image1

Auftakt NSU Bergpokal in Schotten, Steffen Hofmann gewinnt vor starker Konkurrenz

Der erste Lauf zum NSU Bergpokal 2018 fand auf einem Teilstück des legendären Schottenrings statt. Auf der 3033 Meter langen Strecke Nähe Rudingshain fanden sich 9 NSU ein ,um sich den ersten Schlagabtausch des Jahres 2018 zu liefern. Ein NSU TT der 16 V trat mit Jörg Davidovic in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1150 Kubik an. Die restlichen neun Fahrzeuge leisteten sich spannende Kämpfe um die Zeiten im NSU Bergpokal.

Nicht nur optisch stark, Steffen Hofmann im Davidovic NSU TT

Roman Szott, der sein Auto über den

 Winter neu aufbauen lassen hat zeigt mit seinem nun viel schönerem und sehr gelungenem Rennfahrzeug in vier Läufen eine Bestzeit von 1.48.044 im vierten Trainingslauf, damit steigerte er sich über den Tag gesehen um ganze 8 Sekunden. 

Weiter ging es mit Wolfgang Schwalbe, der wie entfesselt durch die Querspange im

Oberen Streckenabschnitt stürmte und  1.44.508 mobilisierte, damit war Rang 7 drin. 

Etwas besser konnte das Andreas Reich, der seinen Reich NSU mit 1.42.850 in Training 3 abstellte und die siebte Position bezog. So richtig zufrieden war der Simonswälder damit am Abend nicht. In der engen Zielkurve fiel die Drehzahl ordentlich in den Keller, da blieben gleich 1-2 Sekunden liegen. Für den Renntag wollte er aber alles versuchen, um noch weiter vorne hereinzufahren, Potenzial bei Fahrer und Auto sind definitiv vorhanden!

Weiter ging es mit den beiden KWR Piloten Uwe Schindler und Thomas Krystofiak, die sich in der Zeitenhatz nichts schenkten. Uwe konnte 1.41.635 für sich mobilisieren, während Thomas Krystofiak mit 1.41.011 antwortete und den großen NSU 1200c heftig schnell durch die obere Zielkurve fliegen ließ dabei blieben die Räder nicht an der Erde. Beim anbremsen auf die Querspange in Lauf 3 ließ er ebenfalls richtig Gummi liegen mit einem starken Verbremser, Thomas wollte es definitiv richtig wissen. Die Trainingsränge 4 Thomas und 5 Uwe waren somit für diese beiden Piloten gesichert!

Jörg Höber ließ den Grewe -TT richtig fliegen und zeigte im 3 und vierten Trainigslauf 1.38er Zeiten, wobei die schnellere in Lauf 4 mit 1.38.416 gesichert werden konnte. Mehr war einfach nicht drin, so äußerte sich der Nürnberger am Abend, der unter den Augen von Teampartner und KW Berg Cug Gewinner Frank Genbrock das Rennen in Schotten in Angriff nahm. Frank Genbrock war anwesend um im Höber-TT Probe zu sitzen und ihn dann gleich für das Rennen in Eschdorf mit Heim zu nehmen. Dann wird es den ersten Einsatz von Frank im Grewe NSU geben! 

Obere Querspange immer sehr spektakulär Thomas Krystofiak im ersten Training....

An der Spitze hier in Schotten tobte ein wildes Duell. Die Charakteristik dieser beiden NSU Fahrzeuge passte wohl am besten zu dieser Powerstrecke. Karsten Steinert und Steffen Hofmann waren durchaus in der Lage Drehzahlren zwischen 9000 und 10000 Umdrehungen und darüber aufzurufen. So konnte man auf den langen Geraden natürlich viel länger am Gas bleiben und Zeit gut machen, während andere schon im Drehzahlbegrenzer unterwegs waren. Die Zeiten purzelten dadurch bis auf 1.36.746 Karsten und 1.36.588 Steffen Hofmann im Davidovic TT. Ein infernalisches Duell, welches am Renntag wohl für Spannung sorgen dürfte!

In der Klasse der verbesserten Spezialtourenwagen bis 1150 Kubik stand der NSU TT 16 V einer Armada von VW Polo 16 Ventilern gegenüber, die natürlich mit bis zu 180 Ps dem 140 Ps starken NSU 1150 auf dieser Strecke überlegen waren! Nachdem am 16 V NSU verschiedene Auspuffvarianten erprobt wurden fand man in Lauf 4 die beste Kombination. Damit konnte Jörg Davidovic den sequentiellen Sechs Gang Renner zu einer zufriedenen 1.39.510 treiben! 

Abends wurde in den beheizten Zelten Benzingespräche geführt und etwas geklönt ,bevor es dann rechtzeitig in die Schlaf/ Gemächer ging. Das Wetter spielte übrigens an beiden Renntagen sehr gut mit, nur ganz geringer Nieselregen störte etwas am Renntag, der die NSU Truppe bei der Fahrt zum Gipfel aber nicht beeinflusste! 

Am Renntag ging es um neun Uhr in der Früh erneut rund. Pünktlich wurden die 4 Wertungsläufe in Angriff genommen. Roman Szott fuhr seine schnellste Zeit schon im ersten Rennlauf, mit 1.48.139 markierte er seine Wochenendbestzeit. Im Gesamtklassement belegte Roman mit 7.17.703 die neunte Position.

Deutlich schneller ging Wolfgang Schwalbe das Geschehen an! Mit 1.43.741 zeigte er im zweiten Lauf am Morgen seinen besten Sprint. Die Gesamtzeit des Odenwälders belief sich auf 6.56.722. Damit war ihm

Andreas Reich bremst spät, sehr spät die obere Schikane an, er zog sich aber glimpflich aus der heikelen Situation....

Position 7 sicher, leider fehlte Mike Vogel, der hier bestimmt ordentlich mitgemischt hätte, er steht aber in einer Woche in Eschdorf am Start!

Auf den Rängen 5 und 6 haben sich zwei Streithähne gefunden, die sich im

zehntelbereich duellierten. Die Rede ist von Andreas Reich und Uwe Schindler, die sich saures gaben. Andreas bezifferte seine Bestzeit mit 1.40.981, eine deutliche Steigerung zum Trainingstag, Andreas ließ beim anbremsen in die Ecken wesentlich länger stehen. Uwe Schindler konterte mit 1.41.029, so zog sich dieses Duell über sämtliche Läufe. In der Endabrechnung hatte Andreas Reich mit 6.47.941 haarscharf die Nase vorn! Uwe raste in seinem KWR NSU auf 6.47.997. Nach 15 Rennkilometern ein Unterschied von ein paar Tausendstel Sekunden, na wenn das nicht spannend ist!

Auf der vier setzte sich Thomas Krystofiak fest. Er brachte es fertig in dem großen NSU 1200 unter die 1.40 zu fahren. Mit 1.39.414 zeigte er in Lauf 2 am Morgen wie man die große NSU Limousine rund und sauber dazu sehr schnell bewegen kann, Gesamtzeit des  Niedersachseners 6.40.233.

Die dritte Podestposition sicherte sich Jörg Höber. Er brachte seinen NSU TT zu 1.38.762 Laufbestzeit. Jörg fuhr einen sauberen Stil, nie überzogen, mehr war für ihn und sein Auto an diesem Renntage nicht drin. Die Gesamtzeit von Jörg bezifferte sich auf 6.37.139, ein klarer dritter Rang.

J

Optimal gefahren, der Höber TT liegt satt auf der Strasse!!!

Jetzt kam das Duell zwischen Steffen Hofmann und Karsten Steinert. Steffen Hofmann ging das Geschehen voll an, Jörg Davidovic versetzte noch den Drehzahlbegrenzer nach oben in seinem NSU ,um Steffen bis 10200 Umdrehungen sichern zu können , dieser musste sich ja Karsten Steinert vom Leib halten ! Wer Steffen kennt weiß wie vehement er auf der Strecke  zubeißen kann und wie konzentriert er zur Sache geht. Schon Morgens um sechs schaute er sich die Strecke an, um alle Gegebenheiten am Renntag genau zu generieren! Und dann ging es endlich rund, Steffen prügelte den Davidovic TT zu vier 1.36 er Zeiten, die allesamt etwa eine Sekunde unter dem bestehenden NSU Streckenrekord lagen, die beste zeigte sich mit 1.36.285 schon in Heat 1! Karsten Steinert konnte diese infernalische Pace nicht ganz mitgehen, ließ aber ebenfalls heftigst krachen. Seine schnellste Einzelzeit fuhr er ebenfalls in Heat 1 bei kühlerer Luft, die bekanntlich den NSU Triebwerken gut tut! Mit 1.37.220 lag Karsten schon ein paar Zehntel unter dem bestehenden alten NSU Streckenrekord. In der Gesamtzeit aller vier Läufe waren 6.33.156 drin, eine fantastische Vorstellung des Kürteners und damit die zweite Position auf dem Treppchen!

Jörg Davidovic schlägt sich im NSU 16 V sehr gut, die Technik liess auf dieser Powerstrecke, fantastisch....

Die oberste Stufe auf dem Podium war ganz klar für Steffen Hofmann reserviert, der grandios eine starke Gesamtleistung hinlegte. Nach einem Bruch am Fächerkrümmer in Lauf 3 musste der NSU 16 V seinen Krümmer spenden und so mit Ersatzkrümmer auf Leistung verzichten, Steffen Hofmann sicherte die Maßnahme im 8 Ventiler den Klassensieg während Jörg Davidovic dadurch klare Einbußen mit dem 16 V zu verzeichnen hatte!

Wolfgang Schwalbe im bildschönen NSU TT in der ersten Spitzkehre

Schauen wir noch in die Klasse bis 1150 Kubik, in der der NSU 16 V sein Unwesen treibt. Jörg Davidovic sicherte sich die fünfte Position und trieb das 16 V Auto zu einer Bestzeit von 1.39.843. Diese konnte sich durchaus sehen lassen, doch die bärenstarke Polo Armada war auf dieser Strecke nicht zu knacken!

 

Alles in allem ein super Wochenende, schön nächste Woche geht es in Luxemburg weiter. In Eschdorf werden die Aggregate zum' Jubiläumsbergrennen am 5/6 Mai 2018 erneut gestartet.

Diesen Beitrag teilen

FacebookTwitterGoogle Plus

Datenschutz Hinweis