ersten Läufen mitbrachte! Ein wieder sehr sehenswerter Auftritt von Steffen Hofmann nach dem Sieg von Eschdorf, welcher durch den infernalischen Sound des neuen RPM Triebsatzes sehr schön auf der Strecke untermalt wurde! Die Glückwünsche gehen natürlich an alle Platzierten, die ihre Autos heil nach oben gebracht haben!

Bitte vergesst nicht rechtzeitig für Heiligenstadt zu nennen! Das Ibergrennen ,welches von allen Fahrern sehr gerne angenommen wird dürfte recht schnell ausgebucht sein!

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