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50.Bergrennen Unterfranken Spannung im NSU Bergpokal auf allen Rängen

Wir blicken zurück zum vorletzten Lauf im NSU Bergpokal der Saison 2017 nach Eichenbühl. Das 50.Jubiläumsbergrennen Unterfranken stand auf dem Programm , 13 NSU Fahrzeuge hatten genannt ,um sich auf der 3050 Meter langen Rennstrecke um Punkte und Pokale zu streiten.

Georg Heiss bringt das erste mal in der aktuellen Saison seinen NSU TT an den Start

11 waren dann wirklich da, Michael Carell zwang eine Grippe nieder, von hier aus gute Besserung, während Leo Rabus mit Getriebeprobleme an seinem NSU TT bei einem Vortest einräumen musste. So ging es mit 11 schnellen NSU Fahrzeugen dreimal im Training 

und dreimal im Rennen auf diese doch sehr anspruchsvolle Rennstrecke im bayrischen Teil des Odenwaldes. Der prognostizierte Regen setzte sich am Samstag zum Glück nicht durch. So konnten zwei der drei Heats  bei abgetrockneter Piste gefahren werden, während der Rennsonntag trocken ausfallen sollte!

Los geht es mit Roman Szott und Bernhard Neuner, die sich das ganze Wochenende duellieren sollten. Im Training fing das ganze an. Beide Strategen bildeten in Lauf 3 ihre schnellsten Zeiten. Roman endete in der Zeitenjagd mit 1.51.280, während Bernhard ihn knapp übertrumpfen konnte und mit 1.51.074 die Oberhand behielt. So waren Rang 11 und 10 im Training gesetzt.

Georg Heiss brachte seinen bildschön penibel aufgebauten Einfalt NSU an den Start. Dieses Auto ist eine wahre Augenweide, jeder sollte sich diesen Renner mal im Detail ansehen, wenn er das nicht schon beim NSU Treffen in Waging getan haben sollte. Georg zeigte schon im
Aufstieg 2 seine schnellste Zeit, mit 1.49.585 steuerte er seinen NSU sicher auf die neunte Position im Klassement.
Deutlich weiter runter ging es in den Zeiten mit Wolfgang Schwalbe und Christoph Schwarz. Beide ließen nicht locker und duellierten sich sehr sehenswert. Während Wolfgang mit 1.45.850 in Lauf 3 für seine Bestzeit sorgte wusste Christoph noch einen drauf zu setzen und mit 1.45.090 zu kontern. Christoph ist sehr ehrgeizig, das hat uns die Vergangenheit gezeigt. Zurücklehnen und ausruhen ist nicht angesagt, hier wird angegriffen und so viel wie möglich herausgeholt! Die Ränge 8 Wolfgang und 7 Christoph waren gebildet für den Trainingstag.
In einer eigenen sicheren schnellen Welt fuhr Mike Vogel, dem beim Bergslalom in Zotzenbach ein Wochenende zuvor sein Renngetriebe zum Opfer fiel und regelrecht zerbröselte. Bei gemeinsamen Bemühungen mit Jörg Davidovic wurde in der Woche Abends auf Sportgetriebe und Tauschdifferenzial umgerüstet. Ich dachte das sei ein Nachteil für Unterfranken, doch Mike belehrte mich eines Besseren! Der Odenwälder langte beim Heim Grand Prix richtig hin und mobilisierte in Heat 3 eine Zeit von 1.43.760. Damit konnte Mike sicher die sechste Position einfahren und zufrieden sein!
 
 
Schnellster beim Samstagstraining in der Früh im Regen Andreas Reich
 
Nun springen wir wieder deutlich nach vorn. Die beiden KWR Piloten Uwe Schindler und Thomas Krystofiak gaben sich auf der Strecke saures. Die beiden schmissen ihre Fahrzeuge den Berg hinauf ,das es eine Freude für die zahlreich versammelten Fans war dieses zu beobachten. Beide bildeten ein Patt in den Zeiten und beließen es am Trainingstage damit knapp über der magischen 1.40 er Marke zu bleiben. Thomas mobilisierte 1.40.093 auf der vierten Position, während Uwe mit 1.40.112 auf der 5 ordentlich zu kontern wusste! Diese beiden Männer sollte man für den Renntag im Auge haben, das Podest ist immer in Reichweite und die Zeiten können meist nochmal deutlich purzeln!
 
Auf den Positionen 2 und 3 ging das duellieren weiter. Der Gaststarter Andreas Reich, der sich in 2018 einschreiben will, präsentierte sich wieder extrem stark. Andreas zeigt mit seinem selbst entwickelten Einspritz Aggregat und seinem schmerzfreien Fahrstil sehr schnelle Zeiten. Auf der Strecke lässt er im wahrsten Sinne des Wortes die Sau raus. In Aufstieg 3 machte sich die Kunstoff-Heckscheibe selbständig, die den Fliehkräften im unteren Kurvengeschlängel nicht mehr gewachsen war. Die Bestzeit war trotzdem mit 1.38.962 möglich, somit wieder weit vorne dabei, Rang 3 für den Mann aus dem Simonswald, der Reich Racing wie schon Vater Edgar optimal und schnell präsentiert. Der zweite Kämpfer in diesem Duo war Karsten Steinert. Der Mann aus dem Oberhausener Raum zeigt mal wieder was in ihm und seinem Drehzahlstarkem Aggregat steckt. Nach ein paar technischen Problemen in der laufenden Saison sollte in Unterfranken der Paukenschlag kommen. Die Technik hielt problemlos und 1.38.315 in Heat 3 feuerten Karsten gleich in die Spitze dieses Sehens und hörenswerten Feldes! Position 2 im Training war ihm so sicher! Für den Renntag durfte man gespannt sein, ob nach vorne noch etwas zu mobilisieren war. 
Denn vorne bildet Jörg Davidovic mit Teampartner Steffen Hofmann in 2017 eine Hürde, die aktuell nicht oder nur ganz schwer zu überspringen sein dürfte! So sollte es beim vorletzten Lauf in 2017 auch sein. Jörg Davidovic war hier am Volant und mit seinem NSU TT gemeldet. Nach kleinen wichtigen Wartungsarbeiten in der Woche am Aggregat zeigte sich der D Zug wieder in Bestform. Trotz zwei Jahre alter Reifen wurde mächtig hingelangt. Jörg Davidovic prügelte 1.36.491 in den Unterfrankener Asphalt und ließ den NSU TT heftig fliegen. Die hohen Drehzahlen, die dieses Aggregat ermöglicht verschaffen Jörg Davidovic gerade nach den langen Vollgaspassagen Vorteile. Wo andere schon lupfen müssen können stehen er und auch Karsten Steinert noch voll auf dem Stempel. Das sichert natürlich Vorteile in der Bestzeit, gerade hier in Unterfranken. Jörg rast klar auf die Pole Position und lehnt sich am Abend zufrieden zurück um mit Tochter Lea und der großen NSU Truppe den Abend zu genießen.
 
Der Renntag war leider von ein paar Ausfällen geprägt. Georg Heiss, der gleich in Rennlauf 1 mit 1.47.87 richtig hinlangte und fast zwei Sekunden schneller unterwegs war als im Training musste nach diesem Lauf die Segel streichen. Ein kaputtes Differenzial zwang ihn zur Aufgabe und so wurde Georg und der schöne Prinz schon vorzeitig aus dem Rennen geschmissen, was natürlich sehr schade war.
 
Heftiger traf es Christoph Schwarz in Rennlauf 2 ,bei dem sich nach der langen Power Stage hin zur Zielkurve ein Zylinder verabschiedete. Das qualmende Aggregat verkündete nichts gutes ,obwohl sich Christoph noch so gerade über die Ziellinie retten konnte. An ein beenden des Rennens war so natürlich nicht mehr zu denken, in Aufstieg 1 mobilisierte Christoph 1.44.440 in 2 währe es noch deutlich schneller geworden, denn nach langem Ausrollen vor der Ziellinie waren noch 1.45 drin. Die Zeit hätte ich unter normal funktionierenden Umständen gerne gewusst, so blieb sie uns leider schuldig!
Bei Andreas Reich lief der Renntag sehr durchwachsen. In Rennlauf 1 zeigte er mit der 1.40er Zeit noch das er schnell unterwegs ist, wobei im Ziel schon die Zündung zu streiken begann. In Lauf 2 streikte die Zündung komplett und ein loses Geberrad zwang ihn zur Aufgabe. Nachdem das gelöste Rad im Fahrerlager mit Schweißpunkten festgesetzt wurde konnte der dritte Lauf in Angriff genommen werden. Der Motor tat aber immer noch nicht optimal den Dienst und entfaltete seine Leistung nicht komplett, so fuhr Andreas zu 1.51.171. Der Geber hatte anscheinend ebenfalls Schaden genommen, damit  war für Andreas Reich nach dem Ausfall in Heat 2 der Renntag gelaufen, wobei er natürlich wie immer einen starken Eindruck hinterlassen konnte und ordentlich Würze in das NSU Starterfeld bringen konnte.
 
 
Bietet ganz vorn Paroli Karsten Steinert im von Wolfram Steinert getunten und ausgeklügegelten NSU TT Einspritzer
 
So nun ist es aber auch genug mit den Ausfällen, wir kommen endlich zu den Platzierten. Wir erinnern uns an Roman Szott und Bernhard Neuner, die sich an diesem Wochenende gefunden hatten in der Zeitenhatz! So sollte das Geschehen am Renntag ebenfalls weitergehen! Roman war in der Früh gleich sechs Sekunden schneller wie Bernhard Neuner 1.58 zu 1.52 gegenüber Roman. Bernhard steckte den Kopf aber nicht in den Sand ,sondern langte in Heat 2 ordentlich hin, mit 1.49 distanzierte er Roman gleich um drei Sekunden und bildete die Bestzeit dieser beiden an diesem Wochenende. Damit hätte Bernhard drei Sekunden gut gemacht und heftig aufgeholt. Heat 3 brachte dann die Entscheidung, mit zwei 1.52er Zeiten konnte Roman sich so die bessere Position sichern. Bernhard raste auf die acht mit 5.40.478, während Roman mit der Schnelligkeit in der Früh auf 5.37.589 fuhr und sich Rang 7 sicherte!
Wolfgang Schwalbe hatte leider mit Christoph Schwarz seinen stärksten Widersacher verloren ,was ihn aber nicht davon abhielt weiter das Gaspedal seines Renners ganz nach unten zu drücken. Mit 1.44.978 zeigte Wolfgang in Aufstieg 2 seine Wochenend Bestzeit, im Gesamt bedeutete das Rang 6 mit 5.15.477.
Mike Vogel fuhr in seiner eigenen Welt und das sehr schnell. Nach vorne konnte er keinen mehr einholen, da auf diesen Rängen schon wesentlich mehr Motorenpower zur Verfügung stand. Nach hinten hatte Mike alles im Griff, er ließ keinen an sich herankommen. Mike seine Bestzeit zeigte sich mit 1.43.085 im zweiten Lauf. In der Gesamtzeit fuhr er ohne sein optimales Renngetriebe mit 5.11.459 auf die fünfte Position!
Nun ging es um das Podest und darum wer auf der dritten Position stehen sollte. Das Duell hieß Uwe Schindler gegen Thomas Krystofiak und dieses war an Spannung absolut nicht zu überbieten, den beide Racer hauten richtig einen raus und so müssen wir auf jeden Rennlauf einzeln eingehen. In 1 machte Uwe mit 1.39.487 die Pace, während Thomas mit 1.39.751 fast gleichwertig zu kontern wusste! Um weiter zu kommen betrachten wir Lauf 2, Uwe mobilisierte im KWR Renner 1.38.632 und zeigte die absolute Bestzeit beider Fahrer während Thomas mit 1.39.013 dran blieb. Die Zeichen standen alle auf grün für das Podest und Uwe Schindler, doch Thomas behielt die Nerven und ließ nicht locker. Er haute 1.39.159 in 3 raus, während Uwe etwas nachließ und mit 1.40.263 konterte. Damit hatte es Thomas Krystofiak doch tatsächlich geschafft das Ruder herum zu reißen und den großen NSU 1200 KWR auf das Podest zu stellen. Rang 3 bildete er mit 4.57.923 in der Gesamtzeit, während Uwe mit 4.58.382 auf gleichem Niveau knapp dahinter unterwegs war. Die besten Freunde neben der Strecke werden zu Rivalen auf der Strecke und zeigten hier in Unterfranken 2017 das heißeste Duell im gesamten NSU Fahrerfeld, auf einem sehr hohen und absolut schnellen Niveau, weiter so Jungs klasse, für mich ein Patt!
Nun bleiben noch die beiden Ränge ganz an der Spitze übrig und diese bekleiden Karsten Steinert und Jörg Davidovic. Während Karsten alles versucht um Jörg Davidovic zu folgen fehlen ihm im Schnitt etwa 1.5 Sekunden auf den weißen Davidovic Renner ganz an der Spitze pro Lauf. In Abwesenheit von Jörg Höber ist wohl Karsten Steinert der nächste mit Andreas Reich, der dem schnellen Odenwälder annähernd folgen kann. Am besten klappt das in Lauf 2, wo Karsten mit 1.37.158 bis knapp auf eine Sekunde heranfährt. Wer Karsten dabei auf der Strecke beobachtet hat sah das er optimal und am vollen Limit, dennoch immer mit Übersicht und sauber unterwegs war. Das Drehzahlwunder aus dem Ruhrgebiet tat optimal seinen Dienst und steuerte in der Gesamtzeit auf 4.54.543, damit war ihm Rang 2 sicher!
Das Drehzahlwunder aus dem Odenwald konnte dieses aber noch etwas besser. Mit 1.36.267 zeigte Jörg Davidovic die NSU Wochenend/Bestzeit. Mit Drehzahlen um 9700 Umdrehungen und dazu optimaler Übersetzung  auf den endlos erscheinenden langen Geraden vor der Zielkurve war diese Boden Luftrakete wohl am besten gewappnet für diesen Power Terrain. Jörg setzte dieses Geschehen beherzt ,optimal gefahren, aber wie für ihn üblich stets mit der nötigen Übersicht und nie überzogen um. Der Sieg beim Heim Grand Prix gebührt ganz klar ihm mit einer Gesamtzeit von 4.49.458, herzlichen Glückwunsch. 
In knapp drei Wochen treffen wir uns wieder zum großen Bergrennfinale in Mickhausen. Das letze September/erste Oktoberwochenende wird die Entscheidungen in vielen Klassen bringen. Das große internationale Starterfeld und nicht zuletzt der NSU Bergpokal sollten eine Reise in die Augsburger Region wert sein!
 
Weitere Fotos folgen Morgen, dieses sind die ersten aus dem Film.......

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