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Spannung pur beim Bergrennen in Homburg Jörg Davidovic und Andreas Reich fighten um den Sieg....

Nun blicken wir auf den sechsten Lauf zum NSU Bergpokal in der Saison 2017. Dieser sollte es an Spannung in sich haben. Auf allen Positionen waren die Weichen auf Angriff eingestellt und es wurde hart gefightet. Es zog uns in das Saarland ,genauer nach Homburg zum einzigen Bergrennen welches in diesem Bundesland statt findet.

Patrick Mohr hielt die NSUs in Homburg fest und stellte uns die Bilder zur Verfügung, vielen Dank hier Manfred Steinwand beim Anflug in das Brückchen

Im Waldfahrerlager versammelten sich 152 Piloten, darunter neun NSU TT, die diese fahrerisch sehr anspruchsvolle 2.6 Kilometer lange Strecke unter die Räder nehmen wollten.

 Unter den Startern des  waren einige Schweizer, Luxemburger und Franzosen, die mit schnellen Fahrzeugen zusätzliche Würze in das Gesamtfeld brachten! Das Wetter zeigte sich für Zuschauer und Rennfahrer von seiner besten Seite. 20 Grad an beiden Tagen und kein Regen sorgte für ideale Rennbedingungen! 

 

Drei Trainings und Wertungsläufe konnten gefahren werden! Hartmut Schöffler der Organisationsleiter und Jürgen Guckert als Rennleiter vom AC Homburg wickelten das Renngeschehen hier auf der Käshofer Straße mit ihrem Team schnell und gekonnt ab und ermöglichten dem großen Starterfeld drei Aufstiege am Renntag und eine zeitige Heimreise!

Nun kommen wir zum Training der NSU Fraktion und schauen was an Zeiten in Homburg gefahren werden kann! Die magische 1.30 er Marke zu knacken können wirklich nur die schnellsten. Eine Handvoll NSU Piloten kenne ich aktuell, die dieses Unterfangen jemals geschafft haben. Ein neuer Pilot sollte dieses Wochenende hinzukommen!

Und ab ging es mit Roman Szott, der über 1.50 in Heat 1 auf 1.47.098 im dritten Bergaufstieg die Zeiten purzeln lassen konnte. Damit bildete Roman die neunte Position im Training.

Schon deutlich schneller konnte das Manfred Steinwand, der in 2017 seinen Bilderbuch-TT das erste mal am Berg präsentierte! In Lauf 1 setzte der Schorndorfer mit 1.44.257 seine Bestzeit, der diesen Parcours natürlich kennt und hier schon über Jahrzehnte unterwegs ist, Rang 8 aktuell im Feld für Manfred. 

Jetzt geht es deutlich weiter nach vorn mit Wolfgang Schwalbe und Mike Vogel, die sich hier im Training schon Saures gaben und ein spannendes Duo bildeten! Wolfgang machte 1.37.136 klar, während Mike mit 1.36.826 zu kontern wusste. Beide waren sehr schnell und sehenswert unterwegs auf diesem Mutparcours. Die Positionen 7 für Wolfgang und 6 für Mike wurden am Trainingstag bezogen!

Ein wie entfesselt fahrender Christoph Schwarz präsentierte sich hier bei seinem Heim Grand Prix sehr stark. Schon mit dem Fahrschulauto vor über 20 Jahren hatte der Otterberger dieses Kurvenlabyrinth erstmals in Angriff genommen. Also dachte er sich hier muss was gehen und hier ging auch was. Christoph drückte seine Bestzeit aus dem Vorjahr deutlich nach unten und bildete mit 1.35.299 die fünfte Position. Nach einer Not OP am TT KWR in der Woche zuvor bei Andreas Kuhnert wegen undichter Zylinderköpfe nach dem Bergrennen St.Anton war das ein fairer Lohn für die ganzen Mühen. Christoph war am Abend sehr zufrieden und das zu Recht! 

Ein weiteres infernalisches Duo war auf den Positionen 3 und 4 zu finden. Alex Follmann, der hier in 2016 mit 1.37 unterwegs war überraschte das ganze Feld und konnte mit 1.32.344 heftigst auftreten. Die langen Nächte in der Eifler Tuning Küche zeigten deutliche Wirkung! Wenn man 5 Sekunden schneller fahren kann und auf einem Niveau wie Uwe Schindler im Training unterwegs ist ist das für Alex der ersehnte Durchbruch! Starker Auftritt von Alex Follmann, Rang 4 für den Eifelaner, der Abends höchst zufrieden den Trainingstag ausklingen lässt! Auf gleichem Niveau wie eben schon erwähnt ist Uwe Schindler unterwegs! Der NSU Profi aus Oberfranken macht 1.32.134 klar und präsentiert sich wie immer stark. Auch sein KWR Triebwerk klingt wie neu geboren, es zeigt deutliches Potenzial, ich war gespannt was Uwe noch für den Renntag an Zeiten gut machen konnte, ich denke die für NSU Piloten magische 1.30 dürfte und kann von Uwe durchaus in Angriff genommen werden, Trainingsposition 3 geht nach Selbitz! 

Homburg ohne Reich Racing ist wie ein Milchcafe ohne Milch finde ich. Wenn ich nach Homburg fahre ist der Name Reich der erste der mir für dieses Bergrennen einfällt. Ich denke wie so oft hier in Homburg an Edgar Reich zurück, der hier Bestzeiten in den Asphalt zementiert hat und in der damaligen Gruppe H auf Podestplätzen in der VW Polo klasse unterwegs war! Schauen wir heute nach Homburg finden wir Andreas Reich, der genau dieses weiterlebt und wie Vater Edgar hart an das Renngeschehen herangeht! Den zweiten Gaststart nach Wolsfeld, wo Andreas schon für Furore sorgte nimmt er wie sollte es auch anders sein in Homburg unter die Slicks des akribisch fein vorbereiteten NSU TT. Die magische 1.30 er Schallmauer sollte angepeilt werden und genau dieses tat Andreas, er blieb aber noch knapp darüber. Mit 1.33 über 1.31 fuhr er seine Trainigszeit auf 1.30.822 herunter. Andreas, der für so eine Zeit natürlich sehr sehenswert unterwegs war raste wie schon in Wolsfeld auf die zweite Trainingsposition und brachte heftig Spannung in das sehr schöne NSU Starterfeld des KW Berg-Cups, Rang 2 für den Simonswälder!

Jörg Davidovic präsentierte sich hier wie schon die ganze Saison 2017 extrem stark! Die Kombination aus diesem NSU TT und dem Team Hofmann/Davidovic, egal wer am Volant sitzt ist es die 2017 schwer zu schlagen sein dürfte. Da es aber nicht unmöglich ist und man in diese Zeitregionen vorstoßen kann, wie schon durch Jörg Höber am Glasbach oder Andi Reich in Wolsfeld bewiesen bleibt das Geschehen an der Spitze natürlich extrem Spannend! Jörg feuert seinen bestens vorbereiteten NSU TT Davidovic hier mit 1.29.106 in Heat 2 dem 2.6 Kilometer weit entfernten Ziel entgegen. Wie von Erwin Mandl schon in St.Anton beschrieben ist Jörg rund und blitzsauber auf der Ideallinie unterwegs. Selbiges kann ich hier nur für Homburg übernehmen, Pole Position für Jörg im Training, An Ausruhen war nicht zu denken, die Konkurrenz sitzt im Nacken und das nicht nur mit Andreas Reich, Uwe Schindler sollte man ebenfalls immer auf der Rechnung haben.

Wolfgang Schwalbe fand mit Mike Vogel wie schon so oft in den Jahren einen würdigen Gegner...

Abends wurde dann komplett zusammengesessen im Fahrerlager und die herrlichen Steaks verköstigt, die Christoph Schwarz von sehr feiner Adresse besorgt hatte. Dazu kamen Benzingespräche ,hier und dort wurde natürlich ein Bierchen genossen. Der Abend war so wie er sein musste bis es uns dann gegen 23 Uhr in die Betten trieb, denn das Renngeschehen steht natürlich mit der Geselligkeit am Abend ganz vorn auf der Liste an so einem Wochenende und das muss natürlich ausgeschlafen in Angriff genommen werden.

Lecker wars hier mit Christoph Schwar, Walter Voigt und Alex Follmann am Grill....

Gemütliches Zusammensein klappte hier in Homburg wieder bestens......

Der Renntag sollte noch einiges an Spannung mehr bringen, gerade an der Spitze wurde es eng und die Post ging mal so richtig ab!

Pech hatte der einheimische Pilot Christoph Schwarz, der sich mit seiner Homburg Bestzeit 1.33.993 in Rennlauf 2 ganz klar Position 5 im Gesamtfeld zementiert hatte! Was war geschehen in Lauf 3. Am Start zu Rennlauf 3 brach die Spritversorgung abrupt ab und nach dem Brücken welches noch gehändelt werden konnte rollte der NSU TT aus. Ein Aluminium Winkel war gebrochen, welcher das Poti für die elektronische Einspritzung beherbergte. Ein Fortkommen war so natürlich unmöglich, doch zurück blieb eine starke Zeit welche Christoph natürlich trotzdem noch zufrieden stimmen konnte. Der Auftritt von Christoph Schwarz und die schnellen Zeiten im JWR Renner verblüfften alle!

Nun kommen wir zu den Platzierten, die alle drei Rennläufe sauber hoch bringen konnten.

Los ging es mit dem Frankfurter Roman Szott, der über zwei 1.45 er Zeiten in Lauf 1 und 2 noch auf seine Wochendbestzeit von 1.44.598 herunterfahren konnte! Im Gesamt belegt Roman Rang 8, die Gesamtzeit zeigt sich mit 5.15.624!

Zieleinlauf nach dem Training festgehalten von Mike Vogel

Wie entfesselt war Manfred Steinwand unterwegs gerade in Rennlauf 3. Er begann mit 1.44 über 1.43 in Rennlauf 1 und 2. Was Manfred dann aber in Rennen 3 mobilisierte war aller Ehren wert. Er drückte seine Zeit plötzlich auf 1.40.659. Gleich drei Sekunden zu finden das war natürlich eine super Leistung zum Ende dieses schönen Rennwochenendes. Manfred landete auf Position 7 mit 5.07.962, wir werden ihn das nächste mal schon in Hauenstein/Rhön beim nächsten Lauf zum NSU Bergpokal 2017 sehen können!

 

Weiter ging es mit dem Duo Wolfgang Schwalbe und Mike Vogel auf den Positionen 6 und 5. Nach zwei gleichen 1.36 er Zeiten in Rennlauf 1 konnte Mike in Lauf 2 und 3 aber deutlich zulegen. Er stämmte im Davidovic Renner 2 zwei 1.35er Zeiten in den Asphalt, die Wolfgang seinerseits mit zwei 1.36 er Zeiten zu kontern wusste. So setzte sich Mike deutlicher durch als im Training durch und konnte mit 4.47.935 gegenüber Wolfgang mit 4.50.354 die vordere Platzierung einnehmen! Beide Kontrahenten bildeten ein sehr sehenswertes und Spannendes Mittelfeld hier in Homburg!

Nun kommen wir zur Spitze in die man Alexander Follmann ruhig mit einbeziehen darf. Alex gab sich noch nicht zufrieden mit den 1.32 er Zeiten vom Vortag, nein er mobilisierte hier im Rennen zwei 1.31 er Zeiten, die sogar ganz tief angesiedelt waren. Die bessere der beiden wurde in Rennlauf 3 mit 1.31.160 gefahren! In Heat 2 war er sogar bis auf wenige Hundertstel Sekündchen an Uwe Schindler dran, der sich gegen die schwarze Gefahr schon ordentlich strecken musste! Uwe rückte aber in Rennlauf 3 alles wieder zurecht und übernahm mit 1.30.601 klar die Führung mit seiner Tagesbestzeit. Da Uwe aus dem ersten Lauf in der Früh einen zwei Sekunden Vorsprung mitbrachte war ihm das Podium eigentlich nicht mehr zu nehmen. Beide Kontrahenten waren sehr schnell und nie überzogen unterwegs und beide strahlten im Zieleinlauf Zufriedenheit aus! Uwe raste auf das Podium mit 4.32.641 und freute sich das der Motor so optimal funktioniert! Alex ist dran und findet sechs Sekunden!!! pro Lauf zum Vorjahr, auch das dürfte mehr als zufrieden stimmen, Rang 4 mit 4.35.093, super Jungs!

Andreas Reich fliegt in das Zuschauer S zwischen Posten 8 und 9 vielleicht kann man sich so in etwa vorstellen wie hart gefightet wurde.....

Nun geht es zur Spitze, die in Homburg aus zwei absolut entfesselt fahrenden Piloten besteht! Auf der einen Seite Jörg Davidovic, der immer Lässigkeit und Ruhe ausstrahlt, im Auto aber fliegen lässt das es nur so kracht. Auf der anderen Seite der hoch motivierte Andreas Reich, der sehr beherzt zu Werke geht und überall ungehemmt voll stehen lässt!

 

Kommen wir zu Rennlauf 1! Andreas legt spektakulär mit 1.29.609 vor, damit ist er auf dem Trainingsniveau von Jörg Davidovic unterwegs! Dieser kontert aber heftig mit 1.28.313. Bestzeit des Wochenendes.Damit hat Jörg sich in Heat 1 eine Sicherheit eingefahren! Wer aber glaubt das Andreas Reich das vom Gas geben abhält der dürfte sich schwer getäuscht haben! Andreas fliegt in Lauf 2 mit zwei Rädern in der Luft in die Zuschauerpassage zu Posten 8 und 9, unter dem Jubel der Fans ging diese Aktion gut und ich dachte nur oh oh das wird eine schnelle Zeit, wenn er oben heile ankommen sollte! Andreas kam an und wie Wochenend NSU Bestzeit mit 1.28.291. Jörg konterte nicht minder schnell gefahren mit 1.28.329 er hatte aber noch den Vorsprung aus dem ersten Bergaufstieg in der Früh!

Nun kommen wir zu Rennlauf 3 und Andreas Reich, der das berüchtigte Brückchen ,eine mutige Bergabpassage nach dem Start hier in Homburg zu 98 Prozent voll fuhr! Ein absolut mutiges Unterfangen, da die Strecke über die Jahre buckeliger und bestimmt nicht besser geworden ist. Da ich dort verweilte und die spektakulären Szenen zu Lauf 3 im Kasten haben wollte und auch hatte hielt ich kurz die Luft an als ich das sah doch alles ging gut. Andreas verließ das Brückchen mit Vollspeed in Richtung Zuschauer-S. Es folgte Jörg Davidovic, der nicht ganz so wüst ehr rund gefahren wie von ihm üblich dem wilden Geschehen von Andreas Reich mit seinem Renner folgte! Wie sollte das im Ziel ausgehen, wie werden sich die Zeiten dieser beiden Kampfhähne einsortieren? Andreas Reich überraschte erneut mit 1.28.106 und erneuter NSU Wochenend Bestzeit, die Jörg Davidovic aber seinerseits mit 1.27.721 zu kontern wusste und seinerseits nun die Homburg Bestzeit 2017 an sich riss und nur wenige Zehntel über dem NSU Streckenrekord blieb! So waren die Plätze dann verteilt, Andreas stürmte das darf man ruhig sagen und das Video wird es später beweisen auf die zwei mit 4.26.006 Gesamtzeit, während Jörg den Sieg einbrachte und mit 4.24.363 zufrieden aufladen konnte! Beide Kontrahenten waren begeistert und sorgten für ein Rennwochenende welches für NSU Fans niemals vergessen werden dürfte!

Wir sehen uns in zwei Wochen in der bayrischen Rhön Nähe Fladungen zum siebten Rennlauf im NSU Bergpokal 2017!

Schon eine Woche später geht es nach Osnabrück wo das 50. Bergrennen ansteht! Dieses Rennen bietet Fahrzeuge per Excellence. Für jeden Fan des Bergrennsports sollte das Bergrennen Osnabrück 2017 eine Pflichtveranstaltung sein!

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