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Das Wetterdrama von Schotten Uwe Schindler gewinnt den Auftakt zum NSU Bergpokal 2016

Der erste Lauf zum NSU Bergpokal im KW Berg-Cup fand auf einem Teilstück des legendären Schottenrings nähe Rudningshain statt. Die etwa 3 km lange Strecke die lange Powergeraden genauso beinhaltet wie zwei Spitzkehren konnte in fünf Trainingsläufen und drei Rennläufen befahren werden. Der Freitag Nachmittag durfte sogar schon für Einstellfahrten genutzt werden, optimal um die ganzen Neuerungen an den Fahrzeugen nach dem Winter einem ausgiebigem Test zu unterziehen. Horst Kuhn nutzte diese Gelegenheit und stürmte im TT viermal dem Ziel entgegen! Wolfgang Schwalbe nutzte ebenfalls diese Gelegenheit und schoss sich auf diese Strecke ein!

Gewichtsoptimierung im Winter Alex Follmann verfeinert seinen NSU 1000

Nun kommen wir zum Trainingssamstag an dem vier Läufe bei Nässe und der Fünfte bei trockenen Verhältnissen gefahren werden konnte. Optimal denn für den Renntag war genau dieses Wetter prognostiziert ,

welches bei 2 Grad und Schneeregen sehr schwierige Verhältnisse zu bieten hatte. Der kalte und nasse Asphalt war sehr schwer zu bewältigen, welches Horst Kuhn als erstes zu spüren bekam. Kurz nach dem Start brach das Heck des TT aus und eine Landung im Graben war unumgänglich. Damit war für Horst dieses Wochenende leider schon gelaufen, sein schöner NSU konnte vor Ort nicht repariert werden, sehr schade!
Auf der achten Position im Training landete Alex Follmann, der im schwierigsten ersten Trainingslauf die klare Bestzeit verbuchte und den fünften trockenen Lauf ausließ. Er stürmte in dem über den Winter erleichterten Follmann-TT auf Position 8 im Feld mit 1.52.302.

Sauberer Drift Frank Kleineberg lässt die kalten Zuschauerherzen höher schlagen....

Frank Kleineberg folgte auf der sieben mit 1.51.530 Laufbestzeit. Frank ließ genau wie Alex den trockenen fünften Lauf aus und steuerte seinen NSU mit gekonnten Driftwinkeln in der Zielkurve über den nassen Asphalt. Resultat Training Rang 7.
Weiter ging es mit Roman Szott der seinen TT auf abgetrockneter Strecke in Lauf 5 zu 1.50.298 trieb und alle Heats an diesem Tage sauber und gekonnt absolvierte, Position 6 ging an den Frankfurter NSU Spezi!

Optimal unterwegs das ganze Wochenende Wolfgang Schwalbe begeistert.........

Volker Angelberger hatte Position 5 inne und trainierte bei Trockenheit in Lauf 5 mit 1.48.865, er duellierte sich bis auf Messeres Schneide mit Wolfgang Schwalbe, der mit 1.48.724 aber ganz knapp die Oberhand behielt und Volker eng auf Distanz halten konnte! So bekleidete man die Positionen 5 Volker und 4 Wolfgang.
Nun kommen wir zu Thomas Krystofiak der in seinem großen NSU 1200 KWR bei Nässe auf eine fantastische Zeit von 1.48.092 trieb und schneller war wie einige seiner Kontrahenten auf abgetrockneter Piste! Thomas fuhr den großen NSU auf die dritte Position und für mich war klar ihn muss man wie immer auf der Rechnung haben, ein  Kandidat für die Spitze! Rang 3.
King im Regen aber Karsten Steinert, der seinen Infernalo Drehzahl TT auf eine fantastische Trainingszeit von 1.45.405 durch blitzsaubere aber extrem schnelle Fahrt unter wiedrigsten Wetterbedingungen steuerte. Absolut sehenswert der ganze Auftritt! Zwischendurch wurden noch Hankook Regenreifen getestet die aber sofort wieder im Wohnmobil landeten und bei weitem nicht genug Grip zu bieten hatten. Für Karsten gilt das gleiche wie für Thomas Krystofiak. Ein Mann für das Podest!
Wir sind aber noch nicht fertig die absolute Trainingsbestzeit setzt Uwe Schindler im trockenen fünften Lauf, den Thomas Krystofiak und Karsten Steinert ausließen. Wie im Vorbericht schon beschrieben muss man Uwe auf der Rechnung haben. Mit 1.44.459 brannte Uwe die NSU Bestzeit an diesem Tage in den Asphalt und hielt die Samstags Pole Position!

Mit Karsten Steinert der schnellste Mann am Wochenende Thomas Krystofiak

Auslassen wollen wir natürlich nicht die Hubraumklasse der verbesserten Tourenwagen bis 1150 Kubik, in der Steffen Hofmann im NSU 16V RPM-TT 1150 gegen VW und Fiat Fabrikate antritt und denen das Podest streitig machen will. Trainingslauf 1 lief wie am Schnürchen. Steffen feuerte den TT 16 V mit 1.58.108 auf den dritten Platz in dieser Hubraumklasse. Schaue ich mal in die NSU Klasse der 1.3 Liter zurück im NSU Bergpokal wäre Steffen mit diesem Auftritt im nassesten ersten Traingslauf schnellster gewesen, ein sehr sehenswerter Auftritt. In Trainingslauf 2 machte sich ein eventuelles Nebengeräusch im Triebwerk breit. Steffen brach nach der hälfte des Laufes ab und lud aus Sicherheitsgründen auf. Ganz klar die richtige Entscheidung finde ich, dieses Projekt muss langsam zur Reife gebracht werden. Aber eines kann ich sagen nach Trainingslauf 1 waren Tränen in den Augen unumgänglich, der TT geht wie die Feuerwehr und das begleitet durch das knackige Sechsgang-Getriebe einfach fantastisch ein kurzes Video wird hier folgen.....

Ein kleines NSU 16 V Spezial-Video...

Volker Angelberger auf der langen zweiten Geraden stürmt dem Ziel entgegen

Nun widmen wir uns dem Renngeschehen am Sonntag im NSU Bergpokal. Nach Geschlossener Schneedecke im oberen Streckenbereich wurde eine Stunde später gestartet, was natürlich die richtige Entscheidung der Rennleitung war. Eines vorweg für jeden Rennlauf mussten die Räder an den NSU Fahrzeugen gewechselt werden erst Schnee, dann Trockenheit und wieder Schneeregen , immer eiskalte Strecke bei teilweise Minus-Temperaturen und das Ende April. Man musste als Zuschauer und Presse Vertreter, Rennleiter, Helfer, Streckenposten aber natürlich auch als Fahrer die Nerven behalten und wer das konnte, der sollte den Sieg einfahren können und das Podest besetzen! Natürlich sollte dazu die Technik halten ,also ein Quentchen Glück gehört ebenfalls dazu!
Los ging es mit Volker Angelberger der nach dem ersten Rennlauf die Segel streichen musste und den TT auflud und wieder in die heimische Pfalz brachte. Volker fuhr im dichten Schneegestöber auf 1.57.224.

Macht infernalische Musik, Steffen Hofmann lkässt die 16 Ventile ordentlkich werkeln.....

Frank Kleineberg, der in Rennlauf 1 einen Dreher zu verzeichnen hatte steuerte seinen TT bei Trockenheit im zweiten Lauf auf die drittschnellste Zeit mit 1.44.088, so kannte ich Frank und  das ließ aufhorchen. Leider trat Frank im dritten Rennlauf bei wieder glatter kalter nasser Piste nicht mehr an. Eine Chance auf das Podest wäre durch den Dreher und daraus resultierend 2.5 Minuten Zeitverlust nicht mehr drin gewesen, so handelt es sich um eine sichere und vernünftige Entscheidung.
Thomas Krystfiak hingegen pulverisierte das NSU Starterfeld in Lauf eins mit Bestzeit. Er feuerte den KWR Renner vehement dem Ziel entgegen und konnte mit 1.47.219 über Karsten Steinert brillieren der mit 1.48.508 folgte, Position 1 nach dieser Vorstellung! In Lauf 2 hatte Thomas Leitplankenkontakt im Startbereich und musste die Segel streichen. Schade somit waren nur noch fünf NSU im Starterfeld der neun NSU verblieben.
Und das NSU Drama von Schotten war noch nicht beendet. Karsten Steinert der nun ganz klar auf Siegesfahrt war und nach Laufbestzeit in 2 mit 1.42.389 den Steinert-TT eigentlich nur noch locker in das Ziel fahren musste erlitt am Ende der langen Startgeraden einen technischen Defekt. Schade für den Oberhausener! Den Sieg hätte ich ihm aber auch jedem anderem in diesem Starterfeld gegönnt, bei Karsten ist er allerdings durch die starken Leistungen bei jedem Rennen mehr als Überfällig! So allerdings wurde vorzeitig die Reise in das Ruhrgebiet angetreten!

Das Bild sagt alles Roman Szott kämpft sich eisern durch die weisse Pracht

Nun kommen wir aber endlich zu den platzierten die es geschafft haben unter wiederigsten Verhältnissen alle drei Läufe zu bestreiten und somit auf eine Gesamtfahrzeit und eine Wertung im System kommen! Für mich ist jeder dieser vier Aspiranten ein Sieger!
Fangen wir mit Roman Szott an, der genau wie die drei anderen Platzierten nach jedem Lauf die Räder wechselte. Roman behielt die Übersicht und fuhr alle Läufe wirklich gekonnt dem etwa 3000 Meter entfernten Ziel entgegen. Roman setzte seine Bestzeit in 2 mit 1.50.817 und raste auf eine Gesamtzeit von 5.42.018, damit Rang vier und reichlich Punkte im Pokal.

Duo Infernale Karsten Steinert im Power Prinz

Weiter in die Spitze Trieb es Alex Follmann ,der es ebenfalls schaffte und beherrschte seinen TT auf der Strecke zu behalten und das war es was bei diesem Wetter zählen sollte! Bestzeit in Lauf 2 ,der fast komplette Trockenheit bot mit 1.48.082, Gesamtzeit 5.32.051. das bedeutete den Podest, Alex Rang 3 herzlichen Glückwunsch!

Ein Mann der das ganze Wochenende hinter der Spitze mitfuhr und bei jeder Wetterbedingung aus allem das beste herausholte sollte ebenfalls für diesen Auftritt belohnt werden! Wolfgang Schwalbe behielt die Übersicht und war sauber, aber immer heftig am Gas mit seinem NSU 1300 TT unterwegs. Die Bestzeit stempelte Wolfgang in Lauf 2 mit 1.47.124 in den Schottener Asphalt, Gesamtzeit 5.30.761 und damit Podestrang 2 gleich zu Anfang der Saison. Ein Klasse Erfolg für den Mann aus dem Odenwald, ich muss sagen fantastische Leistung!

Der Sieger ist ein alter bekannter, den ich im Vorbericht ja schon als Podestkandidaten prognostiziert habe. Uwe Schindler brachte es fertig das Optimum aus Speed und Beherrschbarkeit des Autos unter diesen schwierigen Bedingungen herauszuholen. In Lauf drei war Uwe mit Bestzeit unterwegs, in Lauf zwei folgte er Karsten Steinert mit Minimalabstand in der selben Sekunde! Karsten 1.42.389 und Uwe mit 1.42.780. Dazu braucht man ja dann nichts mehr zu sagen! Optimal unterwegs, nie zu viel riskiert nie zu wenig, Uwe traf genau die Mitte an diesem Wochenende und das sollte den Sieg bedeuten! Herzlichen Glückwunsch, Uwe reist mit vollem Punktekonto nach Hause! Gesamtzeit dieses NSU Haudegens 5.23.850 Klasse!

Mann des Wochenendes Uwe Schindler behält die Oberhand und rast zum Sieg, Glückwunsch!!!

In zwei Wochen wird es in Luxemburg weitergehen, das Bergrennen Eschdorf steht auf dem Programm. Eine Woche später geht es in die Eifel nach Wolsfeld nähe Bitburg! Die Saison hat grad erst angefangen aber mit ganz schnellen Schritten schreitet sie voran!

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