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Bergrennen Eschdorf

Das Bergrennen Eschdorf bildet den Start in die neue NSU  Bergrennsaison 2014. Acht NSU eröffneten hier in Luxemburg den Auftakt in die neue Saison. Zahlreiche NSU Fahrer waren aus verschiedenen Gründen noch verhindert, als Beispiel Karsten Steinert( Vater geworden von Tochter Ellen) an dieser Stelle Gratulation von uns allen, oder Jörg Davidovic, dessen NSU TT noch zerlegt ist, sowie Karl Heinz Meurer, der sich Umbauarbeiten daheim widmen muss.

Wolfgang Schwalbe im unteren Streckenabschnitt unterwegs

Ich denke beim nächsten Lauf in Wolsfeld an Pfingsten dürfte das Feld deutlich besser besetzt sein. So ,nun widmen wir uns dem aktuellen Training hier in Eschdorf, welches am Samstag und auch am Sonntag dem Renntag von den so genannten Eisheiligen begleitet wurde. Nachts und im ersten Lauf am Morgen waren Temperaturen von Null bis drei Grad zu verzeichnen! Das hinderte die NSU Fahrer und das gewaltige internationale Starterfeld von 240 Autos aber nicht daran mächtig Gas zu geben.


 Pit Schabacker, der aus dem 500 km entfernten Göttingen angereist war stürmte mit 1.20.123 dem 1800 Meter entfernten Streckenende entgegen. Schrauber, Freund und Helfer Bodo begleitet Pit dabei das ganze Wochenende und kümmert sich um alles im NSU Fahrerlager


Auf Trainingsrang 7 liegt Wolfgang Schwalbe, der schon einige Sekunden mehr locker machen konnte. Mit 1.16.324 trainiert Wolfgang auf einem sehr ordentlichen Niveau. Wolfgang setzt sich schnell und sauber in Szene mit einem sehr gut vorbereiteten Auto!

        

 Traumauto schnell unterwegs Walter Voigt zeigt wie man das macht

Noch mal deutlich schneller Walter Voigt, der hier im malerisch schönen Spiess NSU versucht sich an das starke Vorderfeld heran zu tasten. Von Jahr zu Jahr schließt sich die Lücke mehr, so auch heute mit 1.12.574 Laufbestzeit. Wenn sich Walter noch etwas steigern kann ist er dran, für den Renntag kündigte Walter noch Potential an, ich war gespannt was da noch möglich ist. Rang sechs für den Konzer NSU Haudegen.

Hier im Training wurde stark gepokert, man hatte den Eindruck das manche Fahrer ihr Potential nicht ganz zeigen wollten und dann am Renntag noch Überraschungen parat haben. Die Sektorzeiten der Streckenabschnitte verrieten dieses hier und dort. Das machte alles noch spannender.

          

            Pit Schabacker schmeißt den NSU durch die Zielkurve

Nicht so Nicola Höllerich, ihr Motto heißt vom ersten bis zum letzten Lauf Vollgas. Die Eifelanerin kommt hier nicht zum spielen hin, sie drückt das Pedal von Anfang an voll durch. Zu viel war es in Trainingslauf 3 in dem ihr in der schnellen Zielkurve etwas die Straße ausging. Durch ein heftiges Bremsmanöver und tolle Reaktion lehnte Nicola sich nur an die Strohballen an und verhinderte größeren Schaden am TT. 1.10.623 holte Nicola aus sich und dem NSU TT in Lauf 2. Eine Zeit unter 1.10 ist ihr Traum, doch Nici holt stets das letzte aus ihrem Material finde ich, Trainingsrang 5 in diesem Feld starker Piloten!

Jetzt kommen drei weitere Piloten die es wissen wollen und heftig den Gasfuß Richtung Bodenblech drücken! Fangen wir mit Thomas Krystofiak auf Rang vier liegend an, der seinen NSU 1200c sauber aber verdammt schnell diesen und eigentlich jeden Parcours im Bergrennkalender dem Ziel entgegen zirkelt. Aus Situationen am Limit behält er stets die Übersicht und holt das beste heraus, das hat die Vergangenheit schon so oft gezeigt! Das war hier im Training aber gar nicht nötig, denn die saubere Fahrt erforderte dieses nicht. Thomas trainiert mit 1.10.057 auf engstem Raum mit seinen schnellen Mitstreitern.

          

        Uwe Schindler unter Vollast am Ende der langen Geraden

Einer dieser Mitstreiter ist Uwe Schindler, dem hier in Eschdorf der NSU Streckenrekord gehört! Mit 1.07.407 fuhr er diesen im Jahr 2013 ein! Heuer fährt Uwe auf 1.09.247 und holt sich den dritten Rang im Infight der schnellen NSU TT an Deutschlands Bergen. Schnell und rund war Uwe unterwegs, wie weit er an das Limit gehen will, das wird der Sonntag zeigen. Für allerlei Überraschungen ist Uwe ja bestens bekannt, denn Fahrer und Fahrzeug sind Super!

Rang 2 geht nach Nürnberg und Jörg Höber, der Uwe Schindler um 1/10 Sekunde auf Distanz halten kann und seinerseits einen tollen Ritt im NSU TT präsentiert. Für Jörg heißt das ,eigene Bestzeit im NSU TT mit 1.09.179, eigene Bestzeiten sind immer gut, Rang 2 in dem kleineren aber feinen Feld der NSU Fahrer! Ich denke Jörg wird zufrieden sein, will aber auch immer mehr und konzentriert sich auf den Renntag. Jörg ist ein Mann der auch nicht aus Spaß 500 Kilometer zum Bergrennen fährt sondern sein Limit testen will!

             Nicola Höllerich gibt alles, die 1.10 muss fallen.... 

Einen komplett neu umgebauten NSU TT präsentiert Steffen Hofmann. Mit allerlei Raffinessen ausgestattet zeigt sich jetzt erstmals am Berg, ob die lange Arbeit im Winter Früchte trägt. Sie trägt reichlich Früchte finde ich, das neue Konzept geht auf und Steffen Hofmann rast schon im Training auf Fabelzeiten, die ihn klar vom restlichen Feld distanzieren. Mit extremen Kurvengeschwindigkeiten deutet sich an ,das Fahrer und Fahrzeug besser wie nie zuvor harmonieren. Steffen Hofmann fährt  im Training schon seinen eigenen Rekord ein und zeigt mit 1.07.910 in nur zwei gefahrenen Läufen die Bamberger Muskeln. Rang eins für den achtfachen Champion des NSU Bergpokals im Training.

            

Der Abend im Sportheim gestaltete sich sehr gesellig


Die Abende in Eschdorf waren der Kälte wegen recht kurz aber sehr schön. Am Freitag Abend war die NSU Meute von Freunden Nicola Höllerichs aus Heiligenstadt zum Grillen eingeladen! Im warmen Sportheim war das mit allen zusammen sehr angenehm. Vielen Dank nach Heiligenstadt, wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit euch am Iberg! Der Samstag Abend wurde mit Heizstrahlern in den Zelten verbracht, aber gegen zehn Uhr zog es alle dann in die warmen Wohnmobile.

Der Brixner Gruppe 5 Heckflügel dient nicht nur dem Anpressdruck in den Kurven sondern auch als Flaschentheke.....schön war es

 

Mit der Sonne verschwanden auch die wärmenden Strahlen, als Impression blieb der Sonnenuntergang über einer von 30 gebauten Ginetta G 12 mit Twin Cam Lotus Triebwerk.

          

    Er mischte bei den aktuellen Rennwagen sehr gut mit Simca 1600

Der Renntag war noch kälter aber komplett sonnig! Die NSUs stürmten in drei Rennläufen dem Ziel entgegen, alles blieb heil und alle Renner in der Wertung. Die Luxemburger werten nur die zwei schnellsten Läufe, wobei alle drei im Gesamt in die Wertung des NSU Bergpokals einfließen, somit verschieben sich ein paar Platzierungen, aber ich gehe hier nach dem offiziellen Luxemburger Aushang und werde die drei Kampfhähne die es betrifft auch noch mal im NSU Wertungsmodus auseinander rechnen!

Los geht es mit Pit Schabacker, der sich zum Trainingstag am Samstag im von Jörg Davidovic präparierten NSU noch mal ordentlich steigert. Pit, der ganz klar länger am Gas bleibt wie am Vortag fährt auf 1.18.549 Laufbestzeit und holt so noch zwei Sekunden zum Trainingstag. Gesamtzeit des angenehmen Göttingers 2.37.590 mit Position acht mit den zwei schnellst gewerteten Läufen!

         

    Sogar Besuch aus England war da, Keith Edwards im 850 Ps S1

Rang 7 mit drei gleichmäßig schnellen Läufen und Zeitsteigerung von einer Sekunde zum Vortag ist Wolfgang Schwalbe unterwegs. Wolfgang, der nach vorn und hinten reichlich Platz hat fährt einen sauberen siebten Rang ein und nimmt so am Saisonanfang schon mal einiges an Punkten mit in die Heimat. Er zeigt mit 2.30.682 Gesamtzeit ein schönes Ergebnis in Eschdorf!

Nun kommen wir zu Walter Voigt, der seinen eigenen NSU Streckenrekord einfährt und mächtig fliegen lässt. Mit 1.11.790 in Lauf 2 sagt er der Mitkonkurrenz, hey ich bin da und ich komme immer näher! Selbst Jörg Davidovic, der in seiner Heimat die Livezeiten verfolgte äußerte sich so: Walter ist stark unterwegs, das ist auch ganz klar meine Meinung und traf es auf den Punkt. Im gesamt erzielt Walter Voigt 2.23.882 und ist näher dran, an dem Podest als jemals zuvor, starker Auftritt in Heimatnähe!

Nicola Höllerich fährt auch maximale Attacke. Sie gibt alles, wie der Spross aus der bekannten Motorsportfamilie es immer tut! Nici fährt ebenfalls in Lauf 2 zu ihrer schnellsten Einzelzeit von 1.10.419. In der Gesamtzeit bedeutet das 2.21.140 und ein fünfter Rang in diesem kleinen aber hochbesetzten NSU Starterfeld! Gebt der Nici 5 Pferdestärken mehr und die 1.10 Zeiten würden nur so purzeln, da bin ich fest von überzeugt, klasse Leistung wie immer!

          

           Pfeilschnell Thomas Krystofiak spielt munter vorn mit


Nun kommen wir zu drei Fahrern die auch schon im Training dicht an dicht lagen. Sie machen dass Rennen hier extrem spannend, denn mit jedem gefahrenen Lauf wechseln hier die Podestplätze von Rang 2 und 3. Thomas Krystofiak ist den ganzen Tag blendend unterwegs. Seinen besten Lauf zeigt er in 2 mit 1.09.452. Lauf drei wäre locker noch schneller gewesen ,doch Thomas ging mit Fullspeed in der Zielkurve die Straße aus. Um einem extremen Aufprall zu vermeiden musste! Thomas kurz lupfen um wieder auf den rechten Weg zu kommen, so war seine Bestzeit natürlich dahin, aber das Auto war gerettet! Sensationell wie das aussah, Thomas hinterließ ein Schlachtfeld aus Strohballen und Rückleuchten sowie Lacksplittern in der Zielkurve, doch der 1200c war gerettet und immer noch schnell im Ziel. Eine zehn Minütige Unterbrechung war nötig um die Strecke aufzuräumen, irre Vorstellung des Mannes aus Niedersachsen mit der weitesten Anreise, Gesamtzeit zweier Läufe 2.19.717.

            

             Ebenso wie Jörg Höber, hier geht es um das Podest


Die nächste Gesamtzeit von 2.19.708 kam von Uwe Schindler, der mit den Läufen immer schneller wurde. Somit zeigte er mit 1.09.626 in Lauf drei seine schnellste Zeit. Wäre ein vierter Lauf drin gewesen hätte Uwe die 1.09 nach unten geknackt da bin ich mir sicher. So überzeugt Uwe Schindler wieder auf ganzer Linie und bringt den infernalisch schnellen Renner sauber nach Hause.

           

  Eine Macht in Eschdorf und im NSU Bergpokal Steffen Hofmann


Eine weitere Gesamtzeit von 2.19.059 gehört Jörg Höber, der ebenfalls mit Lauf 3 seine Bestzeit demonstriert. An die Trainingszeit von 1.09.1 kann er nicht ganz heranfahren, da ihn die Gripfunktionen der arg strapazierten Slicks verließen. Sie bauten nach dem Training hier rapide ab. In Lauf 2 konnte Jörg Höber einen Dreher in einer der 180 Grad Kehren mit ach und krach vermeiden, so war die Zeit natürlich dahin, aber das Auto heil. Auch bei ihm war es das best mögliche was zu diesem Zeitpunkt mit den Reifen möglich war! So hieß der Zieleinlauf nach dem Luxemburger Reglement Rang 2 Jörg Höber, Rang 3 Uwe Schindler Rang 4 Thomas Krystofiak. In Wertung unseres Reglements hieß der Zieleinlauf mit Wertung aller drei Läufe: Jörg Höber Rang 2 mit 3.30.084, Thomas Krystofiak Rang 3 mit 3.30.517 und Uwe Schindler Rang 4 mit 3.30.598. Egal welches System man jetzt anwendet ,es waren alle drei bestens unterwegs und an Spannung war das nicht zu überbieten!

Bestens unterwegs war auch der Sieger Steffen Hofmann. Was der Meister hier präsentierte ließ einem immer den Atem stocken. Die Videos beweisen, sensationelle Kurvengeschwindigkeiten werden erreicht und brachten den NSU TT niemals in Bedrängnis. Steffen kommt die Geraden herunter mit hohem Speed und schmeißt sich regelrecht meist ungebremst in die Eschdorfer Kurven. Das Presseteam dachte das geht niemals gut, doch es ging gut, Steffen Hofmann brachte das Geschoss mit minimalen Korrekturen ohne Zeitverlust durch die Winkel der Strecke in Eschdorf und hielt den NSU TT auf Kurs! Im kompletten Starterfeld von nahezu 240 Autos von nationaler und internationaler Konkurrenz konnte das nur bei einer Handvoll Startern beobachtet werden. Sensationell gefahren brennt Steffen hier zu einer Gesamtzeit von 2.15.416 und nimmt Full Points mit in die Heimat nach dem ersten NSU Bergpokallauf in Eschdorf. 1.07.563 lautete die schnellste Zeit von Steffen Hofmann ,im nur 2 Grad warmen ersten Rennlauf, na wenn das nichts aussagt! Glückwunsch an alle, es war ein gelungenes Auftaktwochenende weit der Heimat in Luxemburg!

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