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Bergrennen Schotten 2017, Jörg Höber gewinnt den Auftakt zum NSU Bergpokal

Bei der Auftaktveranstaltung zum NSU Bergpokal 2017 in Rudingshain bei Schotten hätte es wettertechnisch besser gar nicht sein können. Der Wettergott meinte es gegenüber 2016 gut und präsentierte zwei Tage Sonnenschein bei Temperaturen um die 12 Grad im Mittel. 

Sieger zum Auftakt Jörg Höber im Grewe TT, an ihm gab es in Schotten kein vorbeikommen

 

Was die NSU Fahrzeuge anging lief es durchwachsen ,aber dazu später mehr. Am Trainings Samstag wurden 4.5 Trainingsläufe gefahren, am Renntag die geplanten vier absolut im Zeitplan. Dazu kann man dem Veranstalter ein Lob aussprechen, alles lief nahezu perfekt!

 
Nun schauen wir mal zum Samstagstraining und gucken was die NSU Renner an Zeiten gefahren haben! Roman Szott ,
der seinen TT über den Winter wieder mit dem TNT Aggregat bestückt hat absolvierte vier Trainingsläufe. Im
Letzten raste er mit 1.52.329 auf seine Bestzeit, damit war Rang acht sicher.
Alex Follmann konnte das schon deutlich schneller. Er trieb seinen schwarzen Follmann-TT zu einer Bestzeit von 1.49.541  in Lauf 2. So bildetet er vorerst die siebte Position in diesem Feld. 
Wolfgang Schwalbe, der fahrwerkstechnisch an seinem NSU im Winter ordentlich zugelegt hatte und somit mehr Vertrauen in das Fahrzeug erlangte schlug ordentlich zu. Mit 1.43.723 fuhr er in der gleichen Sekunde wie Horst Fleischer, der mit 1.43.077 geringfügig schneller war. Wolfgang belegte so Rang 6 während Horst den ganzen Tag mit austretendem Öl Last hatte ,welches auf dem heißen Fächerkrümmer gerade im oberen Streckenteil verqualmte! Horst der über den Tag vieles probierte und schraubte um den Fehler zu finden trainierte auf der 5. Position!
Nun ging es weiter und sehr eng zur Sache auf den Positionen 3 und 4. Uwe Schindler und Thomas Krystofiak trainierten in einer Sekunde. Während Uwe alle vier Läufe zu Ende bringen konnte, reichte es für Thomas nur für zwei Läufe. Im unteren Streckenteil zu Lauf 3 trat plötzlich Öl aus, ein Motorschaden war das später diagnostizierte Ergebnis. Schade so konnte ein Favorit auf den vorderen Teil des Podestes vorzeitig aufladen. 1.41.465 brachte Thomas aus Lauf 2 mit, diese Zeit reichte für Position 3.
Spannung war um Rang 2 und 3 angesagt Uwe Schindler hier im Bild und Karsten Steinert fuhren wie entfesselt...
 
Uwe Schindler tastete sich immer schneller durch die Rennläufe, die Zeit in Lauf 4 war dem zufolge die beste, mit 1.41.977 präsentierte Uwe sich auf Rang 4.
Nun kommen wir zu Karsten Steinert, der seinem TT wie immer ordentlich die Sporen gab. Das neu entwickelte bzw. veränderte Steinert Triebwerk hinterließ einen sehr soliden drehzahlfesten Eindruck! Karsten war natürlich in  Lage die Power umzusetzen, mit 1.40.275 blieb er in drei gefahrenen Trainingsläufen nur knapp über der magischen 1.40 er Marke! Damit war Karsten der zweite Trainingsrang absolut sicher!
Training Rang 2 Rennen knapp die zwei verfehlt Steffen Hofmann im NSU TT 16v
 
Da fehlt nur noch Jörg Höber, der mit einer top Variante eines Grewe Triebwerks an der Startlinie stand. Alle waren gespannt welches Ergebnis eingefahren werden konnte! Jörg präsentierte sich stark und nutze die vorhandene Power voll aus. Die Zeiten purzelten locker unter die 1.40 er Marke. Mit 1.38.581 endete diese sehr forsche Fahrt auf der Pole Position im Training. Diesen Mann gilt es wohl am Schotten Wochenende zu schlagen. Da Jörg Davidovic seinen Motor nicht rechtzeitig fertig stellen konnte fehlten mit ihm und Thomas Krystofiak natürlich zwei Mannen aus dem vordersten Feld!
Ein Favorit schied leider mit der Technik aus Thomas Krystofiak
 
Schauen wir nun wieder herüber zu den Tourenwagen der verbesserten 1150 er Klasse. Wir erinnern uns Polo 16 v/8V gegen Fiat, NSU 16 v und Ford. Hier tritt Steffen Hofmann im weiter verbesserten RPM NSU Evo 2 erstmals 2017 an. In dieser Klasse finden wir in Schotten 5 Starter. Das Training an diesem Samstag lief für Steffen Hofmann sehr gut. Er stellte den NSU 16V mit 1.6 Sekunden Rückstand hinter dem schnellsten Polo 16 V auf die zweite Trainingposition. Mit 1.39.582 trainierte Steffen auf einem sehr hohen und zufriedenen Niveau! Der NSU hat sichtbar mehr Potenzial als in der Saison 2016. Ein paar Pferdestärken wurden über den Winter noch gefunden und eine neuere 16 V Zylinderkopfgeneration schmückt aktuell dieses Fahrzeug. Das knackige sequentielle Getriebe ist ebenfalls bestens abgestimmt. Dazu Steffen Hofmann der zehnfache NSU Bergpokalgewinner der den NSU 16V am Limit bewegen kann. Wir sind auf den Renntag gespannt und schauen wie die schnellen Duelle dieser Spezialtourenwagen weitergehen!
Endlich ein Wiedersehen nach der langen Winterpausedas wurde auch Zeit!
 
 
Nun kommen wir zu diesem Rennsontag, das Wetter zeigte sich von einer schönen Seite, sonnig, trocken doch windig war es absolut erträglich gegenüber 2016 als Minustemperaturen und Schneefall das Rennwochenende Wochenende plagten!
 
Horst Fleischer geht erneut an den Start und gibt dem TT heftig die Sporen. Das austretende Öl ,welches gerade im letzten Streckenteil auf dem nun sehr heißen Fächerkrümmer verqualmte zwang ihn aber nach diesem Lauf zur Aufgabe. Man wollte kein Risiko gehen und den Motor heil lassen. Daheim in Satteldorf kann der Ursache so in Ruhe nachgegangen werden! Mit 1.43.450 war Horst wieder schnell unterwegs, doch hier siegte die Vernunft nach Rennlauf 1 mit dieser Entscheidung.
Nun kommen wir zu den in Wertung angekommen NSU Fahrzeugen. Alle vier Läufe hat Roman Szott absolviert, seine Bestzeit ging aus Lauf drei hervor, mit 1.52.872. In der gesamten Summe ergibt das 7:35.101, damit sammelt er wichtige Punkte für den Pokal mit Platz 6.
Weiter nach vorn und konstant schneller in den Rennläufen präsentiert sich Alex Follman, über 1.47 zur 1.46 und hin zur Bestzeit mit 1.45.088 in Lauf 3. In der Gesamtwertung wird für Alex Rang 5 ermittelt mit einer Gesamtzeit von 7:04.742 natürlich wie immer beherzt gefahren!
Horst Fleischer war sehr schnell unterwegs niedrige 1.40 er Zeiten waren problemlos drin!
 
Weiter geht es mit Wolfgang Schwalbe der hier losrast als gebe es kein halten mehr. Mit neu abgestimmtes Fahrwerk fühlt er sich wohler im
Auto und das zeigt auch ganz klar die Zeit! Vier 1.44 er Zeiten, die schnellste 1.44.053 in 4 hämmert er in den Asphalt. Damit liegt er auf einem soliden vierten Gesamtrang den ihm keiner mehr nehmen kann. Zufrieden lehnt sich Wolfgang zurück und blickt auf ein erfolgreiches Rennwochenende zurück, zu Recht!
Weiter geht es mit zwei Heißspornen, die sich heftig Saures geben! Karsten Steinert und Uwe Schindler machen das Geschehen im Rang 2 und 3 absolut spannend bis zum letzten Meter! Karsten geht in den ersten drei Läufen die Pace mit 1.40 er Zeiten. Uwe bringt etwas höhere 1.40er Zeiten mit aus Läufen während Karsten in allen drei Heats ein paar Zehntel schneller ist. Die letzte und vierte Bergauffahrt in die 3030 Meter lange Strecke muss nun die Entscheidung bringen. Karsten rast auf 1.41 während Uwe alles gibt und eine vierte 1.40 fährt. In der Summer aller vier Rennläufe hat Karsten das letzte Quentchen Glück auf seiner Seite und schafft Position 2 mit 6.42.241 Gesamtzeit, während Uwe auf die drei steuert und mit 6.42.387 nur knapp den zweiten Rang verfehlt! Auf der Strecke ganz klar beide am Limit sehenswert aber stets mit der nötigen Übersicht unterwegs, ein Klasse Duell der beiden starken Kontrahenten! Die zahlreichen NSU Schlachtenbummler waren begeistert!
Die Spitze blieb bei Jörg Höber. Mit 5.8 Sekunden Gesamtvorsprung in der Addition nach viel Läufen blieb er nach dem Training im Rennen ebenfalls unschlagbar. An diesem Wochenende war Jörg Höber eine Macht. Das Auto, der Fahrer einfach alles, ein perfektes Paket. Der Grewe-NSU stürmte vom Start weg das es nur so krachte. Auf der Strecke ging es genauso weiter das Auto bot Kräfte in allen Lebenslagen und Jörg wusste dieses beherzt umzusetzen. Die Laufbestzeit zeigte sich in Heat 2 mit 1.38.783, in der Addition aller vier Läufe stürmte Jörg Höber auf 6:36.429, einfach uneinholbar an diesem Wochenende. Glückwünsche gehen damit nach Nürnberg, der 1. Lauf zum NSU Bergpokal 2017 geht an die Familie Höber, klasse Leistung!
Man sieht es auf Anhieb, am Fahrwerk wurde verbessert Wolfgang Schwalbe kam sehr gut zurecht...
 
Schauen wir noch in die Hubraumklasse der verbesserten Tourenwagen bis 1150 Kubik, hier treibt ja Steffen Hofmann im RPM NSU 16v Evo 2 sein Unwesen! Um an den Führenden Thomas Stellberg im 180 Ps starken Schneider Polo 16 v heranzukommen fehlte klar die Leistung auf dieser Power Piste. Aber um Rang 2 wurde sich ordentlich gestritten. Mit Walter Voigt im Weißdorn Polo 16v hatte Steffen einen würdigen Gegner gefunden. Lauf eins fuhren beide 1.39 er Zeiten, in Lauf 2 raste Walter auf 1.39 und Steffen auf 1.41, ein kleiner Schaltfehler warf den NSU Profi in der Zeit zurück. Doch wie ging es weiter? Steffen dominierte in Lauf 3 mit 1.39.381 als Laufbestzeit gegenüber Walter, der mit 1.41 konterte. Der letzte und vierte Rennlauf musste wie so oft die Entscheidung bringen. Walter zog alle Register, Steffen auch. Steffen preschte den RPM NSU zu 1.40.598 während Walter mit 1.39 Konterte. Damit stand Walter Voigt als Klassenzweiter fest, für Steffen Hofmann blieb so der dritte Rang auf dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke. Eine für diese Strecke gute Leistung wie ich finde! Auf den engeren Pisten wie Wolsfeld oder Homburg dürfte es noch wesentlich spannender zugehen!
Alles in allem ein Wochenende mit Höhen und Tiefen im NSU Lager. Es fehlten Mike Vogel und Jörg Davidovic zum Auftakt. Das schlimmste war natürlich der Motorschaden von Thomas Krystofiak, Thomas hätte hier bestimmt noch beherzt fahrend ein Wörtchen zum Podest mitreden können!

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