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Bergrennen Heiligenstadt Steffen Hofmann gewinnt Lauf 4 zum NSU Bergpokal

Nun blicken wir zum vierten Lauf im NSU Bergpokal 2017. Der NSU Bergpokal und der KW Berg-Cup gastieren beim beliebten Ibergrennen in Bad Heiligenstadt. Die 2000 Meter lange Strecke konnte im Samstagstraining vier mal in Angriff genommen werden, am Renntag waren drei Läufe drin, wobei einer, der letzte einen Reifenwechsel auf Regen erforderte.

 

Mike Vogel im oberen Kurvengeschlängel sehr gut festgehalten von Axel Weichert.....

Elf NSU TT hatten genannt, doch leider konnten nur acht anreisen, da technische Probleme oder nicht ganz fertiggestellte Fahrzeuge dieses verhinderten.
So ging man mit acht Rennern in das Training und das bei optimalem Rennwetter auf dieser sehr gern angenommenen Piste!
Michael Carell war aus Bad Salzuflen 

angereist und präsentierte hier seinen absolut sauber aufgebauten NSU TT. Für Michael war es das erste Rennen überhaupt seit den Slalomveranstaltungen, die er Ende der Siebziger Jahre im Lipperland bestritten hatte. Entsprechend groß war die Aufregung, doch die Wochenend/Rennbetreuung  durch Jörg Davidovic milderte diese Aufregung und Michael fand sehr gut in die Trainingsläufe! Mit Semi-Slicks bestückt legte er los. Über 1.29 in T1, herausgerissenem Schalthebel in 2 raste er auf 1.23.904 in T 4. damit war Michael sehr zufrieden. Noch mit Seriengetriebe im TT war das eine Zeit die sich sehen lassen konnte denke ich, Rang 8 im Training für den Lipperländer NSU Fan, sehr gut.
Weiter ging es mit Roman Szott auf der sieben, der schon aufpassen musste das Michael Carell ihm nicht zu nah auf die Pelle rückt! Roman fuhr über 1.23 auf eine 1.22.205, die er schon in Trainingslauf 2 mobilisierte! Damit war er siebter in diesem für den Iberg doch recht gering besetzten NSU Feld.

Vorsicht Davidovic Racer 2, Michael Carell absolviert die Zielkurve....

Alle freuten sich über Leo Rabus, der im Einfalt-TT 2017 hier sein Debüt gab. Leider hielt die Freude nicht sehr lange an. Leo musste in T3 mit einem defektem Hallgeber in seinem speziellen Verteiler aufgeben. Ersatz gab es leider nicht und an eine Reparatur war dank dieses speziellen Teils ebenfalls nicht zu denken. Leo hinterließ aber einen guten Eindruck mit Position 6. Er stürmte auf 1.20.838 in Training 2, wobei noch einiges drin gewesen wäre. So war das Feld auf sieben Fahrzeuge geschrumpft, aber was will man machen thats Racing.
Auf der 5 präsentierte sich ein immer gut aufgelegter Mike Vogel. Er treibt den Davidovic TT zu Zeiten, die sich absolut sehen lassen können. Wie für Mike üblich ging er das Geschehen hier in Bad Heiligenstadt ordentlich an! Mit 1.17 begann T1,das Geschehen endete dann in T3 mit 1.16.283 Bestzeit. Damit war Mike sicherer Fünfter hinter den vier Männern, die schon wesentlich mehr Motorenpower zur Verfügung haben, schöner Auftritt!
Einer dieser Männer ist Thomas Krystofiak, der den KWR Renner auf 1.14.204 treibt. Dem Gronauer NSU Profi steht leider aktuell auch nur sein zweites Triebwerk zur Verfügung, welches ihn aber nicht davon abhält dem NSU 1200 mächtig aber immer sauber die Sporen zu geben! Ich denke auf das Top Aggregat fehlen etwa 20 Pferdestärken, so kann sich die 1.14er Zeit durchaus sehen lassen, Rang 4 geht nach Norddeutschland!

Zielkurve volle Welle wunderschön eingefangen mit toller Lichtstimmung, Steffen Hofmann in Action

Um einiges besser kann das Uwe Schindler, der seinen NSU heftig fliegen lässt. Uwe ist im Stande sein zur Verfügung stehendes Rennmaterial immer optimal zu bewegen. So hat er seinen NSU vom Lüfterrad auf elektronische Gebläsekühlung umgerüstet. Mit angepassten Blechkanälen sorgt er nun dafür das der NSU mit zwei gewaltigen E -Lüftern seine Temperatur behält und dieses auch tut! Bemerkbar macht sich das fehlende Lüfterrad deutlich, der TT Motor dreht noch williger und energischer hoch! Uwe zeigt mit 1.12.435 in Lauf 2 das Ende seines schnellsten Bergaufsprintes! Rang 3 für den NSU Experten und Tüftler aus der Gegend von Hof in Bayern!
Nun kommen wir zu einem Mann, der die letzte Zeit ordentlich vom Pech verfolgt ist. Karsten Steinert wird bei den vergangenen Rennen enorm durch technische Motorenprobleme eingebremst. Da Tuner und Tüftler Wolfram Steinert immer mehr will, wird stets am absoluten Limit des NSU Triebwerks getunt! Schaltdrehzahlen von weit über 9000 Umdrehungen sind für einen NSU Motor natürlich schon heftigster Art. Karsten legt in Training 2 heftig los und präsentiert eine 1.11.682. Damit zeigte er auf Rang 2 liegend eine starke Leistung, mit noch weiterem Potenzial nach vorn. Dieses Potenzial konnte leider nicht weiter ausgelotet werden, da das Triebwerk in T3 schon merklich Leistung verlor und Karsten den TT lieber nach T3 abstellte. Wolfram diagnostizierte später Kompressionsverlust auf zwei Zylindern, der infernalische TT und Karsten waren so leider ausgebremst, schade Karsten wäre ein Podest ganz sicher gewesen.
Das Duo Davidovic/Hofmann, welches im Team auf dem NSU TT 1300 genannt hatte zieht hier wieder alle Register! Steffen Hofmann, der am Volant des bärenstarken NSU sitzt treibt den NSU schon in Training 2 zum neuen NSU Streckenrekord welcher ein paar Zehntel Sekündchen unter dem alten liegt. Steffen kommt auf die Zuschauerkurve Posten sieben zugeflogen, anbremsen, das Auto passend in die Kurve schmeißen und wieder Vollgas! Mit dem infernalischen Brüllen des bärigen Einspritzmotors geht es vehement dem Ziel entgegen! Die Uhr zeigt mit 1.09.578 das hier alles gut gegangen ist. Die angereisten Schweizer NSU Fans mit Charly Aegerter waren rundherum begeistert und mir blieb fast immer der Atem weg, doch so kennen wir ihn den Burgebracher NSU Champion, immer heftig am Gas, doch stets mit harter aber nie überzogener Attacke, ein Genuss für Ohr und Auge, klar Rang1!

Getriebewechsel null Problemo für die Familie Pötzel, hier greift Tamara zum Werkzeug...

 

Am Abend waren Fahrerlager Gespräche in gemütlicher Runde angesagt. Gerade die Erfahrungen und Eindrücke vom ersten Training Michael Carells interessierten mich natürlich gewaltig, da ich hier am Iberg Ende der Neunziger Jahre mal ganz genauso angefangen habe.....so ging der Abend zu Ende und mit sieben Stunden Schlaf konnte am Renntag die Zielkurve zu Fuß erklettert werden. Besonders gefiel mir die Anwesenheit der Familie Schabacker, nette Gespräche sind so immer vorprogrammiert. Leider bleibt mir nur die Zeit am Abend das etwas zu genießen! Dann ging die Hatz auf die Bestzeiten los, leider waren ja nur 6 NSUs übergeblieben, die hier aber alles gaben um den Fans Freude zu vermitteln!
Los ging es mit Michael Carell, der die zwei trockenen Rennläufe anging als gebe es kein halten mehr. Der doch gut vorhandene Ehrgeiz des Bad Salzuflers ließ seine Bestzeit noch weiter purzeln! In Rennlauf 2 von 3 raste Michael auf 1.22.866. damit war sein Ziel für das Wochenende erreicht! Der Regenlauf 3 wurde ausgelassen, da noch keine Regenreifen vorhanden waren. Das piekfeine Fahrzeug wollte man nicht einfach riskieren und doch für die nächsten Rennen sauber erhalten! Eine vernünftige Entscheidung, wie ich finde, Michael und sein TT werden in Osnabrück zum 50. Bergrennjubiläum in der Borgloher Schweiz so wieder zu sehen sein, Rang 6 für ihn!
Die fünfte Position geht an Roman Szott, der hier nochmal ein ordentliches Fund an Speed drauflegt, um sich den Neueinsteiger Michael vom Leibe zu halten. Roman treibt seinen NSU im Rennen zu 1.21.819, im Gesamt macht der Frankfurter 4.19.396 daraus, wobei er den Regenlauf vorsichtig anging. Was blieb Rang 5 und gute Punkte im Pokal!

Uwe Schindler macht alles klar, mit Poition 2 befüllt er sein Punktekonnto, er kam als Leader zum Iberg!

Mike Vogel hatte schon im Training das Zeitenende für sich und seinen NSU präsentiert. Der Odenwälder hält halt immer voll rein und braucht nicht viele Läufe um seine Bestzeit auszuloten ! Im Rennen drückt er den NSU auf 1.16.276 und rast in der Gesamtzeit hinter den Top Fahrern auf die vierte Position mit 3.58.825!

Bei Thomas Krystofiak ist es ähnlich. Er brennt mit seinem NSU 1200 zwei 1.15 er Zeiten auf den 2000 Meter langen Parcours. Damit zeigt auch Thomas das Ende für seine aktuell vorhandene Technik auf. Der Gronauer bewegt den NSU rund sauber und schnell dem Ziel entgegen. Die Gesamtzeit für Thomas bleibt bei 3.53.912 stehen. Damit steht der erste Podestkandidat fest, Rang drei ist Thomas absolut sicher!


Deutlich schneller zeigt sich Uwe Schindler im zweiten KWR NSU TT. Am Abend äußerte er sich noch sehr zufrieden über seinen NSU. Mit den Worten das Dingen geht ordentlich ging er in den Renntag, nach dem er am Abend die Strecke noch zu Fuß in Angriff genommen hatte! Mit 1.12.649 zeigt er auch genau das auf, was er am Abend beschrieben hatte. Uwe raste locker auf Position 2 und stürmte im feuchten Lauf mit 1.18.203 nah an die Bestzeit von Steffen Hofmann heran, der 1.17.963 in diesem Lauf umsetzen konnte ,aber bei weitem auch nicht mehr volles Risiko gehen musste! Ich denke da wird Uwe zufrieden sein. Uwe zeigt mit 3.44.011 Gesamtzeit eine Klasse Vorstellung und rast wir schon das ganze Jahr immer auf das Podest! Super!
Nun kommen wir zu Steffen Hofmann, der gleich in der früh klar auf Sieg setzt und den Davidovic Renner zu infernalischen Zeiten treibt! Am Morgen waren 1.09.641 drin, gegen Mittag legte er mit 1.09.964 nach! Damit war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen! Da die hohen Drehzahlen mit weit über 9000 Umdrehungen schon einiges an Vibrationen im Motorenraum lösen bzw.

Die zwei bestplatzierten NSU Racer Uwe Schindler links und Leader Steffen Hofmann

verursachen können ist ein durchschauen der Technik nach jedem Lauf unumgehbar. Jörg Davidovic der hier natürlich anwesend ist begleitet das NSU Spektakel von Steffen Hofmann und hält seine Technik die mittlerweile sehr hoch entwickelt ist auf diesem sauberen Stand! Im Regen rast Steffen wie schon eben erwähnt auf eine weitere Bestzeit knapp vor Uwe Schindler. Am frühen Abend steht dann eine Gesamtzeit von 3.37.568 zu Buche! Damit ist der Bamberger Haudegen klarer Sieger hier am Iberg, die herzlichen Glückwünsche gehen natürlich an alle!


Als nächstes steht Rennlauf 5 in Österreich/St.Anton auf dem Rennprogramm. Dort werden aber nicht ganz so viele NSU am Start stehen, da die weite Anreise  gerade die Nordlichter von einem Start abhält. Weiter geht es dann Mitte Juli in Homburg, dort werden wieder einige Prinzen den fahrerisch sehr anspruchsvollen Kurs im Saarland in Angriff nehmen!

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