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Ein Krimi beim Glasbach Bergrennen Streckenrekorde purzeln am laufenden Band!!!

Nun blicken wir auf den dritten Saisonlauf zum NSU Bergpokal beim Glasbach Bergrennen in Steinbach/Thüringen. Schon knapp eine Woche nach dem Bergrennen in der Eifel geht es erneut in einen weiteren Teil der Republik. Leider waren nur 5 schnelle NSU am Start, die diese 5500 Meter lange und fahrerisch sehr anspruchsvolle Strecke in Angriff nehmen wollten. Warum 5 NSU ausreichen könnten um den eventuell besten Lauf der Saison zu gestalten beschreibt dieser Bericht!

Auf der Strecke Konkurrenz, neben der Strecke wird gelacht Jörg Davidovic und Jörg Höber

Am Samstag ging es wie so oft zum Training auf diese spektakuläre Strecke. Dieses Rennen ist wie schon in den Jahren zuvor ein Lauf zur europäischen Bergmeisterschaft. Der KW Berg-Cup mit seiner Vielfalt an Tourenwagen lässt es sich natürlich nicht nehmen dabei zu sein, somit natürlich ebenfalls die NSU Renner.

Nun zum Training, bei bestem Rennwetter konnte die Strecke genau wie im Rennen dreimal absolviert werden! 

Kommen wir zu Mike Vogel, der hier Spaß ohne Ende hatte und endlich mal richtig zum fahren kam! Mike der im Vergleich zu den anderen Mitkonkurrenten noch einen strassenzugelassenen NSU TT an den Start bringt mit nicht ganz so vielen technischen Raffinessen, wie die der Konkurrenz lässt aber trotzdem heftig fliegen! Mit 3.11.63 stellt er den Prinz nach dem Training nur 2 Sekunden über seinem eigenen Rekord auf Position 5 ab!

Nun kommen wir zu zwei Kandidaten aus dem KWR Team, die ihre NSU ordentlich weiter nach vorn bringen in der Zeit! Die Rede ist von Thomas Krystofiak und Uwe Schindler, die auf der Strecke alles geben um ganz nach vorn zu fahren. Uwe prügelt seinen blauen NSU TT zu 3.04.16, während Thomas sich mit 3.02.26 die dritte Position im Ranking sichert. Thomas, der hier einige Pferdestärken dank des Reservemotors liegen lassen muss gibt alles und räumt bei fast voller Fahrt die künstliche Schikane im Streckenmittelteil halb ab. Da sieht man das auch ohne die letzten Pferdestärken hart gefightet wird. Das beste rausholen das ist die Devise dieser beiden NSU Experten. Bei Uwe hatte ich den Eindruck das er sich den letzten Speed noch für den Renntag offen lässt. Der Mann aus der Nähe von Hof in Bayern ist schwer einzuschätzen ich war auf den Renntag gespannt!

Gleich beginnt die Hatz auf die Zeiten beim Glasbach Bergrennen 2017

Nun kommen wir zu den beiden Streihähnen an der Spitze, die es anscheinend mögen sich Streckenrekorde um die Ohren zu hauen! Schon in Trainingslauf 2 geht es um den Rekord, den Jörg Davidovic um 1 Sekunde auf 2.54 herunterschraubt. Der Rekord der im Training ja noch inoffiziell ist hält ganze 1.5 Minuten, denn Jörg Höber erstürmt seinerseits das 5,5 Kilometer entfernte Ziel in 2.53 Minuten, ein Wahnsinn und das in T2. Zu den Autos und der Charakteristik muss ich sagen unterschiedlicher geht es kaum. Auf der einen Seite Jörg Höber, ruhig sauber akkurat unterwegs mit Grewe Power im höchsten Stadium dazu top Fahrwerk alles sehr ausgeklügelt. Auf der anderen sein Jörg Davidovic mit Schaltdrehzahl um die 9500 und ebenfalls reichlich Power im Heck des selbst gebauten Aggregates, dazu mächtig Einsatz in den Kurven am obersten Limit, sehr spektakulär unterwegs!

So gehen wir dann in den letzten Trainingslauf. Mit 2.53.15 Jörg Davidovic und 2.53.19 Jörg Höber gibt es ein Patt in der Zeit, die etwas über zwei Sekunden schon im Training unter Streckenrekord liegen sollte. Ein Wahnsinn was hier abgezogen wird! Was uns da wohl am Renntag erwartet beim Tanz auf der letzten Rille hier in Glasbach. Hoffentlich bleiben die Autos ganz dachte ich, denn hier gibt es nur Leitplanken keine Auslaufzonen! Durch den NSU Bergpokal Whatsapp Chat wurde das Geschehen gleich in Italien mit Steffen Hofmann(Urlaub) oder Sardinien Carsten Daube(Arbeit) oder Christoph Schwarz Spanien(Urlaub) mit beobachtet! Dazu kam der Live Stream im Internet, so konnte alle beim Geschehen vom 9-11 Juni 2017 dabei sein!

Volle Ausnuzung der Strecke, Jörg Höber gibt alles, der NSU ist unheimlich neutral......(Bilder habe ich aus dem Film geknipst)

Am Sonntag in der Früh ging es weiter mit den Rennläufen pünktlich gegen 8:30 wurde der erste von dreien gestartet. Ein großes Kompliment von dieser Stelle an den Veranstalter und die Helfer, die Veranstaltung lief von Anfang bis zum Ende sehr gut, alles wurde schnellstens entschieden und abgewickelt!

Nun zu der Prinzen Garde, Mike Vogel schaffte es auf altem Rekordniveau unterwegs zu sein. Man sah richtig das ihm das heizen auf dieser Strecke unheimlich viel Spaß macht. Er trieb den Davidovic Racermit  3.09.570 zu seiner wohl besten Zeit, die er hier jemals gefahren ist, Rang 4 im Gesamtranking mit 9.32.360 für den sympathischen Odenwälder!

Weiter ging es mit Thomas Krystofiak auf der drei, der seine Zeiten noch ein wenig nach unten korrigieren kann. Das zeigt das Thomas am Samstag schon die Karten aufgedeckt hat und im NSU 1200 immer voll am Gas hängt! Die schnellste Einzelzeit wird in Lauf 2 gefahren mit 3.01.820. Im der Gesamt rast der Niedersachsener auf 9.10.730.

Nun ist Uwe Schindler an der Reihe. Er steigt auf die zweite Stufe des Podestes in der Klassenwertung. Mit Uwe hatte ich recht, in mancher Ecke gab er viel mehr als an dem Trainingstag zuvor. Das ganze lief viel runder und schneller um die Ecken. In der Zeit zum Training machte sich das natürlich deutlich bemerkbar. Uwe schraubt seine schnellste Einzelzeit gleich um 5 Sekunden runter! Der bayrische Blitz macht 2.59.750 klar, dazu zwei 3.00 er Zeiten, na das war doch was und konnte sich gut sehen lassen! Uwe belegt mit 9.01.250 in der Gesamtwertung NSU Rang 2.

Zieht am Sonntag erst die letzten Register, Uwe Schindler gibt alles.....

Nun kommen wir zu den beiden Strategen, die sich am Vortag die Streckenrekorde um die Ohren gehauen haben. Nun am Renntag werden diese offiziell, wenn sie in einem der drei Rennläufe erneut gefahren werden können. Los geht es in der Früh, Sauerstoff und kühlere Luft ist für die NSU Triebwerke immer von Vorteil, da könnte eventuell etwas gehen dachte ich mir! Jörg Davidovic legte voll los mit 2.53.570, damit offizieller NSU Streckenrekord! Die Antwort von Herrn Höber kam genau 1.5 Minuten später! Mit 2.53.250 war der Rekord erneut in den Händen des Nürnbergers. Wer jetzt darauf wartet das ich schreibe  wie die beiden unterwegs waren würde ich sagen absolut schmerzfrei am letzten aber stets noch überschaubaren Limit. Weiter ging es in Heat 2. Jörg Davidovic legte vor mit 2.52.210 das war erneut Streckenrekord, ein Wahnsinn was hier abging. Ohne die Zeit zu wissen setzte sich Jörg Höber hinter das Volant seines NSU TT und er marschierte los das es nur so krachte! Fehlerfrei brachte er den Grewe- Einspritzer zu 2.51.600, das war einfach unglaublich. Im NSU Whatsapp Chat kamen Nachrichten wie sind die Irre, was machen die da, was ist denn nur am Glasbach los? 

Sportplatzkurve am Limit Bild von 2016........Jörg Davidovic

Rennen 3 sollte die Entscheidung bringen. Startaufstellung in Steinbach, vier NSU, warum nur vier? Jörg Höber fehlte, sein Auto quittierte den Dienst. Eine defekte Lötstelle am Steuergerät konnte am späten Abend diagnostiziert werden, der Renntag war somit gelaufen für ihn. Verdammt schade wenn man so aus dem Rennen gerissen wird! Was blieb für Jörg Höber? Erst einmal ein immer bleibender und bestehender Eindruck den einige die dort waren nicht vergessen dürften. Dieses Geschehen wird so schnell wiederholt werden können, es war ein regelrechter Zeitenkrimi! Jörg Davidovic konnte nun seinen selber präparierten Davidovic-TT recht entspannt dem Ziel entgegenfahren. Mit 2.54.250 blieb die Uhr in Rennen 3 für ihn stehen, das letzte Risiko hat der Odenwälder herausgenommen, da Jörg Höber leider fehlte. Schade das es so entschieden werden musste, Jörg Davidovic hätte den Kampf gern bis zum richtigen Ende ausgetragen. So blieb der Klassensieg für Jörg Davidovic mit 8.40.030 und der Streckenrekord für Jörg Höber mit 2.51.600.

 

Schon in knapp zwei Wochen geht es weiter, das Bergrennen Heiligenstadt steht auf dem Programm. Dort stehen etwa 13 schnelle NSU an der Startlinie!

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