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Nur zwei Läufe entscheiden beim Bergrennen Osnabrück über Sieg und Platzierungen

Nun blicken wir zurück zu Lauf 8 im NSU Bergpokal 2017. Das 50.Jubiläumsbergrennen des MSC Osnabrück führte uns nach Norddeutschland, wo Nähe Borgloh die 2030 Meter lange Strecke in Angriff genommen werden konnte. Ein fantastisches Starterfeld von über 240 Startern aus zahlreichen Nationen konnte von Bernd Stegmann und seiner Crew auf 2 Trainings und 2 Rennläufe geschickt werden.

Horst Fleischer nimmt das Zuschauer S im Regen beim Training unter die Räder

Dieses Wochenende war nicht nur ein Wochenende der Rennfahrer, das Showprogramm und die zahlreichen Sponsoren

 standen zum Jubiläum auf gleicher Ebene wie der Rennsport. So war ein gemischtes Programm aus Rennsport und Show für die zahlreich versammelten Zuschauer an diesem Osnabrücker Ausnahmewochenende geboten.

 

Neuer Zuschauer Rekord am Renntag in der Borgloher Schweiz

Der Freitag Abend ließ ein riesiges Programm für alle Fahrer und deren Angehörige im Festzelt zu, das bei freiem Eintritt und freien Verzehr eindringlich genossen werden konnte. Nach diesem gelungenen Abend starteten am Samstag in der Früh um 7:30 Uhr die Motoren zum Training, welches pünktlich in Angriff genommen werden konnte .

Da die NSU Fahrzeuge nur zweimal im Regen den Borgloher Berg erklimmen sollten, davon einmal mit Slicks im strömenden Regen möchte ich nur kurz auf das Trainingsergebniss eingehen, da es für den trockenen Rennsonntag keine Rolle spielen sollte! An der Spitze machte Jörg Höber die beste Figur, er trainierte mit 1.22.393 auf der Pole im NSU-Grewe, knapp gefolgt von Jörg Davidovic auf der 2 mit 1.23.677. Weiter ging es auf der drei mit Uwe Schindler, der sich zu 1.25.141 motivieren konnte vor dem zweiten KWR NSU 1200 gefahren von Thomas Krystofiak mit 1.26.545. Dicht dahinter folgte Karsten Steinert, der an diesem Wochenende endlich mal wieder verdient in das Ziel kommen sollte mit 1.26.622 auf Position 5. Mike Vogel gab dem Davidovic Renner die Sporen und kletterte mit 1.29.679 im Ranking auf die 6, während Horst Fleischer nicht locker ließ und 1.29.998 auf der siebten Position einfahren konnte! Weiter verlief das Training mit zwei 1.31 er Zeiten, wo Wolfgang Schwalbe mit 1.31.446 knapp die bessere einfahren konnte vor Christoph Schwarz, dessen Zeit in Lauf 2 sich bei 1.31.658 einpendelte. Die Ränge 8 und 9 waren so verteilt wenn auch knapp. 

Roman Szott trainierte auf der 10, er konnte mit 1.36.173 Bernhard Neuner knapp auf Abstand halten, der mit 1.36.386 bei seinem Debüt in der Saison 2017 gut mitmischte und Rang 11 im Training unter schweren Bedingungen einfuhr!
Manfred Steinwand ließ seinen roten NSU TT zu 1.39.736 in Lauf 2 fliegen, während leider eine Unwucht im Kurbellwellen/Kupplungsbereich nicht gutes verkündete und Manfred zum Aufgeben für den Renntag zwingen sollte. Michael Carell folgte im mit Semi Slicks bestückten Davidovic NSU 2 auf der 13. Position. In Lauf 1 hatte Michael Vorteile mit diesen Reifen, dort konnte er bei seinem 2.Bergrennen überhaupt den weißen Renner auf der 10. Position im Feld abstellen!
Der Abend klang locker aus und fand bei lustigen Gesprächen gegen 22:30 ein frühes Ende. Gegrillt und geklönt wurde wie so oft bei Walter Voigt, der den Piloten immer gerne sein großes warmes Zelt anbietet und alle Piloten gerne umsorgt!
Um 6:30 in der Früh ging der Wecker und im Gegensatz zum Samstag bot dieser Tag feinstes Rennwetter mit Sonnenschein und angenehmen 22 Grad. Das gewaltige Showprogramm und zahlreiche Unterbrechungen sorgten jedoch dafür das nur 2 Rennläufe gefahren werden konnten. 
Horst Fleischer traf es leider als erstes. Ein undichter Simmering am Zylinderkopf verkündete nichts gutes. Während Horst heftig und schnell am Volant kurbelte und auf  Zeitenjagt in Rennlauf 1 unterwegs war machte sich dadurch ein Geruch nach verbranntem Öl im Cockpit breit. Horst reagierte bestens und steuerte den Bilderbuch TT in eine Bucht direkt vor die Feuerwehr und Streckenposten, die alles schnell und kontrolliert beheben konnten. Leider Ausfall hier in Osnabrück nach dem erfolgreichen Hauenstein Wochenende zuvor.
Schon kommen wir zur elften Position, die von Michael Carell bekleidet werden konnte. Der Mann aus Bad Salzufflen fuhr über 1.33 in Lauf 1 mit seinen NSU TT zu 1.28.715 herunter, damit ergab sich in der Gesamtzeit für Michael 3.02.581.
Roman Szott und Bernhard Neuner hatten sich am Renntage ebenfalls gefunden und bildeten einen Clinch auf der Strecke. Während Roman sich den Samstag sicherte konnte Bernhard ihn am Renntag überrumpeln und mit zwei 1.22 er Zeiten und der Gesamtzeit von 2.45.411 Position 9 sichern. Für Roman der in Lauf 2 die schnellste Einzelzeit mit 1.22.313 beider mobilisierte reichte es jedoch nicht ganz, da Bernhard in der Früh deutlich schneller unterwegs war. Roman zeigt sich mit 2.46.525 auf der zehnten Position im Gesamtfeld.
Wolfgang Schwalbe raste auf Position 8 mit zwei 1.18er Zeiten ein schnelles sicheres Rennen! Der Odenwälder war von keiner Seite gefährdet und konnte lässig die schnelle Gesamtzeit von 2.37.512 einfahren.
 
 
Der Abend im Festzelt mit Show und Shine es wurde ausgiebig das 50. Jubiläum gefeiert.......
 
Spannend wurde es wieder auf den zwei Positionen davor. Mike Vogel und Christoph Schwarz bildeten eine Fahrerpaarung die sich im Sekundenbereich duellierte. Mike machte in der Früh die klare Pace mit 1.16.357 gegenüber Christoph, der mit 1.17.702 zu kontern versuchte! Diesen Respektabstand verlor Mike aber, da Christoph am Nachmittag zu Lauf 2 alles mobilisierte was er und sein KWR TT hergaben. Der Konter endete mit 1.15.176 als Bestzeit dieser beiden Spezialisten! Mike fuhr in Lauf 2 1.16.357 auf! Das hieß knapper Sieg für den Odenwälder auf Position 6 mit 2.32.589 Gesamt vor Christoph, der die 7 bekleidete mit 2.32.878, starkes Duell!
Auf der 5 in der Liste der NSU Mitstreiter fand sich Thomas Krystofiak wieder! Er gab seinem 1200c heftig die Sporen, gerade im mittleren-S auf dem Weg zur Zuschauergeraden war dieser Einsatz nicht zu übersehen. Er ging das S voll an schwänzelte mit leichtem Drift dadurch blieb aber voll auf dem Gas, alles gut, Zeit 1.13.131. In der Gesamtwertung nach zwei 1.31 er Zeiten hieß das für Thomas Rang 5 mit 2.26.779, mehr war mit Ersatztriebwerk nicht drin, super unterwegs!
Nicht minder auffällig war Uwe Schindler unterwegs. Dieses Mal wird das Zuschauer S hinauf in den Wald beschrieben! Uwe kommt voll an, ich dachte nur will der gerade durchfahren durchs Feld? Nein im letzten Moment riss er die blaue Rakete rum, das Fahrwerk hielt den TT auf der Piste, Uwe weiß halt was er macht! Andere Tourenwagen hätten bei der Geschwindigkeit schon dreimal im Graben gelegen, ein Uwe Schindler nicht, Bestzeit 1.12.382 genau in diesem Lauf, Gesamt 2.25.050! Rang 4 geht nach Selbitz!
Karsten Steinert musste sich in seinem Steinert-Power TT schon ganz schön strecken um Uwe halten zu können. Karsten indessen war blitzsauber unterwegs! Das Fahrwerk ließ allerhöchste Kurvengeschwindigkeiten zu und so wurde der Renn-TT zu Bestzeiten getrieben. Gerade in Lauf 2 geschah dieses perfekt! Karsten trieb den NSU zu 1.11.771 und konnte Uwe damit überflügeln, der aber in Aufstieg 1 flotter war. Im Gesamt hieß das für Karsten Steinert 2.24.420 und eine verdiente Podestposition mit der 3!
Vorne wurde es richtig eng. Immer wenn ein gewisser Jörg Höber mitmischt im
Grewe-TT gibt es in der Spitze eine Bereicherung. So ebenfalls hier beim 50. Osnabrücker Bergrennen. Wir schauen in das erste S dieser 2030 Meter langen Piste und beschreiben den 2.Lauf. Da kommt ein NSU TT hereingeflogen, auf satter Ideallinie liegend. Mit High Speed ohne großes lupfen wird dieses Geschehen bewältigt. Nun trägt es den NSU heraus, die Reifenstapel kommen näher, doch Jörg bleibt auf Vollgas Position! Ein lauter Knall lässt die Zuschauer erschrecken und die Karosserieverbreiterungen fliegen in die Ferne. Egal der TT hält sich ruhig auf der Straße also weiter Vollgas, Resultat in diesem Lauf 2, 1.10.838, während 1 mit 1.11.154 nicht langsamer bewältigt werden konnte! Gesamt: 2.21.992. Die zweite Stufe des Podestes geht wie schon am Wochenende zuvor in der Rhön nach Nürnberg, Glückwunsch an Jörg Höber!
 
 
Das hinterlässt Jörg Höber an der Strecke wenn das Zuschauer S fast voll gefahren wird......
 
Einen Mann lässt das kalt. Er spult an der Spitze liegend ganz ruhig sein Programm ab! Die Rede ist von Jörg Davidovic, der wie an einem Seil gezogen auf der absoluten Ideallinie unterwegs ist! Nein er ist nicht nur unterwegs er fliegt regelrecht über diese wie ein Jet durch die Luft! Untermauert wird die schnelle Fahrt durch das heftige Schreien des Einspritztriebwerks im Heck des weißen Davidovic-Jets, welches knapp 10000 Touren haltbar verträgt. Einzig einzelne Schrauben müssen durch die Starke Vibration nachgezogen, oder Luftleitbleche nachgeschweisst werden, egal das Dingen geht! Was sprechen die Zeiten, sie sagen zweimal Bestzeit, zweimal 1.10. In Rennen 1 schreibt der Chronograph 1.10.826 knapp vor Jörg Höber mit 1.11 tief! In Rennen zwei wird mal eben mit 1.10.119 die absolute NSU Wochenend/Bestzeit herausgehauen. Damit hat Hörg den Sieg in der Tasche, mit 2.20.945 kann er diesen knapp aber auf Abstand halten. Für beide gilt phänomenal unterwegs! 
Wir sehen uns nun mit kleiner Pause Anfang September beim Bergrennen in Unterfranken wieder. Für alle die es nicht so lange aushalten können sei am nächsten Wochenende der Sauerland Bergpreis ans Herz gelegt. Dort wird Walter Voigt deinen Spiess NSU 1300 ausführen. Da zahlreiche NSU in dieser Gegend beheimatet sind wird ein schönes Starterfeld in Ramsbeck erwartet!

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