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Steffen Hofmann geht in Unterfranken die Pace, Thomas Krystofiak und Uwe Schindler erweitern das Podest

Der neunte Lauf des NSU Bergpokal 2016 stand an und es zog 15 NSU zum 49. internationalen Bergrennen nach Unterfranken/Eichenbühl. 13 NSU kämpften im NSU Bergpokal für Punkte im KW-Berg Cup. Ein weiterer mit Jörg Davidovic setzte sich mit den Polos und Fiats in der Klasse der verbesserten Tourenwagen bis 1150 Kubik auseinander, während Jutta Neuner in der historischen GLP am Start stand und schnelle aber hier wichtig gleich schnelle Zeiten fährt.

Horst Fleischer säumt die Startlinie hier in Unterfranken und scheucht den TT in Training 1 in das Ziel
Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, 30 Grad an beiden Tagen, daraus resultierend ein sehr großes Zuschauerfeld mit reichlich Fans für die schnellen Rennfahrzeuge. 

Die 3050 Meter lange anspruchsvolle Powerstrecke konnte dank reibungsloser bester Abwicklung an beiden Tagen 3 mal im Training und 3 mal im Rennen in Angriff genommen werden.
Nun kommen wir zum Training und schauen mal was mit den kleinen giftigen NSU so möglich ist.
Los geht es mit Manfred Steinwand der mit zwei Trainingszeiten den Tag locker angeht, er treibt seinen Kult-Renner zu einer Zeit 1.53.399 im zweiten Trainingslauf. Warum Kult Renner, Manfred und dieser NSU spielten schon in den frühen Achtziger Jahren in einem kleinen Spielfilm " Sie wussten nicht das er tunt'e "die Hauptrolle! Am Samstag Abend konnte dieser Film im Fahrerlager mit Projektor bestaunt werden, er kam wie immer sehr gut an. Fantastisch dieser knapp 30 minütige Streifen!
Weiter geht es mit Bernhard Neuner und Roman Szott ,die sich am Trainingstage gefunden hatten und sich mit knappen Zeiten duellierten. Zu Roman muss ich sagen das er immer noch mit dem Ersatzmotor von Mike Vogel unterwegs ist und sich damit hervorragend schlägt. Zu Bernhard darf ich sagen das er dieses Wochenende wirklich Klasse unterwegs ist, beide Fahren im Training 1.49 er Zeiten wobei Roman 2/10 schneller ist auf Position 11 und Bernhard eben knapp dahinter  auf der 12.
Weiter geht es mit Horst Fleischer, der nach den ganzen Motoreskapaden in der Saison 2016 endlich wieder vernünftig und haltbar unterwegs sein will, so funktionierte es ja schließlich über Jahre. Als er im schnellen Eck unten herum kam dachte ich noch ,kein Qualm super Horst, das sollte funktionieren, auf der Rückführung ebenfalls alles bestens. Im Fahrerlager angekommen kündigten wieder blaue Wolken im Stand nichts gutes an. Horst musste ein weiteres Rennwochenende abbrechen und blieb mit der 1.48.081 auf der zehnten Trainingsposition zurück, das war sehr schade somit fehlte das Orange Geschoß das restliche Wochenende in der Startaufstellung.
Knapp eine  Sekunde schneller trainierte Leo Rabus im Einfalt-TT. Endlich hatte Leo wieder Zeit gefunden das NSU Starterfeld mit seinem Klasse TT zu bereichern und es sollte sich doch lohnen, Leo trainiert erstmal in zwei Läufen am Samstag dessen schnellerer zweiter ihn mit 1.47.842 auf Position 9 brachte.
Weiter nach vorn ging es mit Christoph Schwarz, dem Newcomer der Saison 2016, der sich auf Anhieb sehr gut Mitten im Feld präsentiert. Von den Zeiten her reicht es hier in Unterfranken zu 1.46.302 im schnellsten der drei gefahrenen Läufe! Hierzu möchte ich sagen das alle Strecken für Christoph Neuland sind als Anfänger, somit super Leistung, Rang 8 hier am Samstag!
Mike Vogel trainiert bei seinem Heim Grand Prix hier in Unterfranken auf der siebten Position. In allen drei Läufen ähnlich schnell unterwegs zeigt der dritte jedoch die Bestzeit. Mit 1.45.800 dürfte hier das Limit für Fahrer und Auto erreicht sein? Eine schnelle Zeit für diese Kombination finde ich, der Sonntag dürfte uns die Gewissheit bringen ob noch mehr drin ist!
Mit Wolfgang Schwalbe und Alex Follmann trainieren zwei weitere schnelle Kandidaten im knappen Zehntel Bereich gegeneinander. Auf der einen Seite Wolfgang mit ordentlich Dampf im Heck und blitzsauberer schneller Fahrt, auf der anderen Seite Alex der im unterlegenen Auto am absoluten Limit gefahren dagegenhält! Mit 1.43.481 Wolfgang auf Position fünf gelegen vor Alex mit 1.43.581 auf der sechs ein klares Patt, super Jungs weiter so, Spannung lag für den Renntag  hier in der Luft!
Deutlich schneller ging es mit Karsten Steinert voran. Karsten, der hier schon locker in die 1.30 er Zeiten gefahren ist trainierte in der schnellsten der drei Auffahrten mit 1.41.650. Über den ganzen Trainingstag hatte ich das Gefühl das der infernalische Steinert TT nicht das volle Potenzial abrufen konnte und ich sollte leider recht behalten. Nachdem Vater Wolfram selbst die Kugelfischer Einspritzung ersetzt hatte stand nach Training 3 fest das ein Loch im hochverdichteten Kolben die Kompression weichen ließ. Schade ,so war ein klarer Podestkandidat vorzeitig aus dem Rennen gerissen. Zurück bleibt der vierte Rang im Training mit ordentlich Leistungseinbruch eingefahren und wieder einiges an Arbeit für den Tüftler Wolfram Steinert.
Die dritte Position geht an Uwe Schindler, der hier von Lauf 1 angefangen mit 1.40 er Zeiten trainiert. Der zweifache NSU Bergpokal Champion findet seinen schnellsten Lauf in der dritten Auffahrt mit 1.40.296. Ob Uwe hier schon das volle Potential abruft kann ich natürlich nicht sagen, wobei ich denke das am Renntag noch etwas mehr möglich ist, Uwe bildet hier eine glasklare dritte Position.

Deutlich schneller war Thomas Krystofiak in einem weiteren KWR NSU unterwegs. Thomas ,der mit der neuen Fahrwerksabstimmung sehr gut zurecht kommt fängt mit 1.41 in Lauf 1 an. Über 1.40 in zwei treibt er den wohl schnellsten NSU 1200c zu einer Klasse Zeit von 1.38.520 im dritten Sprint über die 3050 Meter lange Piste! Mit einem Grinsen im Gesicht bei der Rückführung konnte ich doch eine gewisse Zufriedenheit feststellen. Der ordentliche Einsatz hinter dem Lenkrad des NSU 1200c hatte sich doch gelohnt, die zweite Trainingsposition war Thomas sicher, genau wie der aktuell zweite Rang in der NSU Bergpokalsaison 2016.

Aktuell führt  kaum ein Weg an dem Duo Steffen Hofmann und Jörg Davidovic vorbei, die dem weißen TT seit Osnabrück 2016 einen neuen Davidovic Motor spendiert haben. Hier zeigt Steffen Hofmann erneut das Potenzial des Fahrzeuges auf, wobei man natürlich den "Steffen Hofmann Faktor" nicht ausser acht lassen darf! Sohn Yannik konnte diesen Faktor in der besagten Klinge selber beobachten und mit einem Handyfilm festhalten. Ich beschreibe es mal so: Erst ein lauter knall, dann ein Aufschreien der Zuschauer künden von  heftigem Fahren am absolutem Limit! Steffen, der die Leitplanke vor der Klinge komplett aber bei Highspeed unfreiwillig mit in seine Fahrbahnbreite einplanen muß und sich mal eben mit Davidovic- NSU anlehnt, dabei aber voll auf dem Gas bleibt bleibt cool! Das reicht wohl aus diesen Faktor etwas zu beschreiben. Im Ziel angekommen inoffizieller NSU Streckenrekord, da im Training gefahren mit 1.35.041. Rang 1 im Samstagstraining im NSU 1300!! Ein Anruf bei Jörg Davidovic noch aus dem Zielbereich beherbergte eine Entschuldigung für eine kaputte Felgehälte, die der Leitplankenaktion in der Klinge zum Opfer gefallen war.

Wenn wir zu den verbesserten E 1 Tourenwagen schauen in die Klasse bis 1150 Kubik finden wir den NSU 16 V auf einer fünften Position mit 1.42.123 gesteuert von Jörg Davidovic. Gegen die starken VW Polo 16 v, die mit Leistungsdaten bis 190 Pferdestärken glänzen hat man auf dieser Powerstrecke natürlich das Nachsehen. Etwa 135 Ps im NSU 16 V reichen aus um hier und dort mal die Konkurrenten zu ärgern und das hatte man ja so vor. Nach den zwei gefahrenen Trainingsläufen am Samstag äußerte sich Jörg zufrieden mit seinem Auftritt im 16 v ,der natürlich immer noch in der Entwicklung ist!

Abends bildete eine lange NSU Theke allen Platz für eine anständige Mahlzeit

Das Schlossgespenst hier im Wohnmobil mit Walter Voigt heiterte das Volk dabei auf.......

 

Danach gab es Kino mit dem Film: Sie wußten nicht das er tunte, in der Hauptrolle damals Manfred Steinwand und sein aktueller Renner

Nach dem Kinoabend und gemeinsamen essen an der längsten NSU Theke der Welt trieb es die Fahrer und Fans sowie Schrauber und Familien dann in die Betten um für den Renntag bestens gerüstet zu sein.

Am Sonntag ging es dann um 8:30 in der früh los. Der ganze Renntag verlief sehr gut und flüssig voran, so das man gegen 17 Uhr mit allen gefahrenen Läufen fertig war und die Heimreise doch sehr pünktlich nach einer schnellen Siegerehrung antreten konnte!


Eine unschöne Meldung gab es vom NSU 16 V zu vermelden, nach starkem Auftritt im unteren Bereich kündigte sich in der Mitte der Strecke ein Nebengräusch an, um einen teureren Schaden zu vermeiden ging Jörg Davidovic natürlich vom Gas und ließ ausrollen. Woher die Nebengeräusche kamen wird derzeit diagnostiziert. Wir wollen mal hoffen das dieses Problem einigermaßen zu reparieren ist und einem weiteren Auftritt beim Finale in Mickhausen in drei Wochen nichts im Wege steht!

Weiter geht es mit dem NSU Bergpokal bei dem es im Vorder ,Mittel aber auch im hinteren Feld spannende Fahrerpaarungen im Kampf um die begehrten schnellen Zeiten gibt.
Los ging es mit Manfred Steinwand und Roman Szott! Manfred, der den schnelleren ersten Lauf hinlegte musste sich später der harten Gegenwehr von Roman geschlagen geben, der in 2 und 3 schneller war. Manfred konnte sich im schnellsten Lauf drei Sekunden gegenüber dem Training steigern und fuhr in 2 auf 1.50.932. Roman konterte genau in diesem Lauf mit 1.50.589 und hatte Manfred im Griff. Im Resultat der drei Läufe führ Manfred auf die elf mit 5.35.434 und Roman auf die 10 mit 5.34.512 in der Gesamtzeit! Schönes Duell!

Nicht weniger spannend die nächste Paarung Christoph Schwarz hatte mit dem stark fahrenden Bernhard Neuner einen würdigen Gegner gefunden ,um sich die Zeiten um die Ohren zu schlagen. Bernhard begann in Lauf 1 mit Bestzeit der zwei, Christoph schlug in zwei mit seiner schnellsten Einzelzeit von 1.47.694 zurück während Bernhard mit seiner schnellsten Zeit in diesem Lauf 1.48.158 gut zu kontern wusste, alles hing nun am finalen dritten Lauf!
Bernhard gab nochmal alles und war um 1/10 Sekunde dem Christoph überlegen. So knapp verlautete am Ende auch die Gesamtzeit, Christoph mit 5.28.720 auf der Position 9 und Bernhard Neuner ,der Nürnberger auf der 8 mit 5.28.258, sehr sehenswert was die beiden Boten und das über den ganzen Tag!
Nun sind wir bei einer ganz sicheren siebten Position angekommen, die Leonhard Rabus sauber einfuhr. Der Einfalt Renner begann mit 1.48 über 1.47 bis hin zu 1.46.704 Laufbestzeit für Leo. Damit betonierte er sich ganz akkurat in die siebte Position mit 5.22.256 Gesamtzeit im Ranking um die wichtigen Platzierungen!

Auch im Ziel wurde an die Piloten gedacht und diese bestens versorgt

Knapp war es ebenfalls mit zwei weiteren NSU Spezialisten, Mike Vogel und Wolfgang Schwalbe ließen nichts anbrennen auf dem Asphalt und gaben sich saures. Der erste Rennlauf ging an Mike, in Lauf zwei beide gleich auf mit Mikes Bestzeit an diesem Wochenende von 1.44.994. Wer denkt das wars täuscht sich gewaltig und sieht im dritten Heat einen wie entfesselt fahrenden Wolfgang Schwalbe, der mit 1.43.008 hier wohl seine jemals best gefahrenen Zeit erzielte! Damit sicherte sich der Mann aus dem nahe gelegenen Bad König doch recht deutlich die fünfte Position mit 5.13.877 gegenüber Mike Vogel, der sich hart erwehrte mit 5.15.189, super Leistung beider Odenwälder!
Die vier hatte Alex Follmann inne. Mit tollem Speed und maximaler Attacke in jeder Kurve gab es kein herankommen an diesen Mann im schwarzen Eifelblitz -TT. Stünde mehr Leistung zur Verfügung gäbe es einen Podestkandidaten mehr, da bin ich mir ziemlich sicher! So setzt Alex wie immer eigentlich das ihm zur Verfügung stehende maximal um und findet sich einen Platz hinter dem begehrten Stockerl wieder! Alex rast im schnellsten Lauf zu 1.43.031 und in der Gesamtzeit auf 5.10.714!
Auf der zweiten und der dritten Position finden sich die beiden KWR Racer wieder. Uwe Schindler hielt sich nicht zurück, nein ganz im Gegenteil er gab alles und wollte Thomas Krystofiak mit allen Mitteln das Leben schwer machen. Eine Steigerung von drei Sekunden zum Training waren für Uwe drin, mit 1.37.804 raste er im zweiten Heat knapp hinter Thomas, der in seinem heftigen NSU 1200 die Übersicht behielt und dreimal wenn auch zweimal recht knapp schneller fahren konnte! In Lauf 3 gab Thomas nochmal alles, er wollte sich die Butter um den zweiten Rang in der Meisterschaft 2016 nicht vom Brot nehmen lassen! Thomas konterte mit 1.37.697 und war damit um 1.5 Sekunden schneller gegenüber dem Mann aus Hof in Lauf 3.
In der Gesamtzeit und Platzierung sicherte sich Thomas Krystofiak so den besseren Platz und findet sich mit 4.54.058 auf der zwei wieder, während Uwe mit 4.56.232 stark zu kontern wusste! Beide NSU Treter waren sehr schnell unterwegs, zu 1.37 er Zeiten gehört schon viel Mut, Power und Fahrkunst, alle drei Dinge sind bei den beiden Männern absolut vorhanden!
Nun kommen wir zu einem Mann dessen Routine selbst in Grenzsituationen im NSU TT wohl kaum zu übertreffen ist! Der zehnfache NSU Bergpokal Champion lässt den weißen Davidovic Renner mal wieder so richtig fliegen! In Lauf 1 am kühlen Morgen mit wohl Temperaturbedingt am meisten Power im Heck stempelt Steffen 1.33.840 in den Unterfrankener Asphalt! Das bedeutete wie schon in Hauenstein absoluter NSU Streckenrekord! Mit 1.34 in Rennen 2 und 1.35 in 3 konnte Steffen nun auf Sicherheit fahren und den Vorsprung aus dem infernalischem ersten Lauf heimfahren. Das Ergebnis war sehr deutlich, mit 4.44.426 hatte er alles locker im Griff. Mit dem neuen Davidovic Triebwerk in Verbindung mit dem Hofmann Factor und dem perfekt liegenden weißen Renner ist eine Kombination vorhanden, die sehr schwer zu bezwingen sein dürfte, wobei der Motor nicht die Hauptrolle spielt, denn Leistung gibt es bei anderen Startern ebenfalls. Der Sieg geht nach Burgebrach ,herzlichen Glückwunsch!

Wenn wir in die GLP schauen sehen wir Jutta Neuner auf der 15 Position in der Klasse. Jutta die gleichmäßig unterwegs sein sollte gab dieses Mal einfach mal richtig Gas und wollte wissen was in ihr und dem EX Marx TT steckt. Das Ergebnis war schon sehr verblüffend, Jutta raste 1.54.742 Laufbestzeit, das Gesamtergebnis war für Jutta an diesem Wochenende zweitrangig, damit glänzte sie mit durchweg sehenswerten Fahrzeiten und tollem Auftritt, ein schöner Erfolg wie ich finde!

In drei Wochen geht es zum Finale zum NSU Bergpokal im KW Bergcup 2016 nach Mickhausen. Am 1/2 Oktober werden die schnellen NSU Treter vor der Winterpause noch einmal in der Augsburger Gegend zu sehen sein!

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