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Bergrennen Mickhausen 2013

 
 
Das Mickhäuser Bergrennen viel regelrecht in das Wasser. Die Piloten schraubten  Regenreifen auf die NSUs. Diese brauchten bis zum  nicht mehr gewechselt werden. Drei Trainings und zwei Rennläufe standen auf dem Programm.
Jörg Davidovic geht die Schikane im Regen voll an
 
Zahlreiche Zwischenfälle bei der schlechten Witterung trugen dazu bei, das die 200 Starter aus vielen europäischen Nationen nicht öfters den Berg hinauf stürmen konnten. Lob aber wieder an Rennleiter Kevin Ferner und sein Team, der dieses schwierige Unterfangen an diesem Wochenende schnell und diszipliniert meisterte, genau wie man es von diesen Mannen gewohnt ist.
 
In der früh wurde dann die rutschige Piste unter die Regenreifen genommen. 13 NSU stellten sich dieser Herausforderung, mehr konnten wegen der sehr vielen Starter nicht zugelassen werden. Den Anfang machte Bernhard Neuner. Er war gesundheitlich angeschlagen und beließ es so beim Training , blieb den NSU Fahrern und der Fahrerin aber als Zaungast treu  und stand in allen Belangen zur Verfügung. Bernhard Trainierte mit 1.32.95 auf Rang 12.

         

            Bernhard Neuner schlängelt sich im TT dem Ziel entgegen.......
Den zwölften Rang hatte Gerhard Hofmann inne. Er trainierte auf einem für diese Verhältnisse sehr ansprechendem Niveau. Er brachte den zweiten Hofmann Renner auf 1.26.471. damit lag  er ganz knapp hinter Roman Szott, dessen NSU zwei neue Zündspulen bekam und nach dem Ausfall von Unterfranken nun wieder Super läuft. Roman macht mit 1.25.885 Rang 11 für sich klar.
 
Der Regenkönig von Unterfranken, Wolfgang Schwalbe scheuchte hier seinen NSU im Training zu einer 1.23.393 im dritten Trainingslauf. Der Rennsonntag sollte laut Wetterbericht Trockenheit bringen und so brauchte man ja am nassen Samstag nicht alles riskieren. Die Wetteraussage blieb uns einiges schuldig und Wolfgang fuhr locker auf Rang 10.

     

       Wolfgang Schwalbe fährt sehr gern im Regen, da rückt er der Konkkurenz mächtig

       auf den Leib.

Jetzt purzeln die Zeiten noch einmal ein paar Sekündchen herunter. Walter Voigt machte 1.20.717 klar. Uwe Schindler, der vorzeitige NSU Bergpokalmeister brauchte rein gar nichts mehr riskieren. Mit dem Gesamtsieg in 2013 konnte er ganz entspannt fahren, so tat er es, hier mit 1.20.383 auf Rang 8. Walter Voigt bildete Rang neun in dem Samstagsklassement.
 
Die nächsten beiden Piloten lagen ebenfalls ganz eng zusammen. Mike Vogel, der in diesem Jahr noch stärker fuhr als in den Jahren zuvor raste sogar mit 1.19.436 auf einen hervorragenden sechsten Platz. Nicht mal einen Wimpernschlag dahinter Karl Heinz Meurer, der den Ex Schmitt NSU mächtig vorwärts trieb. 1.19.939 waren für den Schwarzwälder drin, tolle Zeiten fand ich.

              

          Macht hier stark auf sich aufmerksam. Mike Vogel hängt hart am Gas!!

 
Weitere drei Fahrer/in  lagen von Rang 3 bis 5 in einer Sekunde. Fangen wir mit dem dritten Thomas Krystofiak an. Er trieb den NSU Typ 77 unter vollem Einsatz die 2300 Meter lange Piste hinauf. Man sah das er es richtig wissen wollte, er kommt hier ja auch nicht zum Spaß hin, so würde er sich bestimmt äußern. 1.18.196 machte der Niedersachse möglich und behielt so die Oberhand über zwei weitere starke Piloten/in.

             

Nicola Hoellerich jagd durch das berüchtigte Regal S, welches Lional Regal gewidmet ist!

 
Nicola Höllerich die in 2013 unbedingt noch bei einen Lauf zum NSU Bergpokal starten wollte entschied sich für Mickhausen und stellte sich den schwierigen Bedingungen. Für Nicola ist das alles kein Thema, sie beherrschte den lila farbenen NSU bestens und machte das möglich was mit diesem Renner möglich ist. 1.18.403 für die Frau aus der Eifel und damit Position 4.
 
Rang 5 ging an Jörg Davidovic. Der Odenwälder NSU Profi hat leider in 2013 keine Zeit große Veränderungen an seinem Renner vor zu nehmen. So blieben Arbeiten an einer neuen Fahrwerksabstimmung leider hinten an. In schnellen Kurven hebelte der TT hinten aus und verlor den Gripp zur Strecke. Jörg wollte natürlich das Auto nicht riskieren und blieb auf einem vernünftigen Level, der aber sehr hoch lag! Mit 1.18.765 trainierte er immer noch auf Podestniveau. Hoffentlich lässt der Winter ihm etwas Zeit für seinen Prinz, dann geht es 2014 wieder noch härter an das Gas!
 
Auf Rang 2 trainierte Steffen Hofmann. Er lotete an seinem Prinzen das Limit voll aus. Die acht Jahre alten Pirelli Regenreifen ließen nicht mehr zu, trotzdem absoluter Angriff und im Endeffekt  sehr gute  Zeit. Mit 1.17.107 driftet der Bamberger zu einem zweiten Platz. Man weiß aber nicht genau, was Steffen für den Renntag noch so mobilisieren kann. Unter diesen Bedingungen dürfte es aber schwer sein den Top Mann hier in Mickhausen zu schlagen....
 
Dieser Top Mann war ganz klar Jörg Höber. Der Nürnberger spannte Monate lang alle Fäden und tat alles den NSU TT noch schneller zu machen. Jetzt hat er sein Netz zu Ende gespannt und der NSU ist ein Super Paket. Jörg nutzt dieses Paket voll aus und stempelt Zeiten in den glitschigen Mickhäuser Asphalt das es nur so kracht. Ordentlich Schub im Heck des TT gepaart mit hier sehr gut funktionierenden Regen Pneus machen Jörg im Training unschlagbar. Hervorragend umgesetzt das ganze treibt er den NSU zu einer 1.15.562 und ganz klar auf die Trainingspole.
 
Jetzt war die große Frage, was der Wettergott mit uns  vor hat? Nach dem Aufstehen und dem ersten Schritt aus dem Wohnmobil machte sich wieder Regen breit und es war den ganzen Renntag komplett nass. Sollte das für Jörg Höber den Sieg bedeuten? Wichtig war das alle NSU heil hoch kommen und genau das taten sie, mit Bravour. Andere Fahrzeugklassen wurden durch Ausrutscher ganz schön ausgedünnt....

 

            

 Joerg Davidovic und ich bei Benzingesprächen, kurz nach der Ankunft in Mickhausen

Rang 12 im letzten Rennen der Saison belegte Jörg Davidovic. Wie war das möglich? Ich hatte es gesehen. Er flog auf die künstliche Ziel Schikane zu, die aus Betonteilen bestand. Er bremste diese auf letzter Rille an und bekam den NSU nicht mehr in dessen Kurvenfolge. Kurzerhand ging er von der Bremse und ließ den NSU durchrollen. Eine Zeitstrafe von 15 Sekunden musste er so hinnehmen. Im zweiten Lauf waren 1.19.292 möglich, im Gesamt blieb die Zeit von 2.51.180. in der NSU Gesamtwertung müsste für den sympathischen Odenwälder Rang 4 herausgesprungen sein, das kann sich doch sehen lassen denke ich.

           

    Uwe Schindler lässt die Korken krachen, der frisch gebackene Meister 2013!!!!!!

 
Die Schikane bekam Gerhard Hofmann statt dessen blitzsauber hin.  Er steuerte den TT auf zwei tiefe 1.25er Zeiten. Damit ergeben sich im Gesamt folglich 2.50.286 und ein zufriedener elfter Rang denke ich.

           

        Gerhard Hofmann fährt aus dem Wald dem Regal S entgegen......

 
Diese 1.25 knackte Roman Szott im zweiten Rennlauf locker und setzte sich somit recht deutlich von Gerhard Hofmann ab. 1.23.135 verkündete die Stoppuhr bei seiner zweiten Bergauffahrt an diesem verregneten Sonntag. In der Gesamtwertung waren 2.48.587 drin, das gab Rang 10 in der Stauden Region Mickhausen für ihn.

           

                  Roman Szott hinter der Antoniusbuche, im unteren Streckendrittel.

 
Wolfgang Schwalbe zeigte wieder seine Fähigkeiten im Regen. Er fährt gern unter diesen Bedingungen und ist unter schwierigen Verhältnissen gerne für Überraschungen bereit. Wolfgang der auch schon Rallyes auf NSU fuhr steuerte den TT auf 1.21.550 und im Gesamt zu 2.44.509. das bedeutete  Position 9!
 
Auf den achten Rang am Renntag fuhr Thomas Krystofiak. Er konnte die Trainingszeiten des Vortages nicht mehr ganz halten. Grund war wohl ein gerissener Krümmer, der sichtbar Leistungsverlust für das 1300er Triebwerk bedeutete. Thomas brachte den NSU natürlich schnellstmöglich dem Ziel entgegen, aber mehr wie 1.19.356 waren unter diesen Voraussetzungen nicht drin. Gesamtzeit für den KWR Racer 2.41.210.

           

               Thomas Krystofiak jagt unter vollem Einsatz durch die Schikane

 
Position 7 in diesem Feld ging an Walter Voigt. Mit einem leichtem Slide brachte er den hervorragend vorbereiteten NSU TT in Lauf 1 durch das schnelle "Regal" S und das bei Geschwindigkeiten jenseits von  120 km/h. Sehr gut sah das aus ,obwohl ich nah herangesoomt durch die Kamera etwas die Luft anhalten musste. Die schnellste Einzelzeit von Walter Voigt war ebenfalls eine 1.19 und zwar 1.19.884 ,das war eine Gesamtzeit von 2.41.098. Damit blieb er haarscharf vor Thomas Krystofiak.

Der Mann hinter den schönen Rennfotos, Axel Weichert, endlich mal vor der Kamera
Rang sechs auch ganz klar eine tolle Überraschung! Mike Vogel  lagen diese schweren Gegebenheiten hier in Mickhausen sehr. Noch am Trainingsabend  erklärte er, wie er den TT schnellstens dem Ziel entgegen bringt und die Reaktionen des leicht driftenden Hecks in seine Bestzeiten umwandelt. Diese Bestzeiten lagen am Renntag sogar noch knapp Trainingsniveau mit 1.19.261, im Gesamt bedeutete das 2.39.544, super!

          

             Super Auftritt: Karl Heinz Meurer fährt Zeiten von 1.18, klasse!
Karl Heinz Meurer musste ordentlich Feuer machen, um sich Mike Vogel vom Leib zu halten. Genau dieses tat er ,extrem im zweiten Rennlauf. Mit 1.18.464 machte er klar, Hey Mike für mich reicht es noch nicht ganz! Im ersten Lauf  war Mike aber schneller und so war das Endergebnis ganz schön knapp. 2.39.112 lautete das Resultat für den Schwarzwälder Racer.

            

         Starkes Foto: Walter Voigt im Spiess NSU TT

 
Um Rang drei und vier stritten sich ein Herr und eine Dame! Beide hatten sehr  schnelle Einzelläufe  zu verzeichnen! Spannung lag absolut in der Luft. Der Herr hieß Uwe Schindler, der am Renntag noch mal einiges mobilisierte und damit klar unterstrich das er die Meisterschaft 2013 verdient gewonnen hatte! Uwe Schindler fuhr sehr schnell und sauber zu 1.16.856 im NSU KWR. Damit  heimste er sich ganz knapp Rang 3 ein, vor der Dame, die Nicola Hoellerich heißt und in Zehntel Sekunden Abständen dem Meister 2013 folgte. Nicola trieb den NSU TT, der blendend von Edgar Reich vorbereitet wird auf die schnellste Laufzeit von 1.16.990. In der Gesamtzeit landete unser Eifelblitz mit 2.35.231 auf Position 4, ein super Duell!

          

       Meister der Saison,das ganze Jahr konstant stark unterwegs Uwe Schindler

Wir feiern den frischgebackenen Meister 2013 Uwe Schindler herzlichen Glückwunsch

 
Steffen Hofmann gab alles in seinem schnellen NSU TT. Die Michelin Reifen, die am Glasbach blendend bei Regen funktionierten ließen ihn auf dieser wesentlich rutschigeren Piste etwas mehr im Stich, waren aber nicht schlecht.  Das soll aber für den immer gut aufgelegten Bamberger kein Problem darstellen, denn er macht aus jeder Situation, sei sie noch so schwierig immer das beste, das habe ich über die Jahre kennen und schätzen gelernt! Steffen rast auf zwei 1.17 er Zeiten wobei die bessere 1.17.242 lautet. In der Gesamtzeit kam Steffen auf 2.34.675 und belegt Podestrang 2 beim Abschlussbergrennen in 2013.

         

        Mit acht Jahre alten Pneus jagt Steffen Hofmann die Konkkurenz, hier reicht es für silber auf dem Podest. 

         

    Hier bärenstark unterwegs. Jörg Höber dominiert das Finale in Mickhausen!

 
Die Nummer eins im Training war auch klar die Nummer 1 im Rennen. Jörg Höber dominiert hier das komplette NSU Fahrerfeld. Zum Training verbessert er sich noch mal auf eine sagenhafte 1.14.909. Eine Zeit, die hier bei Regen  in Mickhausen neue Maßstäbe in der NSU Welt setzt und ganz schwer erreichbar sein dürfte. Die Ruhrgebiets-Power im Heck des NSU trägt genauso zu dieser Fabelleistung bei, wie der "Macher"
am Lenkrad, der diese Kraft optimal umsetzt. Selbst Bernhard Neuner vor Ort und Leo Rabus in der Ferne fieberten mit Jörg Höber mit und freuten sich genauso wie Jörg selber über den NSU Klassensiegerpokal, der nun im Nürnberger Raum steht. In der Meisterschaft müsste Jörg durch die starken Leistungen in den letzten Rennen den zweiten Platz eingefahren haben. Zu all dem kann man nur den Hut ziehen und sagen starker Auftritt!

      

Ein prominenter Gast im NSU Fahrerlager, Tim Schrick nahm im NSU von Mike Vogel platz....

          Wie einer von uns Tim Schrick mit Jörg Höber und Nici Höllerich

 
 wird in der Heimat von Uwe Schindler natürlich auch der Gesamtsieg im NSU Bergpokal von Uwe Schindler gefeiert. Dazu auch noch mal herzlichste Glückwünsche an den schnellen Selbitzer. Wer dabei sein möchte findet hier alle Informationen dazu: HIER Einem Ausklang einer starken NSU Bergpokalsaison 2013 steht also nichts mehr im Wege! Wir freuen uns auf Fans und Fahrer!

 

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