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Jörg Davidovic gewinnt in Wolsfeld, dazu gibt es eine ordentliche Be"REICH"erung

Der zweite Lauf zum NSU Bergpokal führte uns in das Eifel Örtchen Wolsfeld nähe Bitburg. Mit 7 NSU Rennfahrzeugen soll es im NSU Bergpokal auf die kürzeste Bergrennstrecke Deutschlands gehen, die es aber durch ihre verwinkelten Kurven und vier Spitzkehren ordentlich in sich hat und keine Fahrfehler verzeiht. Leider fehlte uns der achte NSU mit Karsten Steinert, der genannt hatte aber leider nicht vor Ort war.

Andreas Reich überraschte alle, er hielt auf Anhieb bei den Top 3 mit......
Hinzu kommt natürlich Steffen Hofmann im NSU 16 V, der sich hier über eine ordentlich gefüllte 

1150 er Klasse freut, die mit neun Startern ordentlich und mit stärkster Konkurrenz besetzt ist!
Das Wetter spielte zum Glück mit, Samstag Nacht regnete es sich ordentlich aus und der Trainingssonntag und Rennmontag konnten bei Trockenheit voll angegangen werden!
Drei Trainings und Wertungsläufe konnten an diesen Tagen bewältigt werden.
Kommen wir zum NSU Bergpokal im KW Berg -Cup, der stärksten Tourenwagenserie an Deutschlands und Europas Bergen.
Roman Szott ,der diese Strecke sehr gerne in Angriff nimmt, da sie Slalomfahrern meist sehr gelegen kommt trainiert mit einer schnellsten Zeit von 1.24.68. Damit stellt er den ordentlich befeuerten NSU auf die siebte Position.
Mike Vogel kann dieses noch einige Sekunden schneller, er presst den Davidovic vorbereiteten NSU zu 1.21.05. Mike nimmt diese sehr enge Strecke ebenfalls sehr gerne in Angriff. Mit dem Glasbach Rennen das in nicht ganz einer Woche statt findet gehört der Wolsfelder Berg zu seinen Lieblingsstrecken im aktuellen Rennkallender. Rang 6 für den Odenwälder Strategen.
Nun rücken die Zeiten enger zusammen. Alex Follmann stürmt diesen kurzen Berg hinauf als gäbe es kein halten mehr. Optimale Kurvengeschwindigkeiten verbinden sich mit knackigen Schaltvorgängen, die meist bei Vollgas einfach so durchgezogen werden! Die Zeitnahme zeigt bei Alex 1.18.10 an, damit hat er Rang 5 inne.
Einen Deut schneller kann das Thomas Krystofiak, der den großen NSU 1200 zu 1.17.50 treibt. Leider muß Thomas hier auf sein Reserveaggregat zurückgreifen, welches natürlich einige Pferdestärken weniger mobilisiert als das Top Triebwerk. Das nimmt Thomas aber nicht den Spaß an so einem Rennwochenende! Thomas hat Freude am heizen und macht das beste daraus! Mit der 1.17 er Zeit stürmt er auf Rang 4 absolut sauber unterwegs.

Alexander Follmann ging das Geschehen wie immer voll an! Seine Zeit ist das Maximum für sein Auto

Nun geht es in die Top 3 und dort streiten sich ein erfahrener NSU Bergpokalgewinner und ein starker Gaststarter um die Ränge zwei und drei! Genau 1/10 Sekunden trennen diese beiden Spezialisten, die ihr Handwerk absolut verstehen! Aber welcher Gaststarter kann in die Phalanx der stärksten NSU an Deutschlands Bergen einfach so einbrechen? Das Reich und NSU zweifellos zusammen gehören ist allen klar, aber das Andreas Reich, Sohn von NSU Legende Edgar hier so stark in die Wertung einbricht hätte niemand gedacht. Mit 1.15.95 treibt Andreas den mit elektronischer Einspritzung versehenen Renner auf die dritte Gesamtposition im Training. Ein schönes Auto mit ordentlich Power im Heck, beherzt gefahren, starker Auftritt!
Uwe Schindler tut natürlich alles um sich den Angriffen des starken Südschwarzwälders zu erwehren. Er treibt den KWR NSU spektakulär aber immens schnell durch dieses Labyrinth. Mit 1.15.85 behält er knapp die Oberhand! Spannender gehts es wirklich nicht, die Zuschauer in der Bitkurve waren von Uwes Driftwinkeln gerade in Lauf  3 sehr begeistert!
Nun kommen wir zum Leader, dessen Motor gerade erst in den letzten Tagen vor dem Rennen fertiggestellt worden war. Die Rede ist von Jörg Davidovic, der hier noch letzte Nuancen an der elektronischen Einspritung vornimmt um optimal schnell unterwegs zu sein. Und genau dieses passiert dann auch, der weiße Davidovic Renner marschiert wie ein Blitz auf Rädern, auch wenn der Drehzahlbegrenzer die letzten Paar hundert Umdrehungen noch verweigert! Jörg bewegt den TT optimal durch das Enge Terrain und setzt die Trainingsbestzeit. Mit 1.14.90 stellt er den TT auf die Pole Position für den Rennmontag. Die ersten drei liegen somit in fast einer Sekunde. Der Renntag dürfte spannender nicht sein!

Steffen Hofmann sonnt sich lieber während wir mühevoll den Trailer einparken

Wenn wir in die Klasse der Spezialtourenwagen bis 1150 Kubik schauen finden wir den Hofmann 16 V NSU auf der fünften Position. Die Fünfte Position fährt aber in der selben Sekunde wie die zweite Position! Die Schneider Polos und Jürgen Heßberger im Infernalo Fiat 127 rasen mit Steffen Hofmann im NSU 16V alle in die 1.15 er Zeit! Der Hofmann/RPM NSU wird somit optimal bewegt. Der 16 V dreht um die 9000 Umdrehungen in der Schaltdrehzahl dazu das knackige Sechsgang Getriebe und der beherzte Einsatz von Steffen am Volant machen es möglich hier in der Klasse vorne mitzumischen. Natürlich haut der Schneider Polo 16 v mit etwa 180 Pferdestärken und 1.12er Zeiten vorne ab ,was aber ganz klar sein dürfte. Mit den weiteren Startern kann Steffen durchaus ein Hühnchen rupfen, ich war auf den Renntag gespannt. Walter Voigt im weiteren Polo 16 v hatte zwei Antriebswellenschäden und kam garnicht so richtig zum Trainieren, für den schnellen Konzer stand der Heim Grand Prix unter einen nicht so günstigen Stern.

Nun schauen wir zum Renntag und finden Roman Szott auf der siebten Position. Dort kann er mit 1.23.77 in Lauf 2 von den drei gefahrenen seine Bestzeit finden. In der Gesamtzeit rast der Frankfurter NSU Spezi auf 4.13.83.

Eine Sekunde zum Trainingstag konnte Mike Vogel finden, der in Rennlauf 1 mit 1.20.34 seine Wochenend/Bestzeit in den Eifler Asphalt stempelte! Mit zwei folgenden 1.21er Zeiten in Lauf 2 und 3 sicherte sich der Odenwälder Rang 6 mit 4.02.90 Gesamtzeit. Das ganze Wochende war Mike schnell und korrekt unterwegs!

Uwe Schindler wechselt mal eben zwischen den Läufen das Renngetriebe, da die Eingangsräder gefressen haben...

Nun kommen wir zu Alex Follmann ,der seine 1.18 er Zeiten vom Vortag bestätigte. Die 1.17 fiel fast, da Alex seinen besten Lauf in 2 mit 1.18.02 absolvierte. Da zeigte sich ganz klar das für Alex mit seinem NSU das Ende der Fahnenstange auf dieser Strecke erreicht war. Er liegt 3-4 Sekunden hinter den Top Leuten, das ist ganz klar auf etwas fehlende Leistung im Heck des schwarzen NSU zurückzuführen. Fahrtechnisch bin ich immer der Meinung das Alex bis zum Ende alles voll auslotet, so auch hier in Wolsfeld, es bleibt Rang 5 der wie schon im Training für das Rennen ebenfalls reserviert war! Gesamtzeit 3.56.28!

Thomas Krystofiak durchbricht die 1.18 er Marke und stellt mit 1.17.60 in Rennlauf 2 seine schnellste Einzelzeit. Der NSU 1200 bewegt sich forsch wie immer bei Thomas durch das Eifler Kurvenlabyrinth. Natürlich fehlen etwa geschätzte 15 Pferdestärken, die Thomas aber nicht davon abhalten das beste zu geben! Das Nordlicht aus Gronau sichert sich den vierten Rang mit 3.54.20!

Nun erinnern wir uns an Uwe Schindler und Andreas Reich, die sich im Training schon saures gaben! Mit sehr schnellen 1.14 er Zeiten bewegen sich die beiden in der selben Sekunde wie Jörg Davidovic, der aber in jedem Lauf ein paar Zehntel davon rast und sich so über den Tag einen Vorsprung sichert, der aber recht grade in Lauf 1 und 2 gegenüber Andreas knapp ausfällt! Uwe rast in Lauf 3 auf 1.14.54 während er in 1 und 2 mit 1.16 und 1.15 den Tag beginnt! Ein extrem stark auftretender Andreas Reich geht ganz anders in den Renntag! Er rast im bestens Vorbereiteten Einspritzer auf 1.14.51 in Rennlauf 1. Damit ist er in der selben Sekunde wie Jörg Davidovic, der für sich 1.14.09 sichert und mit ein paar Zehnteln Vorsprung in den weiteren Renntag geht!
In Lauf 2 haute Andreas 1.14.54 raus. Jörg konnte sich nicht zurücklehnen und durfte auch keinen Fehler machen ,sonst wäre der Newcomer vorbei gezogen. So spielte er seine ganze Routine gekonnt aus und riskierte nicht zu viel. Sauber flog der Davidovic-TT laut schreiend durch den Einspritz Motor zum Ziel mit 1.14.20!
Rennlauf 3 musste und wird die Entscheidung bringen, ein paar Zehntel Vorsprung bringt Jörg gegenüber Andreas aus den fantastisch gefahrenen ersten Läufen mit! Jörg der durch die neue Konkurrenz nicht geschockt sondern zusätzlich beflügelt wird rast auf die NSU Bestzeit an diesem Rennwochenende! Mit 1.14.06 stellt er den schnellsten Einzellauf und gewinnt mit 3.42.35 in der Gesamtzeit!

Der Sieger des Eifler Rennwochenendes in Wolsfeld, Jörg Davidovic macht im dritten Heat alles klar!!!


Das hält Andreas Reich aber nicht davon ab seinerseits zuzubeißen und dem Jörg den Sieg nicht einfach zu schenken. Andi geht das Geschehen wieder voll an und brennt 1.15.15 in den Asphalt! Der bildschöne Reich Racer fliegt sehenswert aber nie über dem Limit zum Ziel, ein Video wird diese Tage das Geschehen in der Eifel wiedergeben, so das die vielen NSU Fans dieses noch einmal hautnah erleben dürfen. Damit haben wir das Podest fest welches mit Uwe Schindler auf der drei und 3.45.70 Gesamtzeit beginnt. Weiter wird es auf der zwei von Andreas Reich gebildet, der mit 3.44.20 eine für mich unvergessene Leistung präsentiert! Jörg Davidovic gebürt mit 3.42.32 nach Lauf 3 der verdiente Sieg. Der Glückwunsch geht natürlich an das ganze Feld alles heil geblieben kein Ausfall, Klasse! Wolfgang Schwalbe fehlte in der Startaufstellung, doch er feierte daheim seinen Geburtstag ausgiebig und fieberte über die Live Zeiten und durch den NSU Bergpokal Whatsapp Chat ordentlich mit!

Vergessen wollen wir natürlich nicht die 1150 er Klasse, in der Steffen Hofmann im RPM NSU TT seinen Konkurrenten ordentlich auf die Sprünge hilft. Gerade in Lauf 1 und 2 haut der Burgebracher wieder 1.15 er Zeiten raus, die schnellste in 1 mit 1.15.68 .Damit sichert sich Steffen Hofmann vorzeitig Rang vier in dieser mit neun Startern gut und Leistungsstark besetzten Klasse.  Steffen quetscht den 16 Ventiler voll aus und zeigt was mit diesem NSU- Geschoß momentan maximal möglich ist! Mit 3.48.67 Gesamtzeit hält er 5 Konkurrenten auf Abstand und schrappt knapp am Podest der schnellsten Tourenwagen in dieser Klasse vorbei! Insgesamt war das wieder ein sehr Sehens und Hörenswerter Auftritt für mich und alle Fans an der Strecke. Das Triebwerk ist mittlerweile haltbarer geworden und man kann mit deutlich mehr Sicherheit die Renngeschehen angehen! Auch dieser Renner wird im NSU Zusammenschnitt die Tage als Vergleich mit auftauchen!

Während Uwe Schindler wohl schon die Heimreise angetreten hat kassieren Jörg und Andreas noch die Pokale für ein starkes Wochenende!!

Alles in allem geht ein schönes Wochenende bei idealen Temperaturen zu Ende, wobei mir der Auftritt von Andreas Reich ordentlich in Erinnerung bleiben wird. Für weitere vereinzelt ausgesuchte Läufe im Renn/Kalender hat Andreas sein Kommen erneut angekündigt. Irgendwie ist das alles ein Dejavu für mich zu den frühen Neunziger Jahren in denen Vater Edgar Reich immer genauso unvergessen aufgetreten ist!

 

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