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Tage des Donners am Hauenstein Steffen Hofmann siegt vor Jörg Höber.....

Dieses Wochenende zog es uns in die bayerische Rhön. Nähe Hausen stand der 8. Lauf zum NSU Bergpokal auf dem Programm. 12 NSU waren im NSU Bergpokal angereist, dazu kommt  Jörg Davidovic, der an diesem Wochenende die Fahnen des NSU 16 V in der Hubraumklasse bis 1150 Kubik hochhalten wird. In der Kategorie Gleichmäßigkeit GLP stand des weiteren Jutta Neuner an der Startlinie mit ihrem NSU TT.

Uwe Schindler macht keine halben Sachen, wenn fährt er alles voll aus wie hier die Reifenschikane im oberen Streckenteil.

Das Wetter spielte an diesem Wochenende wenig mit, schon im Training am Samstag setzte  Dauerregen ab 15 Uhr dem schnellen heizen mit Slicks auf der 4200 Meter langen Powerstrecke frühzeitig ein Ende!

 Am Renntag, dem Sonntag zwangen mehrere Schauer die Fahrer zum häufigen Reifenwechsel. Dazu kam Bodennebel in der Früh, der den Start der Veranstaltung um eine weitere Stunde verzögerte. Alles in allem waren so leider nur zwei Rennläufe statt drei möglich.

Nun widmen wir uns  dem Zeittraining und schauen was bei der Hatz auf die Bestzeiten so möglich ist!
Manfred Steinwand trainierte mit einer 2.54 er Zeit, während der TT im Startbereich nur auf drei Zylindern lief. In Training 2 klappte das deutlich besser und es war eine 2.50 drin, das bedeutete Rang 12.
Mit 2.45 war Bernhard Neuner unterwegs, damit schlug er Manfred gleich um 5 Sekunden und das schon in Trainingslauf 1. Der zweite Heat wurde ausgelassen während der Dritte im Regen angegangen wurde um bei diesen Witterungsverhältnissen für den Renntag zu testen, denn an dem sollte es ebenfalls Regen geben.
Roman Szott trainiert mit Reserveaggregat auf der 10. Sein TNT Einspritzmotor hat wohl einen grösseren Schaden und die Reparatur wird wohl über den Winter dauern. Trotzdem schlägt er sich fantastisch und rast auf eine 2.40.559 in Heat 2. Das bedeutet Rang 10 an diesem Tage, eine schöne Leistung des Frankfurters.
Auf der neun war Horst Kuhn unterwegs. Horst kam vor dem Zielbereich mit reichlich Speed an, schoss in die Schikane, der RPM Einspritzer lief fantastisch, doch ein plötzliches Klingeln nach der Schikane zwang Horst in die Knie und er musste langsamer dem Ziel entgegen fahren. Die Kühlung des Aggregates im Heck seines TT hatte wohl nicht ausgereicht. Aus Sicherheitsgründen wurde der Motor gleich ausgebaut und in den nächsten Tagen inspiziert. Die Zeit belief sich trotz der gezwungen langsamen Fahrt im Zielbereich auf 2.34.364, ich denke Zeiten im tiefen 2.20 er Bereich wären drin gewesen. Schade das Horst sein Heimrennen so früh beenden musste, Rang 9 für ihn. 
 
Gleiches gilt für Wolfgang Schwalbe auch er nimmt kaum Gas raus.....
 
Mike Vogel sprintete in allen drei Trainingsläufen dem Ziel entgegen. Sein bester Lauf endete in 2 mit 2.32.032. Mike, der mit dem geraden Renngetriebe nicht ganz zufrieden ist liebäugelt wieder mit dem Umbau auf sein altes Sportgetriebe zurück. Mit diesem war er auf allen Strecken wesentlich schneller unterwegs, er kam damit einfach besser zurecht. Aktuell rast er auf die achte Position. 
 
Auf Position 6 und 7 wurde es dann Spannend! Alex Follmann hatte mit Wolfgang Schwalbe einen würdigen Gegner gefunden. Wolfgang, der über etwas mehr Leistung verfügt duelliert sich mit Alex, der durch seine extreme Kurvenfahrt dagegenhält. Die Situation ist sehr knapp, doch Alex behält die Oberhand. Er stämmt den schwarzen Renner zu 2.28.028 auf der 6 während Wolfgang mit 2.29.938 dagegen hält. Das Duell dürfte für den Renntag sehr viel Spannung versprechen!
Nun beschreiben wir die Ränge 3,4 und 5. Frank Kleineberg, Uwe Schindler und Thomas Krystofiak melden ganz klar ihr Anrecht auf das Podest an und schlagen sich die Zeiten um die Ohren! Auf der einen Seite Frank Kleineberg immer rund und schnell unterwegs mit 2.21.384 auf der Trainigsposition 4, gegen Thomas Krystofiak mit reichlich Dampf im Heck und besserem Fahrwerksupdate beherzt gefahren mit 2.21.924 auf der 5. Übrig bleibt Uwe Schindler, der mit Reservetriebwerk sehr schnell unterwegs ist und 2.20.966 mobilisiert. Damit ist er knapp schnellster und platziert sich auf der 3 ,für den Renntag dürfte ebenfalls für reichlich Spannung gesorgt sein, ob alles Potential am Trainingstag aufgedeckt worden war werden wir aber erst morgen erfahren!
Die Position 2 hält Jörg Höber, der hier noch  über Sekunde weiter nach vorn springt im Geschehen. Er mobilisiert mit dem Grewe befeuerten TT 2.19.361 und zeigt auf der Strecke eine blitzsaubere schnelle Fahrt. Flink wie ein Wiesel fliegt der TT zum Ziel, dabei liegt er satt auf der Strasse, Rang 2 geht vorerst nach Nürnberg. 
Steffen Hofmann fährt an diesem Wochenende den Davidovic 8 Ventil TT während Jörg Davidovic sich auf den 1150er 16 V einschießt, Teamnennung macht dieses eben möglich im KW Berg Cup und somit im NSU Bergpokal! 
Was Steffen Hofmann aber an diesem Rennwochenende mobilisiert ist für mich schon außerirdisch! Im ersten Trainingslauf!! treibt er den Davidovic-TT zu neuem NSU Streckenrekord. Und das nicht im Zehntel Bereich, nein er unterschreitet den Rekord um 1.4 Sekunden! Steffen feuert die weiße TT Rakete, dem aktuell 400 Umdrehungen Höchstdrehzahl mehr genehmigt wurden zu unglaublichen 2.14.848! Für mich eine Sensation, da muss einfach alles gepasst haben, so versuchte ich mir das irgendwie selber zu erklären! Steffen Hofmann stellt diesen TT hier glasklar auf die Pole, fantastische Leistung, nein ein unglaublicher Auftritt P 1 für den Bamberger!
Besuch vom NSU Club Frankreich, die Fans wollten den NSU Bergpokal hautnah erleben und erkundigen sich gerade über den NSU 16v
 
Für den NSU 16 V und Jörg Davidovic steht die härteste Saisonprüfung auf dem Kalender. Wenn der NSU 16 V diese Powerstrecke überstehen sollte dürfte er als robust gelten und das Projekt endgültig weitergeführt werden. Um es vorweg zu nehmen er tat es und Jörg erstürmte in allen 5 Läufen den weit entfernten Gipfel. Er gewöhnt sich recht schnell an eine für ihn nicht optimale Sitzposition und an eine ganz andere Charakteristik dieses Fahrzeuges! Mit 2.24.587 rast er auf die sechste Position dieser Klasse, die mit 9 Fahrzeugen sehr gut besetzt ist. Das volle Potential war natürlich noch nicht ausgeschöpft, aber Jörg ist optimistisch und äussert sich am Abend zufrieden, der RPM 16 V hat Potenzial, parallel läuft schon die Optimierung vorhandener Motorenteile, man darf gespannt sein, wie weit man das alles noch vorantreiben kann im nächsten Jahr!
Ein Fan aus Stuttgart war mit einem NSU Fahrrad Baujahr 1952 angereist, Sachen erlebt man....
 
Nach einem kalten regenreichem Abend wollen wir uns lieber dem Renngeschehen am Sonntag widmen. Durch Nebel und Regen und dadurch bedingten ständigen Reifenwechsel waren nur zwei Rennläufe möglich, die aber fast durchweg nach oben gebracht wurden.
 
Manfred Steinwand allerdings begnügte sich mit einem Lauf in der früh. Bei Trockenheit machte Manfred am Renntag noch sechs Sekunden gut und fuhr auf 2.44.515. Den Regenlauf am Nachmittag bei dem alle NSU bis auf den 16 V mit Slicks starten mussten ließ er allerdings aus, dieses wunderschöne piekfein vorbereitete Auto sollte heil mit in die Heimat nach Schorndorf genommen werden  und so blieb Manfred außerhalb der Wertung.
Um Rang 10 und 9 stritten sich Bernhard Neuner und Roman Szott. Bei Trockenheit in der Früh machte Roman klar die Pace mit 2.40 gegenüber 2.44 Bernhard, am Nachmittag im Regen wandelte sich das Blatt und Bernhard kam deutlich besser klar, er schlug Roman um glatte 6.5 Sekunden. Damit gebührte Bernhard natürlich die neunte Gesamtposition mit 5.36.077 gegenüber Roman der seinen TT auf 5.38.040 trieb, ein schönes Duell.
Ein einsames Rennen auf der acht fuhr Mike Vogel, der nach hinten und vorn ordentlich Platz hatte. In der Früh war er dran an den Trockenzeiten der schnelleren Konkurrenz, konnte aber im Nassen die Pace von Alex Follmann und Wolfgang Schwalbe nicht mitgehen. Mike positionierte sich im Klassenergebnis mit einer Gesamtzeit von 5.24.295 klar auf der acht!
Bernhard Neuner lag der Regen, so konnte er Roman Szott noch niederringen....
 
Enger wurde es mit Alex und Wolfgang die sich die Zeiten um sie Ohren knallten. Bei Trockenheit in der Früh war Alex mit 2.26.387 etwa 1.5 Sekunden schneller wie Wolfgang der mit 2.27.951 konterte. Im Regen am Nachmittag gab es ein Patt beide lagen gleich auf, so konnte Alex den Vorsprung halten und die bessere Position herausfahren. Alex stürmte im motortechnisch unterlegenen Auto auf die 6 mit 5.07.620, mehr war auf diesem Powerkurs nicht drin, Wolfgang konterte mit 5.09.275 auf der 7. Position.
 
Deutlich weiter nach vorn ging es mit Frank Kleineberg, für ihn gilt genau das gleiche wie für Alex, Frank setzt das zur Verfügung stehende Potenzial optimal um mehr geht nicht, an die starken NSU in der Spitze gibt es so kein herankommen. Beste Zeit für Frank 2.20.896 in der Früh, Gesamt 4.53.524 besser geht's nicht Position 5 war gebucht! 
Uwe Schindler und Thomas Krystofiak waren die nächsten und somit erste Podestanwärter. Die beiden Mannen aus dem KWR Team ließen es richtig krachen und machten die Entscheidung um die Podestplatzierung sehr spannend! Thomas fuhr im trockenen  Lauf in der Früh Bestzeit ,2.18.846 gegenüber Uwe der mit 2.19.340 konterte. Thomas ging so mit knapp fünf Zehnteln in der Wertung voran , der nasse Lauf am Nachmittag musste diese spannende Entscheidung bringen! Hier ging Uwe knapp die Pace, der routinierte Slalom und Bergrennfahrer wusste genau wie man im
Regen schnell fährt ,2.29.718 verkündete die Rennuhr, während der nicht viel weniger routinierte Thomas Krystofiak auf 2.30.674 raste. Die Gesamtzeit von Uwe verkündete 4.49.058 gegenüber Thomas mit 4.49.520, eine denkbar knappe Entscheidung zu Gunsten von Uwe Schindler, so endet ein weiteres spannendes Duell! 
Auf der zweiten Position im Gesamtranking findet sich Jörg Höber wieder. Der Nürnberger stampft im strömenden Regen mit Slicks gefahren die Klassenbestzeit in den Asphalt. Selbst Steffen Hofmann musste sich um ein paar Zehntel geschlagen dahinter anstellen. Steffen hatte aber durch Streckenrekord in Lauf 1 nichts zu befürchten und musste eigentlich nur noch heile hochkommen und brauchte kein Risiko gehen. Jörg Höber der immer alles umsetzt was ihm zur Verfügung steht belegt hier die zweite Position. Ein herankommen an das Gespann Steffen Hofmann/ Davidovic NSU gab es in diesem Rennen nicht. Jörg belegt nach dem Sieg in Glasbach hier die zweite Position mit einer Gesamtfahrzeit von 4.45.450, somit ein ungefährdeter zweiter Rang in der Gruppe!
Bestzeit im Regen,Jörg Höber zieht alle Register!
 
Weiter ging es mit Steffen Hofmann, der ja schon im Training den Streckenrekord anpeilte und um 1.4 Sekunden unterschritt! Sollte das auch im Rennen gehen oder war das ein einmaliges perfektes Zusammenspiel aller Komponenten? Steffen gab in Rennlauf 1 eine deutliche Antwort! Mit 2.12.899 rast er nun 3,2 Sekunden unter den bestehenden Rekord. Das waren Zeiten die normalerweise die Polo Armada fährt,einfach unglaublich was der Bamberger Profi hier aus dem Ärmel zaubert! Für mich einfach ein Wahnsinn aber tatsächlich wahr! Steffen gewinnt ganz klar die Klasse mit einer Gesamtzeit von 4.39.716, fantastischer Auftritt, mehr fällt mir dazu nicht mehr ein! Diese extreme Fahrt auf dem weißen Davidovic Technik- TT wird mich noch lange beschäftigen, einfach grandios!
Haltbar, wer die 4200 Power Meter von Hauenstein übersteht wird weiter fahren Jörg Davidovic im NSU 16V
 
Nun blicken wir noch in die Klasse der Hubraumzwerge, dort treibt Jörg Davidovic im NSU 16 V sein Unwesen. Nach stark einsetzendem Regen in Lauf 1 war nach einem langen Drift in der Jordan Kurve ein Dreher die Folge! Damit war die Zeit für das Wochenende hin aber da ging es ja garnicht vorrangig drum. In Lauf 2 wieder im Regen passte dann alles und Jörg brachte dieses infernalische Auto sauber in das Ziel. In Wertung angekommen nimmt er ein paar Punkte mit, doch viel wichtiger ist das sich der NSU RPM bewährt hat und das sogar auf dieser Powerstrecke, man war sehr zufrieden, Jörg liebäugelt für Unterfranken aber mit geändeter Sitzposition. Dort wird der Odenwälder wieder beherzt in das Lenkrad dieses Autos greifen!
Bei Alex Follmann normal, er gibt immer alles, je Kurviger desto besser für diesen Mann,Dank für die Bilder geht an Harald Jordan!
 
Wenn wir in die Klasse der gleichmäßig schnellen Fahrzeuge schauen finden wir 22 Starter in der Klasse in der Jutta Neuner unterwegs ist! Morgens wird eine Richtzeit gesetzt die man dann in Lauf 2 erneut einfahren muss! Das Problem Jutta startet in der Früh bei Trockenheit und soll dann im Regen am Nachmittag diese Zeit wieder einfahren, garnicht so einfach oder? Jutta wechselt noch am Vorstart wieder auf Regenreifen und macht das Unglaublich gedachte möglich. Sie steuert ihren NSU TT mit nur 9/10 Sekunden Abweichung dem Ziel entgegen. Resultat Rang 3 von 22 Startern, großer Pokal, herzlichen Glückwunsch, die Slalom Fahrerei macht sich deutlich bemerkbar super!
Alter Bekannter Jutta Neuner im Ex Marx-TT
 
Wir sehen uns in knapp drei Wochen zum 9 Und vorletzten Lauf im NSU Bergpokal in Unterfranken Nähe Miltenberg. Diese kniffelige  Strecke wird von den NSU Fahrern gern angenommen, man darf gespannt sein......

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