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Feierlaune am Hauenstein Steffen Hofmann gewinnt

Das Hauenstein Bergrennen in der schön gelegenen bayrischen Rhön bildet den siebten Lauf zum NSU Bergpokal der Saison 2017. Mit  11 NSU schickte man ein ansehnliches Starterfeld auf diese 4,2 Kilometer lange Powerpiste. Schnelle Kurven bilden hier Schlüsselpunkte für die Bestzeiten. Hat man ordentlich Mut und nimmt ordentlich Geschwindigkeiten mit auf die nächste Gerade spielt man hier ganz vorn in der Wertung mit. Natürlich ist ebenso die Leistung des Triebwerks und die Gangabstufung des Getriebes gefragt, die ebenfalls eine tragende Rolle im Kampf um die Bestzeiten spielt. Das Wetter war wie schon 2 Wochen zuvor in Homburg optimal und so konnten die 11 NSU am Samstag in das Training zu den 3 Läufen geschickt werden.

Volle Pulle hieß das Motto beim Hauenstein Bergrennen, Steffen Hofman lud mächtig durch vor der oberen Schikane, danke für das Bild Harald Jordan

Beim Start von Leo Rabus zu Training 1 lief noch alles gut,

 beim Anflug auf die Joop Kurve sperrte aber das Getriebe oder die Kupplung und so war eine Weiterfahrt für den Schwanstetter unmöglich. Eine Reparatur war für Leo so schnell leider nicht möglich und es stand die verfrühte Abreise an. Wir hoffen das dieser Fehler anständig ausgemerzt werden kann und wir Leo in Unterfranken am Start sehen werden!

 

Weiter ging es mit Roman Szott, der seinen NSU TT mit 2.44 über 2.41 bis auf 2.40.273 im letzten Lauf dem Ziel entgegen jagte. Damit platzierte er sich im Training ganz knapp vor Manfred Steinwand auf der zehnten Position. Manfred gab seinem perfekt aufgebautem NSU TT etwas stärker dies Sporen. Er fing mit 2.42 an, fuhr über 2.40 in Lauf 2 zu seiner Bestzeit von 2.39.809. Damit stellte er seinen TT knapp vor Roman auf die neunte Position!

Auf der ungewohnten achten Position befand sich Thomas Krystofiak, der seinen wohl stärksten NSU 1200c nicht ganz zufrieden am Nachmittag abstellte. Das Ersatztriebwerk welches ihm aktuell noch zur Verfügung stand baute über den Tag an Leistung ab. Der Fehler konnte aber am Abend mit moderner Elektronik, die ja heutzutage schon oft Einhalt selbst in die NSU Motoren hält gefunden und abgestellt werden. Thomas der sehr sauber unterwegs war kam im Training so natürlich noch nicht auf seinen Top Speed und stellte den NSU 1200c mit 2.31.669 im Fahrerlager ab. Am Rennsonntag sollte es für den Gronauer wieder in altgewohnter Manier vorwärts gehen! 

In der selben Sekunde war Wolfgang Schwalbe unterwegs, der mit 2.31.174 knapp die Oberhand behalten konnte gegenüber Thomas Krystofiak. Wolfgang präsentierte sich schnell

Und sauber fahrend wie immer auf der siebten Position.

Auf der sechs befand sich Mike Vogel, der wie entfesselnd fahrend seinen immer noch viel zu schweren Davidovic NSU dem Ziel entgegenbrachte. Mike zog zwei 2.30 Zeiten aus dem Ärmel. Die beste in Rennlauf 3 mit 2.30.363. Diese Zeiten mit diesem Auto zu fahren, das ist wirklich starker Tobak! Mike der aktuell kaum ein Rennen auslässt hat sich mal so richtig eingeschossen! Er zeigt mit der sechsten Position das er ordentlich im NSU Bergpokal mitspielt, klasse Leistung!

Jetzt kommt das wo ich mich am Wochenende am meiste darüber gefreut hab!

Horst Fleischer war am Start, nachdem er am Iberg und in Schotten vorzeitig mit Ölundichtigkeiten am Triebwerk ausscheiden sollte. Würde der Motor am Hauenstein halten, auf der anspruchsvollsten Rennstrecke für die Bergrennmotoren überhaupt? Ich kann es vorwegnehmen er tat es. Der Fehler war nun optimal ausgemerzt worden und Horst flog in gewohnter Manier mit seinem orangen TT über diese Piste! Die Zeit pendelte sich bei 2.28.397 im dritten Rennlauf auf Position 5 gelegen ein, super!

Weiter nach vorn ging es für Uwe Schindler, der mit 2.22.897 schon ordentlich fliegen ließ! In der selben Sekunde fuhr Frank Kleineberg, der mit 2.22.213 im zweiten Aufstieg unterwegs war! Frank, der hier ein neues Technikpaket im Motorraum seines NSU TT präsentierte machte schon ordentlich auf sich aufmerksam. In T3 musste Frank leider mit Benzinmangel langsam fahrend Federn lassen, während Uwe zu seiner Bestzeit flog. Die Ränge waren mit 3 für Frank und 4 für Uwe im Training verteilt.

An der Spitze tobte ein heftiger Kampf um die beiden vordersten Positionen. Immer wenn Jörg Höber im bärenstarken Grewe NSU antritt muss man vorn in der Wertung aufpassen und mit ihm rechnen. Wie schon am Glasbach bewiesen geht da immer richtig was, so auch hier am Hauensteiner Berg! Jörg Höber fliegt über 2.19 in T1 zu 2.16.113 in Lauf 2. Das war eine Messlatte die man im NSU TT mal knacken muss und bestimmt keine ganz einfache Aufgabe darstellt! Jörg bildete im Training mit dieser Vorstellung die zweite Position.

Wenn einer diese Zeiten gehen kann dann sind das Jörg Davidovic und Steffen Hofmann im Davidovic TT, der Motoren/Leistung ebenfalls im Überfluss hat! Hier am Hausener Berg war aus diesem Team Steffen Hofmann an der Reihe, der heftig hinlangte und den weißen Renner von Jörg auf die Pole Position fliegen ließ! Steffen, der nur zwei Aufstiege fuhr um sich und die Technik etwas zu schonen, mobilisiert in T 1 schon 2.16.763. In zwei langte der Burgebracher nochmal heftiger hin und stellte den weißen Renner zufrieden mit 2.14.737 im Fahrerlager ab. Der Michael Schuhmacher des NSU Bergpokals, so lautete die Aussage eines Streckensprechers hatte wieder zugeschlagen, NSU Trainingsbestzeit und Position 1 im Samstagstraining. 

Schön gefeiert wurde am Freitag Abend der Geburtstag von Walter Voigt, das war ein unvergessener Abend

Nachdem wir am Freitagabend ganz wunderbar mit Walter Voigt seinen Geburtstag gefeiert haben, stand heute erneut ein zusammensitzen an, welches gemütlich gestaltet war. Die Filmsequenzen wurden analysiert, Fahrten mit der Onboard Kamera ebenfalls angeschaut! Der Abend endete mit wunderbarem Ausblick in die Weite der Rhönlandschaft gegen 23 Uhr, denn am Renntag musste gut ausgeschlafen in das Volant der spektakulären NSU Fahrzeuge gegriffen werden!

 

Am Renntag waren wir noch zehn NSU nach dem Ausscheiden von Leo Rabus am Vortag. Leider dezimierte sich die Zahl auf 9, denn Frank Kleineberg blieb mit Aussetzern schon auf der Zuschauergeraden im unteren Streckenteil liegen. Sehr schade denn auf Frank und sein neues RPM Aggregat war ich schon sehr gespannt. Ich hoffe das man die moderne Technik bis zum nächsten Wochenende am Osnabrücker Berg in den Griff bekommt. Das Training versprach hier schon ordentliches Potenzial, wir werden es am nächsten Wochenende genauer wissen!

Nun kommen wir zu den Platzierten angefangen mit Roman Szott, der über 2.43 seine Bestzeit in Lauf 2 mit 2.41.953 mobilisieren konnte. Damit klassierte Roman sich mit einer Gesamtzeit von 8.07.357 nach drei gefahrenen Läufen auf der neunten Position!

Manfred Steinwand indessen konnte richtig einen drauf packen und mobilisierte seine neue Bestzeit mit 2.40.108 schon in der früh im kühlsten Lauf. Diese Zeiten fuhr er dann über den Tag und bildete am Ende mit 8.02.410 die achte Position im Gesamt Ranking der NSU Fahrer!

Jetzt ging die Post aber richtig ab, Wolfgang Schwalbe ließ nicht locker und prügelte seinen orangen sehr gut vorbereiteten TT zu 2.30.335 im ersten Rennlauf. Damit war er deutlich schneller als im Training und auf dem selben  Niveau wie Mike Vogel Training unterwegs, der aber ebenfalls im Rennen noch richtig drauf packen konnte! Mike stürmte im Davidovic 2 Renner zu wirklich sagenhaften 2.28.700 in Lauf 2 und konnte so den Abstand nach vorn zu Wolfgang Schwalbe waren. Fast schon unglaublich was Mike hier zeigte, Wolfgang stand dem aber nicht weit nach. So waren die Positionen 6 für Mike mit 7.26.992 und für Wolfgang mit 7.32.717 auf der sieben verteilt! Was Mike hier zeigte beurteilte selbst Jörg Davidovic der daheim vor den Live Zeiten verweilte als sensationell stark gefahren, das sagt wohl alles!

Ausruhen nicht im NSU Bergpokal Wolfgang Schwalbe geht die Joop Kurven entschlossen an.....

Weiter ging es mit Horst Fleischer, der sich dem starken Mike Vogel so grade erwähnen konnte! Horst zeigte in seinem bildschönen NSU TT drei sehr sehenswerte Auffahrten. Mit 2.27.653 mobilisierte er in 2 seine schnellste Zeit und hämmerte den NSU Einspritzer zu 7.24.651 und auf Rang 5 im Gesamtklassement mit endlich super funktionierender Technik. So wird es weitergehen, wir sehen den Gersdorfer zum Glück schon in ein paar Tagen beim Osnabrücker Bergrennen wieder!

 

Deutlich schneller war Thomas Krystofiak unterwegs, der endlich wieder auf dem Niveau fahren konnte auf dem sich die aktuell zur Verfügung stehende Technik befindet! Thomas haute im KWR 1200c drei sehr schnelle 2.23 er Zeiten heraus. Alle drei Läufe präzise, sauber und sehr flott dazu sehenswert! Damit war er zum Training am Vortag mal eben im Schnitt 10 Sekunden pro Lauf schneller! Auf der einzigen und letzten Rückführung am Renntage sah ich einen sehr zufriedenen Thomas Krystofiak, der sich mit 7.10.484 sehr gut auf der vier platzierte! Einen verdienten Pokal gab es ebenfalls mit auf den Weg in die Heimat!

Auf der drei der stark fahrende Uwe Schindler. Uwe, der am Renntag immer noch die letzten Reserven mobilisiert und über das gesamte Wochenende immer deutlich schneller wird langt hier mal so richtig hin. Die 2.20 er Zeit sollte schon in Rennen 1 mit 2.19.701 durchbrochen werden. Unter 2.20 zu fahren deutet auf die schnellsten NSU Fahrer hin die das Land zu bieten hat und dazu zählt zweifelsfrei Uwe Schindler. Egal in welcher Ecke ich ihn sah, gerade in der engen Joop Kurve wurde mächtig angegaast! Der ehemalige NSU Berg Pokal Champion Uwe Schindler rast zu 7.00.310 Gesamtzeit und Bilder im KWR TT die dritte Podest Position!

Speed mitnehmen heißt das Motto auf dieser Power Strecke in der Rhön, Jörg Höber gelingt genau dieses auf der Zuschauergeraden

Nun schauen wir ganz nach vorn, wir finden Jörg Höber auf der zweiten Position! Seine Trainingsleistung hebt der Nürnberger schon in Rennlauf 1 mit 2.15.773 auf. Der frühe kälteste Lauf bildet bei den meisten NSU Piloten die schnellste Einzelzeit und spricht dafür das die Motoren bekanntlicherweise damit am besten zurecht kommen! Jörg ist mehr als sehenswert unterwegs! Die künstliche obere Schikane wird im Flug durchkreuzt, kaum ein Auto im Gesamten Starterfeld kommt dort so schnell durch. Das Best of Video Morgen wird dieses deutlich unter Beweis stellen! Auch sonst schlägt sich Jörg sehr gut auf der Strecke, die Gesamtzeit des Nürnbergers beläuft sich auf 6.49.322, da braucht es schon einen Steffen Hofmann am Limit der dieses Geschehen überflügeln kann, Rang 2 für Jörg im NSU Grewe. 

 

Limit und Steffen Hofmann wird gleich mal in Lauf 1 in der Zuschauerkurve angetestet. Kompromisslos geht es dort fast im vierten Gang voll durch! Das Heck des Davidovic NSU bricht dort etwa bei 130 km/h aus und die Bankette wird von Steffen ausgenutzt dieses Manöver erfolgreich zu stabilisieren. Einfach unglaublich sowas hinzubekommen. Ein tiefes Durchatmen der Streckenposten und von mir war deutlich wahrnehmbar nach diesem Auftritt, wie immer auf der allerletzten Rille unterwegs Steffen Hofmann! Die Zeit im Ziel bildete an diesem Wochenende die absolute NSU Bestzeit, die mit 2.13.500 knapp eine Sekunde über NSU Streckenrekord liegen sollte und das mit diesem Drift! In Lauf 2 und 3 ging es dann gesitteter und sauberer zu Werke. Der 2.2 Sekunden Vorsprung aus Lauf 1 durfte als kleine Sicherheit genutzt werden um den Tag als Sieger zu beenden! In der Gesamtzeit zeigte Steffen Hofmann 6.44.398, damit war dem 10 fachen Burgebracher NSU Champion der Sieg nicht mehr zu nehmen. Ein weiterer Siegerpokal wird seine Wand in der Heimat nun zieren!

 

Wir sehen uns in einer Woche in Osnabrück Nähe Borgloh zum 50. Jubiläums Bergrennen!

Dieses Bergrennen dürfte wohl mit seinen 242 Startern aus Gesamt Europa in die Geschichte eingehen! Zirka 15 NSUs werden dort Position beziehen und heftig um Pokale und Platzierungen kämpfen! Für jeden Motorsport Fan sollte dieses Event ein absolutes Muß darstellen! 

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